Rauchen-Erlaubt: Die Helfershelfer der Tabaklobby vom VEBWK

„Rauchen-Erlaubt“, ein von der Tabakwirschaft (Tabakgroßhändler und Automatenaufsteller) betriebener Verein zur Umgehung des Nichtraucherschutzes, posaunt Hand in Hand mit dem Propagandaorgan der Tabakindustrie, den sogenannten „Smokersnews“,
die längst entlarvten Propagandalügen der BGN hinaus, beispielsweise die gelogene Behauptung von Professor Grieshaber, 2/3 der Passivrauchopfer wären über 85 Jahre alt.

Aus der Stellungnahme des DKFZ zur Propagandalüge der BGN:

Es wird behauptet: „dass bei den so oft zitierten 3.300 Toten zwei Drittel
der untersuchten Fälle älter als 85 Jahre waren“. Diese Behauptung ist falsch.
Vielmehr geht aus der Publikation des Deutschen Krebsforschungszentrums
hervor, dass 36 % der passivrauchbedingten Todesfälle im Alter von unter 75
Jahren, 31 % im Alter zwischen 75 und 85 Jahren und wiederum ein Drittel im Alter
von über 85 Jahren erfolgen. Das DKFZ lehnt es ab, eine ethisch fragwürdige
Diskussion darüber zu führen, in welchem Alter sich tabakrauchbedingte
Todesfälle ereignen müssen, um die Forderung nach dem Schutz der Bevölkerung
vor den Gefahren des Passivrauchens zu legitimieren.
Quelle: DKFZ, Heidelberg

Das DKFZ hat schon vor einigen Monaten in einer Stellungnahme klargestellt, dass Professor Grieshaber offensichtlich die Erkenntnisse der wissenschaftlichen Fachwelt nicht zur Kenntnis genommen hat.

Zur Auffassung der BGN, die Entscheidungsgrundlagen für Rauchverbote in deutschen Gaststätten seien „zweifelhaft“. Die Entscheidung der Politik, auch in Deutschland Nichtraucherschutzgesetze im Bund und in den Ländern zu erlassen, basiert nicht allein auf Band 5 der Roten Reihe des DKFZ („Passivrauchen – ein unterschätztes Gesundheitsrisiko“), wie die BGN unterstellt, sondern auf einer Vielzahl wissenschaftlicher Entscheidungsgrundlagen. Für die Beurteilung der Gefährlichkeit des Passivrauchens kommt der Bewertung durch die Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eine besondere Bedeutung zu. Diese Kommission hat sich im Jahre 1998 eingehend mit der Problematik befasst und detailliert die außerordentlichen Gefahren des Passivrauchens für die Gesundheit der Betroffenen dargelegt. Nach dem Urteil der Kommission kann kein Zweifel daran bestehen, dass Passivrauchen „Krebs erzeugend für den Menschen“ ist. Demzufolge sind Innenräume, in denen das Rauchen zugelassen wird, gesundheitsgefährdend. Auch der Ausschuss für Gefahrstoffe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat das Passivrauchen in das „Verzeichnis krebserzeugender, erbgutverändernder und fortpflanzungsgefährdender Stoffe“ aufgenommen. In diesem Bereich befinden sich Stoffe, „die auf den Menschen bekanntermaßen Krebs erzeugend wirken. Der Kausalzusammenhang zwischen der Exposition eines Menschen gegenüber dem Stoff und der Entstehung von Krebs ist ausreichend nachgewiesen“. Diese Bewertung wurde auch von der International Agency for Research on Cancer, der Krebsforschungseinrichtung der Weltgesundheitsorganisation, im Jahr 2004 in einer Monographie zur Gesundheitsgefährdung von Rauchen und Passivrauchen vorgenommen. Alle diese Einschätzungen und Publikationen lagen bereits vor, als das Deutsche Krebsforschungszentrum seinen Report „Passivrauchen – ein unterschätztes Gesundheitsrisiko“ im Jahr 2005 herausgab. Das DKFZ befindet sich also in guter Gesellschaft und in Übereinstimmung mit nationalen und internationalen wissenschaftlichen Autoritäten. Der Report stellt eine Zusammenfassung des bestehenden Wissens zum Passivrauchen dar und enthält drei Schwerpunkte: eine Darstellung des toxikologischen Wissens zu den Gefahren des Tabakrauchs, eine Übersicht über das Ausmaß der Passivrauchbelastung in der deutschen Bevölkerung und schließlich eine Berechnung der Todesfälle durch Passivrauchen, in welcher eine international anerkannte epidemiologische Methodik auf Deutschland angewandt wurde. Wenn die BGN die Entscheidungsgrundlagen der Politik für einen Schutz der Bevölkerung vor Passivrauchen bezweifelt, so negiert sie nicht nur die wissenschaftlichen Ergebnisse der führenden nationalen und internationalen toxikologischen Experten. Sie negierte im Dezember 2007 auch die Tatsache, dass bereits ein halbes Jahr zuvor – im Juli 2007 – internationale Leitlinien zum Schutz der Bevölkerung vor Passivrauchen von über 150 Mitgliedsstaaten und der WHO einstimmig verabschiedet wurden. Diese Leitlinien, die vom DKFZ ins Deutsche übersetzt wurden und unter dem Menüpunkt Publikationen auf der Webseite http://www.tabakkontrolle.de einzusehen sind, stellen die Zusammenfassung des internationalen Wissens unabhängiger Experten dar, die in jahrelanger Arbeit die Daten und Fakten zum Passivrauchen zusammengetragen haben.
Quelle: DKFZ, Heidelberg

Erschütternd ist, wie die BGN weitab jeglicher Glaubwürdigkeit die Erkenntnisse der wissenschaftlichen Fachwelt ignoriert und mit Pseudoargumenten den am weitesten verbreiteten gefährlichen Innenraumschadstoff Tabakqualm verharmlost.

