Der Herr Ropohl und die Qualmerei

Ropohl:
18 Millionen Deutsche werden entrechtet, europaweit sogar mehr als
100 Millionen. Man verwehrt diesen Menschen das Recht, in
öffentlichen Räumen, Gaststätten und Verkehrsmitteln Tabak zu
geniessen.

Jaja, die armen entrechteten Raucher. Völlig rechtlos stehen sie da
und dürfen einfach nicht mehr tun, was sie Jahrzehnte lang durften:
anderen mit ihrem Gestank auf den Wecker gehen.

Ropohl:
Damit schränkt man ihr Grundrecht auf freie Persönlichkeitsentfaltung
drastisch ein.

Wie kann so ein gebildeter Mensch nur so einen hirnverbrannten
Scheißdreck von sich geben? Wie sieht es eigentlich mit dem
Grundrecht auf freie Persönlichkeitsentfaltung der Nichtraucher aus?
Denkt der Mann auch mal darüber nach? Scheinbar nicht.

Ropohl:
Man begründet diese Menschenrechtsverletzung mit der Behauptung, ein
höherrangiges Gut stände auf dem Spiel, nämlich die Gesundheit der
Nichtraucher. Die Luft in der Umgebung von Rauchern, heisst es, würde
mit  Tabakrückständen versetzt, die, von Nichtrauchern unfreiwillig
(„passiv“) eingeatmet, tödliche Erkrankungen auslösen würden.

Es geht nicht nur um die Belastung mit Schadstoffen, sondern um den
Gestank den Raucher verbreiten. Der stört viel mehr als die relativ
kurzfristige Belastung mit Schadstoffen in Kneipen und Gaststätten.
Was anderes gilt für die Dauerbelastung am Arbeitsplatz.

Ropohl:
Zu dieser Behauptung, die vor rund dreissig Jahren in den USA
erfunden wurde, sind unzählige Untersuchungen angestellt worden, die
durchweg allein auf statistischen Schätzungen beruhen. Ihre
Ergebnisse, widersprüchlich und unter Wissenschaftlern höchst
umstritten, können nicht beweisen, das „Passivrauchen“
gesundheitsgefährlich wäre.

Genau so wenig, wie die Befürworter das Gegenteil behaupten können,
Herr Ropohl. Aber hier stehen zwei Tatsachen im Rauch – äh Raum:
1.: Im Tabakqualm enthält Schadstoffe.
2.: Passivraucher atmen sie ein.

Ropohl:
Trotzdem behaupten Gesundheitsfunktionäre lautstark das Gegenteil und
wollen mit wissenschaftlich fragwürdigen Spekulationen ein Grundrecht
ausser Kraft setzen.

Tut mir leid, ihnen das sagen zu müssen Herr Ropohl, aber das
Grundrecht, andere mit stinkendem Tabakqualm zu belästigen gab es nie
und gibt es nicht

Ropohl:
Wegen eines bloss hypothetischen, unbewiesenen Risikos soll wirkliche
Freiheit geopfert werden.

Von welcher Freiheit faselt dieser Mann denn bloß immer? Doch immer
nur von der Freiheit der Raucher. Haben Nichtraucher keine Rechte und
Freiheiten?

Ropohl:
Die gesetzlichen Rauchverbote verstossen gegen den Rechtsgrundsatz
der Verhältnismässigkeit:
Rauchverbote sind überhaupt nicht geeignet, zusätzlichen
Gesundheitsschutz zu schaffen. Wenn Umgebungsrauch die Gesundheit
nicht gefährdet, sind Rauchverbote nicht nur nicht geeignet, sondern
sie sind sinnlos.

Der famose Hörr Wissenschaftler tut das gleiche, was er den
Befürwortern, der Nichtraucherschutzgesetze vorwirft: er stellt eine
Behauptung als Tatsache in den Raum, die auf Vermutungen beruht.


Ropohl:
Rauchverbote sind nicht erforderlich.

