Ein Infarktwunder, tatsächlich.

Auf das Netzwerk-Rauchen sollte man sich wirklich nicht beziehen, wenn man einigermaßen glaubwürdig erscheinen möchte. Da findet man „Studien“ von Professoren, die belegen, dass Rauchen vor Grippe schützt, weil Teer die Atemwege versiegelt.

Der neueste Knüller der „Rauchforscher“ ist der Angriff auf eine Studie, belegt, dass die Zahl der Herzinfarkte in Schottland nach den Rauchverboten zurückgegangen ist. Das sei alles erstunken und erlogen, so der O-Ton der Qualmverfechter.

Die „Untersuchung“, die das Netzwerk Rauchen zu dieser schottischen Studie angestellt hat, bezieht sich auf einen Focus-Artikel, in dem über Vorabinformationen zu der Schottischen Studie berichtet werden.

In einem Pamphlet, das sich „Das Infarktwunder“ nennt, werden, wie üblich, mit purem Zahlenrabulismus die abenteuerlichsten Schlussfolgerungen gezogen, die an der Zurechnungsfähigkeit des Verfassers immense Zweifeln aufkommen lassen. Das Witzige ist, wie bei allen Publikationen, die dieses Rauchernetzwerk heraus gibt, die Tatsache, dass es überhaupt keinen Verfasser zu geben scheint. Zumindest hat der Verfasser nicht den Schneid, seinen Namen unter dieses Pamphlet zu setzen.

Aber nun kommt der Hammer, der entlarvt, wie wissenschaftsfremd dieses ominöse Mackwerk wirklich ist . Die Aussagen, die „Netzwerk-Rauchen“ zur schottischen Studie macht, können ausschließlich auf der Vorab-Verföffentlichung einiger weniger Fakten im Nachrichtenmagazin „Focus“ zu der Studie der schottischen Forscher beruhen.

Denn das „Netzwerk-Rauchen“ hat seine pseudowissenschaftlichen Ergüsse bereits am 29.Juli 2008 veröffentlicht, und eben nur diesen Focus-Artikel zitiert.

Nun, was hat es mit diesem Datum 29.Juli 2008 auf sich? Dieses Datum beweist, dass wirklich nur die spärlichen Informationen aus dem Focus Basis für das Raucherpamphlet gewesen sein können, denn die Veröffentlichung der gesamten Studie erfolgte tatsächlich erst am 30.Juli 2008!

Was folgt daraus?

Das Netzwerk-Rauchen-Pamphlet „Das Infarktwunder“ berücksichtigt überhaupt nicht den vollen Umfang der Studie und würdigt keinerlei Einzelheiten. Beispielsweise sei hier herausgegriffen, dass die schottischen Forscher feststellten, dass ein besonders starker Rückgang der Herzinfarkte bei Nicht-und Ex-Rauchern stattfand.

Profitiert haben in erster Linie Passivraucher. Laut Pell war der Rückgang zu 67 Prozent auf Exraucher und Nichtraucher beschränkt. Bei diesen Personen waren die Cotininspiegel im Mittel höher als in der Allgemeinbevölkerung, was ein Hinweis darauf ist, dass die Passivrauchexposition ein Mitverursacher der ACS gewesen war. Die Cotininkonzentrationen bei denjenigen Rauchern, die wegen eines ACS hospitalisiert wurden, waren übrigens vor und nach dem Rauchverbot gleich. Auch dies weist auf die kausale Rolle des Rauchens für das ACS hin

Dem Netzwerk-Rauchen geht es erwiesenermassen nicht um wissenschaftliche Evidenz, sondern um Zahlenakrobatik und Leugnen von Fakten. Dieser unsägliche Club verfolgt bekanntermassen eine Strategie, mit dem Zitieren unseriöser Quellen Zweifel an der Schädlichkeit des Aktiv- und Passivrauchens zu streuen und seriöse Studien zu ignorieren. Genau dies Strategie verfolgte die Tabakindustrie, bis der Betrug dieser Mordindustrie aufflog. Was kann man also vom Netzwerk-Rauchen anders erwarten, als Pamphlete a la „Das Infarktwunder“?

Wir haben es bei der Tabakindustrie mit einer Industrie zu tun, die gezielt 12 bis 18 Jährige auf lange Jahre süchtig macht. Ein für mich unhaltbarer Zustand. Ebenso unhaltbar ist der Zustand, das dieses „Netzwerk-Rauchen“ mit genau den Strategien der Tabakindustrie, und mit der Unterstützung der Tabakindustrie ( man beachte die gegenseitige Verlinkung zwischen der „Zigarrenplattform“, d.h. dem Verband der Zigarrenindustrie und dem Netzwerk-Rauchen) eine aberwitzige Volksverdummungskampagne betreibt.

