Rauchen-Bayern: Die Irland-Lüge oder wie man den Nichtraucherschutz mit gezinkten Zahlen diffamiert

Rauchen-Bayern, ein der Tabakwirtschaft nahe stehender  Propagandablog der dafür bekannt ist, die abenteuerlichsten Lügengeschichten rund um den krebserregenden blauen Dunst zu verbreiten, übertrifft sich in seinem neuesten Artikel, „Rauchverbote ohne Wirkung“, wieder einmal selbst. Der Blogbetreiber, hinlänglich  auch als militanter Pro-Qualm-Münchhausen bekannt, lügt, dass sich die Balken biegen.

Zunächst einmal beginnt der reisserische Hetzartikel mit der Kardinallüge, Rauchverbote wären hauptsächlich zum Zwecke der Senkung der Raucherzahlen erlassen worden. Das ist natürlich Schwachsinn pur, denn Rauchverbote sind einzig und alleine zum Schutz des Nichtrauchers da, weil bekantlich die jahrzehntelangen  Appelle an die Raucher, auf ihre Mitmenschen Rücksicht zu nehmen, schlichtweg ignoriert wurden. Passivrauch  verursacht die verschiedensten Krankheiten und tötet. Dass die Raucherquoten durch Rauchverbote fallen ist ein Nebeneffekt, den man nicht wegdiskutieren, oder wie in diesem Fall, wegmanipulieren bzw. weglügen kann, wie dies Rauchen-Bayern tut.

Die Zahlenmanipulationen respektive Lügenzahlen, mit denen versucht wird, zu suggerieren, durch Rauchverbote würden Raucherquoten steigen, was natürlich purer Schwachsinn ist, sind nicht den Strom Wert, den der Rechner verbrauchte, während sie eingetippt wurden. So sollen, das behauptet Lungenkrebs-Bayern, angeblich die Raucherzahlen in Irland gestiegen sein.

Auf der grünen Insel ist der Anteil der Raucher von 24 Prozent der Bevölkerung im Jahre 2002 auf 27 Prozent im Jahre 2009 gestiegen. Bis zum Jahre 2002 war der Anteil der Raucher in Irland fallend. 2002 wurde in Irland das dortige Rauchverbot eingeführt. Damit ist der Anteil der Raucher in Irland während des Rauchverbots um 20 Prozent gestiegen.

Die offiziellen Zahlen der Irischen Tabakkontrolle verlautbaren etwas ganz anderes: Tatsächlich sind die Raucherquoten von 25% in 2003 auf 23,5% in 2008 gesunken. Für 2009 gibt es bisher keine offiziellen Zahlen, das was Rauchen Bayern an übler Propaganda verbreitet, ist also nachweislich erstunken und erlogen.

Es ist auch gelogen, dass „in Irland 2002  Rauchverbote engeführt wurden“ . In Irland wurde bereits 1994 ein Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen gesetzlich geregelt und zum 29.03.2004 führte Irland als erstes Land in Europa eine vollständig rauchfreie Gastronomie ein.

Auch wenn es um die Zahl jugendlicher Raucher geht, lügt Rauchen-Bayern, dass es nur so qualmt. Wieder schwadroniert der offenbar an schwerer Pseudologie leidende Qualmblogger grotesken Unfug:

Dies zeigt sich nicht nur bei der Gesamtzahl der rauchenden Menschen in Irland, sondern auch bei jugendlichen Rauchern. Bei den 15 bis 18-jährigen stieg der Anteil von 18,1 Prozent zu Beginn des Rauchverbots auf 21,5 Prozent im Jahre 2008.

Die offizielle Statistik der der Irischen Tabakkontrolle weist  Zahlen für 15-18Jährige gar nicht aus, sondern nur eine Gruppe für Raucher im Alter von 15-24 Jahren. Und in genau dieser Gruppe sind die Raucherquoten von 26% in 2003 auf 21,5% in 2008 gefallen.

Und nun zur dritten Lüge, denn auch die spanischen Zahlen, mit denen der nikotinvernebelte Qualmblogger um sich wirft, sind frei erfunden.

Nach aktuellen Veröffentlichungen des spanischen Statistikinstitutes (INE) rauchen 31,5 Prozent der Einwohner Spaniens über 16 Jahren. Damit hat sich der Anteil der Raucher seit Einführung des Rauchverbotes um 6,7 Prozent erhöht

Aus das ist natürlich wieder vollkommener Schwachsinn, denn Spanien hatte 2006 eine offizielle Raucherquote von 31,6 % bei Männern und 21,5 % bei Frauen, die seither bei Männern kontinuierlich sinkt und bei Frauen gleichgeblieben ist Die Zahlen, die Rauchen-Bayern offensichtlich aus den nikotingelben Fingerchen gesogen hat,  sind nicht mehr als  hanebüchener Schwachsinn.