Tatsächlich Herr Wissenschaftler? Warum haben es Generationen von
Rauchern dann nicht in all den Jahrzehnten geschafft, Rauchverbote
durch eine Änderung ihres rücksichtslosen Verhaltens überflüssig zu
machen? Scheinbar sind diese Gesetze doch nötig

Ropohl:
Selbst wenn sie geeignet sind, eine Minderheit empfindlicher
Nichtraucher …

Empfindliche Nichtraucher! Also wer bisher noch nicht gemerkt hat,
wes Geistes Kind dieser Herr ist, der weiß es spätestens jetzt

Ropohl:
vor Belästigung zu schützen, gibt es mildere Mittel, dieses
Schutzziel zu erreichen. Man kann im öffentlichen Raum praktikable
Abgrenzungen von Nichtraucher- und Raucherbereichen vorsehen, die
beiden Seiten die freie Wahl belassen.

So wie das ja Jahrzehnte wunderbar funktionierte? Merkt der Mann denn
noch was?

Ropohl:
Das hatte sich bei den Eisenbahnen seit Jahrzehnten bewährt, bevor
nun auch hier grundlos totale Rauchverbote verhängt werden.

Ach ja, ich erinnere mich wie es in den Abteilen und halben
Großraumwagons stank. Einfach ekelerregend. Hat sich total bewährt

Ropohl:
Der Schaden allgemeiner Rauchverbote steht in einem krassen
Missverhältnis zu einem kaum nachweisbaren Nutzen. Millionen Menschen
werden von der Teilhabe an öffentlicher Geselligkeit und Mobilität
ausgeschlossen.

Der Mann hat ja nicht alle Tassen im Schrank! Niemand wird
ausgeschlossen. Jeder kann teilnehmen. So wie Nichtraucher Jahrzehnte
den Gestank qualmender Raucher ertragen mußten, wollten sie von
öffentlicher Geselligkeit und Mobilität nicht ausgeschlossen sein, so
können jetzt die Raucher in gleichem Maße unter Verzicht ihrer
stinkenden Qualmerei ebenso gut an öffentlicher Geselligkeit und
Mobilität teilhaben. Niemand hindert sie. Wenn Raucher öffentliche
Geselligkeit nur über ihre Qualmerei definieren, müssen sie einem
ohnehin leid tum

Ropohl:
In Arbeitsstätten, Fernzügen, Krankenhäusern und Altenheimen werden
sie zu leidvollem Genussverzicht gezwungen
.

Jessas, jetzt versteh ich den Mann. Das soll eine Satire sein. Und
ich habs nicht gemerkt

Ropohl:
Schliesslich sind Zigtausende von Gaststättenbesitzern in ihrer
wirtschaftlichen Existenz bedroht, und eine traditionelle Kneipen-
und Tabakkultur wird zerstört.

Tut mir leid Herr Wissenschaftler, aber da sind sie mit ihrem
abstrusen und kruden „Wissens-“ und Meinungshintergrund längst
widerlegt. Die Statistik der statistischen Landesämter Bayerns und
Nordrhein-Westfalens besagt das genaue Gegenteil. Seit dem
Rauchverbot sind die Umsätze massiv gestiegen. Ihr Hirn braucht ein
Update.

Ropohl:
Die Organisationsmenschen bei Fluglinien, Verkehrsbetrieben und
öffentlichen Gebäuden missbrauchen die unbegründete Angst vor dem
Tabakrauch als Alibi, um mit allgemeinen Rauchverboten lächerliche
Reinigungskosten einzusparen.

Huch, dann waren die jährl. anfallenden 200.000 € Reinigungskosten
alleine der Verkehrsbetriebe in Stuttgart und nur für die Reinigung
der Gleise von weggeworfenen Kippenstummeln wohl doch nur eine
lächerliche Kleinigkeit. Und ich könnte mir vorstellen, daß die
Beseitigung stinkender Beläge und Ablegerungen durch die Qualmerei
auch nicht gerade lächerlich sind. Aber dörr Hörr Wissenschaftlörr
muß das ja nicht selbst bezahlen

Ropohl:
Dabei bereichern die rauchenden Menschen mit milliardenhohen
Tabaksteuern die Staatsfinanzen.