Diese Volksverdummungskampagne gipfelt mittlerweilen in der Tatsache, dass Süddeutsche Tabakgroßhändler die Rauchernetzwerkpropaganda „Neues vom Schelm“ an den Einzelhandel verteilen, um weiter Zweifel zu sähen und die Klientel am glimmen zu halten.

„Zweifel ist unser Produkt“, heißt. es etwa in einem Memo der Brown. & Williamson Tobacco Company. aus dem Jahre 1969,. und genau mit diesen Zweifeln arbeitet nun der Tabakgroßhandel in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk-Rauchen.

Fortsetzung folgt.

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4 Antworten

  1. Das „Hetzwerk Rauchen“ hat unlängst eine „Studie“ veröffentlicht, nach der Rauchen auch das Risiko am Malignen Melanom zu erkranken herabsetzen soll. Ganz abgesehen davon, dass dem nicht so ist sondern im Gegenteil das Rauchen die Tumorabwehrfähigkeit des Körpers generell herabsetzt, muss man sich schon fragen wie dämlich man sein kann.

    Eine Untersuchung beim Hautarzt zur Prävention von Hautkrebs dauert 10 min., kostet 30 Euro und hat eine Genauigkeit von ~95%. Wird zusätzlich noch mit Computerunterstützung (digitale Dermatoskopie) gearbeitet, steigt die Sicherheit auf >99%. Warum sollte sich ein vernünftiger Mensch also dem Risiko eines nicht therapierbaren und damit tödlichen Krebsleidens wie Lungen-, Pankreas- oder Blasencarcinoms aussetzen wenn er statt dessen einen einfache Untersuchung zur Prävention des MM durchführen lassen kann?

  2. Wow, vielen Dank Peter Rachow.
    Endlich mal wieder ein sachlicher Beitrag!

  3. Weder der Autor dieses Artikels, ….

    Anmerkungen der Moderation:

    Bezeichnenderweise wurde hier von „cogito“ versucht, einen Link auf die völlig abstruse Machwerk des absolut unbedeutenden Historikers Christopher Snowdon zu setzen. Wenn an dem pseudowissenschaftlichen Gefasel des Herrn Snowdon etwas dran wäre, was hindert dann Herrn Snowdon daran, sich einer wissenschaftlichen Diskussio zu stellen? Um es auf den Punkt zu bringen: Herr Snowdon hat zwar ein großes Mundwerk, aber trotzdem keine Ahnung, wovon er redet. Er produziert heisse Luft, so wie „Cogito“….

    Christopher Snowdon ist Aktivist der „TICAP“. Diese selbsternannte „International Coalition Against Prohibition“ verbreitet die Mär der angeblichen “Prohibition” und der angeblichen “Passivrauchlüge”, und viele ähnliche Lügen zum Thema Nikotinsucht und Tabaktod.

    Am 27./28. Januar 2009 veranstaltete diese „TICAP“ in Brüssel einen Volksverdummungskongreß mit dem irreführenden Thema «Prohibition und Passivrauchlüge», bei dem auch die Creme de la Creme der von der Tabakindustrie geschmierten Wissenschaftler vertreten war.

    TICAP ist eine Ansammlung von schleimigen Tabaklobbyisten, deren Ziel es ist, Rauchen und Passivrauchen zu verharmlosen und so dem Nikotinkonsum Vorschub zu leisten. Auf den Punkt gebracht geht es darum, dass bei der Tabakmafia der Rubel rollt.

    Unter der handvoll an verwirrten, eingeladnenen Wissenschaftlern befand sich auch Christopher Snowdon, der eine äußerst absurde und mit gezielten Desinformationen gespickte Rede über die Entwicklung und den derzeitigen Stand der Anti-Rauch-Bewegung hielt, die unter dem Patronat des allseits bekannten Tabaklobbyisten und neoliberalen rechtsnationalen britischen EU-Abgeordneten Godfrey Bloom MEP in einem Hotelkeller abgehalten wurde, nachdem das EU-Parlament es diesen militanten Handlangern der Tabakmafia untersagt hatte, ihre menschenfeindlichen und antidemokratischen Parolen im EU-Parlament zu verbreiten.

