Einige wiklich eloquenten Beiträge, mit einer geradezu erschlagenden Logik, die ein offensichtlich schwerstnikotinabhängiger Qualmfanatiker, der sich „Aranita“ nennt, ins Selbsttherapieforum des Hetzwerks Rauchen absonderte, möchte ich der werten Leserschaft nicht voranthalten. „Aranita“ ist scheinbar einer, der seinen Mitmenschen gerne „Lektionen“ erteilt.
Lektion 1: Die Faschismuskeule
Lektion 2: Schon wieder die Faschismuskeule.
Wieso könntest du die Wände hochgehen, wenn versucht wird, geltendes Gesetz durchzusetzen? Wenn Gesetze, wie zum Beispiel dass man die öffentlichen Straßen nicht einfach mit Müll zuschütten darf, nicht kontrolliert werden, wozu brauchen wir sie dann?
„Getroffen – Versenkt“ könnte man sagen. Beim anonymen Soldschreiber der Pharmafreunde von
http://tinyurl.com/y8zf8yp ist jedenfalls ein deutliches Aufheulen zu vernehmen!
Dieser Irre ärgert sich, dass er 80 Jahre zu spät geboren wurde, der hätte so gerne jeden Juden, jeden Schwulen, jeden Zigeuner denunziert und dabei sein debiles Grinsen aufgesetzt, wenn die Menschen dann abgeführt worden wären. Hat doch der Führer gesagt, dass der Jude den aufrichtigen Deutschen zum Tabakrauch verführt. Und wenn nicht der Jude, dann der Zigeuner. Und wenn nicht der Zigeuner, dann der Schwule. Aber er hätte dafür gesorgt, dass dieser rauchende Abschaum seine gerechte Strafe bekommt. Heute kann er nur anonym im Internet Müll ablassen und das ärgert ihn. Ihn ärgert, dass er nicht einmal mit seinem Namen zu seinen Ergüssen im Internet stehen kann. Denn insgeheim weiß er, dass die in seinen Augen korrupten weil rauchenden Richter ihn verurteilen würden. Also schreibt er anonym. Da sitzt er dann vor seinem Computer, der Sabber rinnt ihm aus dem Mundwinkel – hektisch tippt er, denn sein Soll ist heute noch nicht erfüllt, er hat erst 4 Wirte denunziert auf den Seiten der Antitabaklobby. 10 müssen es noch werden, sonst plagen ihn wieder seine Albträume.Er träumt davon, nach draußen zu gehen, Raucher zu provozieren und ihnen dann seine Fast ins Gesicht dreschen. Doch insgeheim weiß er, dass die Stimmen auch dann keine Ruhe geben werden. Sie treiben ihn immer mehr in den Wahnsinn. In den wenigen geistig hellen Minuten, die er noch hat, weiß er, dass er dringend Hilfe braucht, aber die lustigen bunten Tabletten helfen ihm wieder und dann geht er wieder daran an sein Tagewerk, dem Denunzieren von rauchenden Menschen. Dabei lächelt er sogar etwas. Und träumt wieder von einem 1000jährigen Reich, in dem jeder Bürger das Recht haben soll, Raucher sofort zu erschießen.
Es fällt dem geneigten Leser wahrlich sehr schwer, unter all diesen Perlen phantasievoller Rabulistik die schönste
zu benennen. In ihrer munter-hanebüchenen Irrationalität sind sie eigentlich alle atemberaubend, was dem Forum der neurotisierenden Qualmfanatiker den Charme einer intellektuellen Mülleponie und den damit einhergehenden, satten Hautgout verleiht.
Zwar sind dies nur einige wenige Beispiele der „excellenten“ Argumentationskunst, mit der „Aranita“ seine einfach gestrickten Denkstrukturen ohne lange Umschweife klar und deutlich offenbart. Denn die Messages, die er gebetsmühlenartig in die Hirne seiner Mitsüchtigen einhämmert, sind so erchreckend wie primitiv.
Primitiv sind auch die wenigen, dem Jargon übelster Angriffe der Tabakindustrie auf den Nichtraucherschutz aus den 80er und 90er Jahren entlehnten Vokabularien und Lügen, mit denen er verbal auf den Nichtraucherschutz einschlägt. “ Reductio ad Hitlerum“ ist das Motto, mit dem „Aranita“ die Zwangsbegasung der Bevölkerung rechtfertigt, und das ist das widerlichste, was man tun kann. Denn damit werden die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die ein teuflisches Terrorregime unter der Führung eines abartigen Gewaltverbrechers verübt hat, verharmlost. Eine Tatsache, die in naher Zukunft ein Fall für den Staatsanwalt werden dürfte. In der Summe lebt „Aranita“ nur gerade einmal vier Kernbotschaften, auf die sich all seine Ergüsse kurz und knapp reduzieren lassen.
1. Nichtraucherschützer sind krank.
2. Nichtraucherschützer sind Faschisten/Nazis.
3. Nichtraucherschützer sind gewalttätig.
4. Tabakqalm ist ungefählich, egal wer ihn einatmet.
Es gibt Augenblicke, da beginnt man doch tatsächlich zu vermuten, die Mitglieder dieses aberwitzigen Vereins glaubten wahrhaftig an die von ihnen so mühevoll erschaffene Phantasiewelt.
Kurzum: Das Hetzwerk-Rauchen ist DER Tip für alle, die an der Psychopathologie des postmodernen, suchtgezeicheten Menschen interessiert sind, können sie bei der Lektüre doch praktisch die Verschmelzung von Wahn und Wirklichkeit live miterleben.