Unbestritten, ja. Wie hoch die Kosten durch dahinsiechende
Lungenkrebspatienten und durch Qualmerei hervorgerufenen
Herz-Kreislauferkrankungen und Gefäßschäden dabei auf das
Gesundheitssystem drücken, sei mal dahingestellt.

Ropohl:
Das Grundrecht auf freie Persönlichkeitsentfaltung soll auf dem Altar
falsch verstandener Knauserei geopfert werden.

Jetzt hat er aber was anderes geraucht als sonst

Ropohl:
Die Organisationsmenschen gehören zu den so genannten „besseren
Leuten“, und in diesen Kreisen ist das Rauchen aus der Mode gekommen.

Ach so, dann haben sich für die Gesetze also gar keine Raucher
ausgesprochen?

Ropohl:
Die „besseren Leute“ aber haben die Macht im Lande.

Was raucht der Mann denn da für ein Zeug?

Ropohl:
Was sie selbst, mehr oder weniger freiwillig, nicht mehr tun, wollen
sie auch den anderen verbieten: den Friseusen und den Fernfahrern,
den Bürodamen und den Handwerkern, den Verkäuferinnen und den
Arbeitern, kurz, den „kleinen Leuten“, die sich allein nicht wehren
können.

Äh, wie war das noch Jahrzehnte lang, Herr Ropohl? Als Raucher, wo
immer sie gingen und standen, rücksichtslos drauflos gequalmt haben
und Nichtrauchern quasi Vorschriften machten und sich um deren
Grundrecht einen Dreck scherten?
Konnten die sich wehren als die stinkende Qualmerei fast überall
erlaubt war?

Ropohl:
Der Kampf gegen die Raucherinnen und Raucher ist ein neuer
Klassenkampf, ein Klassenkampf von oben:

Ein Wissenschaftler, der solch einen Blödsinn verbreitet, ist ein
Dummschwätzer.
Aber wenn sich dieser Mann mit seinen Gesinnungsgenossen in einem
Unterdrückungs- und Ausbeutungsverhältnis sehen mag, soll er von mir
aus dort bleiben.

Ropohl:
Gesundheitshysteriker und Organisationsmenschen verbünden sich,

Aha, daher weht der Wind. Gesundheitshysteriker. Über Hysterie sollte
der Hörr Wissenschaftlörr sich aber nochmal schlau machen. Auch im
Hinblick auf seine einseitige Sichtweise.

Ropohl:
um ein Drittel ihrer Mitmenschen um Freiheit und Lebensfreude zu
bringen.

Kommen Raucher ins Gefängnis? Müssen sie nun einsam und verlassen
traurig und all ihrer Lebensfreude beraubt zuhause sitzen? Hat der
Herr Wissenschaftler eigentlich auch ein paar Argumente auf der
Pfanne was Suchtkrankheit, Nikotinsucht und durch Nikotinsucht
verursachte gesundheitliche Schäden in Bezug auf entgangene
Lebensfreude für den süchtigen Raucher selbst bedeuten? Oder inbezug
entgangener Lebensfreude und Freiheit durch belästigenden stinkenden
Zigarettenqualm für Nichtraucher? Denkt der Mann auch mal darüber
nach? Nö. Wozu auch? Es geht ja nur um die Lebensfreude und Freiheit
der Gestank verbreitenden Raucher.


Ropohl:
Wie einst die Arbeiterbewegung mit machtvollen Organisationen um ihre
Rechte gekämpft hat, so müssen sich heute die rauchenden Menschen
gegen die zunehmenden Unterdrückungsversuche wehren. Raucher aller
Länder, vereinigt euch!

Ich glaube, der Mann wird weniger wegen der Qualmerei unterdrückt
sondern wegen seiner schlichten und einseitig dämlichen Sichtweisen.
Wer den Kampf der Arbeiterbewegung mit der Durchsetzung der
Interessen der Raucher vergleicht, hat einen Dachschaden.

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