    Pikant ist, daß ausgerechnet die Raucher-Sekten, welche diesen Kongreß der absurdesten Wissenschaftler mit dem Argument abhielten, sie wären von der Tabakindustrie unabhängig, aber dabei mit einem “Kronzeugen” aufwarteten, der es in sich hat: Gio Batta Gori, Toxikologe und langjähriger Berater der Tabakindustrie, kassierte Millionenbeträge von dieser Tabakverbrecherbande. Aber auch die anderen “Wissenschaftler” dieser Voklsverdummungskonferenz waren bezahlte Schergen der Tabakmafia. Zwei Beispiele folgen:

    Dr. Jan Snel arbeitete unter anderem auch für ARISE, siehe:
    http://legacy.library.ucsf.edu/tid/opo43…7118BDFDA092400

    Associates for Research in the Science of Enjoyment (ARISE) war eine von der Tabakmafia gegründete und finanzierte pseudowissenschaftliche Bude, mit dem Ziel, den Nikotinkonsum als “stressmindernd” darzustellen.

    Dr. Jan Snel arbeitet mit John Luik zusammen. John Luik ist durch und durch Tabakmafia”wissenschaftler” und hat auf der Brüssler “Konferenz” die Desinformationen, die er im Auftrag der Tabakmafia erarbeitet hat, heruntergebetet, was die militante Qualmfraktion offensichtlich in orgasmusähnliche Zustände versetzte. Für denkfähige Menschen jedoch wirkt dieses widerliche pro-Qualm Geschwafel einfach nur abstoßend . Interessantes zu Luik findet man hier:
    http://www.sourcewatch.org/index.php?title=John_Luik

    Was für ein mieses Pack.

    Eine sehr schöne Zusammenfassung der Tabakmafiastrategie, zu der u.a. obige “Wissenschaftler” beigetragen haben, findet man hier:
    http://eurpub.oxfordjournals.org/cgi/content/full/17/2/162

    Die Volksverdummung der Nikotinmafiosi ist in der Demokratie offensichtlich durch das Recht auf “Meinungsfreiheit” gedeckt, jedoch haben diese Mitverbrecher der Tabakmafia nicht das geringste Recht, ihre dreiste Pro-Qualm Popaganda im EU-Parlament zu verbreiten.

    Nebenbei bemerkt: Der Vorsitzende von “TICAP”, Gian Turci, ist kurz nach der Konferenz im Alter von 58 Jahren an den Folgen seiner Raucherkarriere verstorben. Wem das keine Warnung vor diesem Verein ist, dem ist nicht mehr zu helfen.

  4. Bezeichnender Weise hat der immer noch anonyme Betreiber dieses Blogs nicht den Mut, seinen Behauptungen widerlegende Kommentare zu publizieren.

    Redaktion:
    Bezeichnender Weise sind gerade die Propagandablogs des „Netzwerks-Rauchen“ wie z.B „Sackstark.info“ ohne Impressum, und das aus gutem Grund: Dem Blogger geht der Hintern auf Grundeis, für seine dreisten Lügengeschichten verklagt zu werden.

    Bezeichnender Weise sind auch die pseudowissenschaftlichen Pamphlete der „Netzwerks-Rauchen“
    anonym, keiner der Verfasser wagt es, seinen Namen unter das Pamphlet zu setzen, und das aus gutem Grund: Jede Art von Karriere wäre sofort zu Ende, wenn einer der Vorgesetzten dieser Schreiberlinge von diesen Papieren Wind bekäme. Die Schwerstnikotiniker/Innen könnten höchsten noch in der städt. Müllsortieranlage anfangen. Wer einen derartigen unwissenschaftlichen Blödsinn veröffentlicht tut gut daran, seinen Namen nicht zu nennen. Er wäre in Kürze vollkommen erledigt.

    In der Analyse von Snowdon sind alle Daten offengelegt, die Folgerungen sind leicht nachvollziehbar.

    Redktion:
    Nochmal: Warum stellt sich Herr Snowdon nicht einer Diskussion mit den Wissenschaftlern, die er angreift? Auch hier ist die Antwort verblüffend einfach. Herr Snowdon hat wissenschaftllich nichts zu sagen, weil er vom Thema keine Ahnung hat.

    Aber der Blogger zieht es vor, gar nicht auf eine sachliche Diskussion einzugehen, sondern sie ad hominem zu führen.

    Redaktion:
    Ich habe hier in Fakten dargelegt, die belegen, dass Herr Snowdon direkt mit der Tabakindustrie bzw. mit deren korrumpierten Wissenschaftlern zusammenarbeitet. Mit ad hominem hat das überhaupt nichts zu tun.

    Kindergarten.

    Redaktion:
    Richtig. Ein Nikotiniker-Kindergarten. Deswegen mache ich Ihnen ein Angebot: Nennen Sie mir eine einzige von der wissenschaftlichen Fachwelt anerkannte Publikation des Herrn Snowdon zu diesem Thema, und ich werde hier darauf eingehen.

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