Nachzutragen bleibt, dass die BGN-Mitarbeiter bereits während der erwähnten
Tagung in Mannheim wiederholt von renommierten Arbeits- und Sozialmedizinern,
Toxikologen, Epidemiologen und Gesundheitswissenschaftlern auf ihre mangelnde
Kenntnis der Fachliteratur und die daraus resultierenden Fehleinschätzungen
hingewiesen wurden. Wenn die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und
Gaststätten zwei Tage nach dieser Veranstaltung dieselben Fehleinschätzungen in
einer Pressemitteilung herausgibt, so stellt dies eine bewusste Irreführung der
Öffentlichkeit und der Politik dar. Das Ziel dieser Irreführung geht aus der
Überschrift der Pressemitteilung hervor: Die Entscheidungsgrundlagen für die
aktuell in den Ländern stattfindenden Diskussionen um den Schutz der
Bevölkerung vor Passivrauchen mit der Folge von Rauchverboten in der deutschen
Gastronomie sollen in Zweifel gezogen werden. Die BGN vertritt damit die Position
der in ihrem Aufsichtsgremium sitzenden Tabakindustrie und nimmt nicht ihre
Fürsorgepflicht für die Hunderttausenden von Beschäftigten in der Gastronomie
wahr, die täglich über viele Stunden an den am meisten durch die Gifte des
Tabakrauchs belasteten Arbeitsplätzen in Deutschland arbeiten. Damit negiert die
BGN ihren Auftrag, präventiv tätig werden zu müssen, wann immer
Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz festgestellt werden.
Quelle: DKFZ, Heidelberg

Fazit: BGN , smokersnews und VEBWK : Die fünfte Kolonne der Tabakindustrie.

Die Verdummungsmaschinerie der Tabaklobby läuft auf Hochtouren

„Rauchen-erlaubt“, so nennt sich der Internetauftritt des „Vereines zum Erhalt des Bayerischen Lungenkrebses „der Bayerischen Wirtshauskuktur“. Von der Aufmachung her gleicht dieser Internetauftritt den Tabakwerbeseiten der Firma Reemtsma. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Dass es sich bei diesem dubiosen Verein um die fünfte Kolonne der Tabaklobby handelt, ist nur zu offensichtlich. Unter „News“ befinden sich zahlreiche Artikel, die auch vom „Netzwerk-Rauchen“, einem Raucherclub, der regelmäßig Propaganda gegen den Nichtraucherschutz betreibt, präsentiert werden.

Ein Beispiel: Die Stellungnahme Prof. Dr. Scherer zu: Belegbares Risiko durch Passivrauchen?

Vorab:

Gerhard Scherer stand einst in den Diensten des mittlerweilen aufgelösten Verbandes der Cigarettenindustrie „VDC“. Dort arbeitete er mit dem allseits bekannten Tabaklobbyisten Franz Adlkofer zusammen. Hier ein kleiner Ausschnitt aus seinem beruflichen „Wirken“:

A confidential Philip Morris document from 1983 states, “Professor Franz Adlkofer and Dr [Gerhard] Scherer of the VdC have written an extensive article on passive smoking, which will be published under Schievelbein’s name.”115 When a researcher133,134 mentioned the RJR funding for his project in a publication, Colby wrote to him, “please remember that the contract indicates that we prefer that we be consulted regarding such mentioning before a paper is sent out to a journal or other publisher.”148

Nun zur Stellungnahme des Herrn Scherer, die er in der Expertenanhörung im Landtag Rheinlad-Pfalz zum Entwurf des Nichtraucherschutzgesetzes – Streitpunkt Gaststätten und Bierzelte – abgab:

Die Lungenärztin Dagmar Gillmann-Blum vom Landesverband der Pneumologen verwies darauf, dass im Zigarettenrauch mehr als 60 Stoffe enthalten seien, die ebenso wie Asbest Krebs verursachen können. Sie befürwortete das Gesetz, regte jedoch an, die Möglichkeit einer Nikotin-Ersatztherapie aufzunehmen, um Raucher am Arbeitsplatz nicht zu diskriminieren. Gillmann-Blum setzte sich ebenso wie Roland Buhl vom Tumorzentrum Rheinland-Pfalz kritisch mit dem Münchner Toxikologen Gerhard Scherer auseinander. „Es gibt nicht viele Wissenschaftler, die seine Meinung teilen“, formulierte Buhl vorsichtig. Scherer sagt, die Belastungen von Passivrauchern seien kaum höher als die von jenen Nichtrauchern, die keinem Zigarettenrauch ausgesetzt seien. Zumindest gelte das für Benzol und für die Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffe, sagte er. Scherer wies auf die hohe Hintergrundbelastung beispielsweise durch den Straßenverkehr hin. Auf die Frage, wie diese Äußerungen zu der Zahl passen, wonach jährlich 3300 Menschen in Deutschland an den Folgen des Passivrauchens sterben, zweifelte Scherer die Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums an. Sie habe keine epidemiologischen Untersuchungen zugrunde gelegt. „Ich sage nicht, dass kein Risiko besteht, ich möchte aber die Größenordnung hinterfragen“, sagte Scherer.

Quelle: Pfälzer Tageblatt – Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.194 Datum: Mittwoch, den 22. August 2007

Es gibt nicht viele Wissenschaftler, die die Meinung des Herrn Scherer teilen. Das trifft den Kern der Sache.