Die Erfolge der europäischen Tabakkontrollpolitik sind unübersehbar, wenn man wirklich über den Tellerrand schaut, und nicht, wie es Rauchen-Bayern in bester Manier der Netzwerk-Rauchen-Junkscience tut, mit nachweislich falschen Zahlen üble Meinungsmache betreibt, die nahe am Tatbestand der Volksverhetzung liegt.

Als Folge der Maßnahmen zur Bekämp­fung des Tabakmissbrauchs auf EU-Ebene wie auch in den einzelnen Mit­gliedstaaten ging die Zahl der Raucher in den letzten 20 Jahren in 22 der 25 EU-Länder kontinuierlich zurück. Besonders stark rückläufig war in vie­len Ländern die Zahl der Männer, die rauchen. Während beispielsweise 1996 in Polen noch 54 % der männlichen Bevölkerung rauchte, betrug dieser Anteil im Jahr 2003 nur noch 39 %. In Dänemark waren dies 1985 noch 51 %, 2003 aber nur mehr 30 %. Im gleichen Zeitraum (1985 – 2003) sank in Frank­reich die Raucherquote in der männli­chen Bevölkerung von 50 auf 36 %, im Vereinigten Königreich fiel sie von 35 auf 26 % und in Schweden von 30 auf 16 %. Auch bei den Raucherinnen war über diesen Zeitraum in den meisten Mitgliedstaaten die Quote rückläufig.

In den USA, einem Land, in dem  Nichtraucherschutzgesetze bereits mehr als zwei Jahrzehnte in Kraft sind,  sank die Raucherquote seit 1970 kontinuierlich von 50 auf deutlich unter 20 Prozent ab. In Kalifornien, mit besonders striktem Nichtraucherschutz,  rauchen nur noch 8 Prozent der Jugendlichen unter 24. Vergleicht man diese Zahlen mit der Situation  in der Schweiz, wo erst seit kurzem der  Nichtraucherschutz per Gesetz eingeführt wurde,  wird deutlich, warum sich die Tabakindustrie und deren Helfersehelfer so ins Zeug legen, den Nichtraucherschutz zu diskreditieren und zu diffamieren. Dort sind es annähernd 40 Prozent, die im Alter von bis zu 24 Jahren zur Kippe greifen.

Denn es ist keineswegs so, dass ,  wie  von  Rauchen-Bayern als Argument angeführt, „Verbote locken“ . Verbote locken nur Verbrecher, denn sonst müssten ja gerade die Diebstahls-Verbote zu vermehrten Diebstäheln führen, das Verbot, seine Mitmenschen zu töten müsste  der Grund für Morde sein.

Das Argument „Verbote locken“ offenbart etwas sehr Erschreckendes. Wer mit dem Hintergedanken „Verbote locken“ argumentiert, ist in meinen Augen  ein verkappter Schwerverbrecher, der sich anarchistische Zustände in diesem Land herbeisehnt, um seine krankhaften Gelüste  Mitmenschen zu schaden, ausleben zu können. Menschen, die Gedanken wie „Verbote locken“ hegen  sind zutiefst asozial und zugleich gefährliche  Zeitbomben, gegen die der Staat gar nicht genug Gesetze erlassen kann.

Nikotinnörgler auf geistigen Irrwegen

Unter dem URL http://www.gt-worldwide.com/nichtraucherschutz_rauchverbot.html findet sich ein interessanter Artikel, der exemplarisch beleuchtet, wie verworren Gegner von Rauchverboten (die in den meisten Fällen mutmaßlich Raucher sind) bisweilen vortragen und welche überaus absurden geistigen Klimmzüge sie veranstalten müssen, um die uneingeschränkte Suchtbefriedigung weiter zu rechtfertigen.

Unter dem Titel „Übertriebene Rauchverbote fördern Gewaltbereitschaft“ erklärt uns ein Peter Haisenko, dass Rauchverbote nachgerade zwangsläufig zu Gewaltexzessen führen würden. Die erkennbare Nichtvereinbarkeit seiner These mit der Realität erfordert es, sich mit dem Text etwas näher auseinander zu setzen.

Haisenko legt anhand der bekannten Vorfälle in der Münchner U- und S-Bahn dar, dass die jugendlichen Täter z. B. einen pensionierten Schuldirektor legidlich deshalb brutalst zusammengeschlagen und fast getötet hätten, weil er sie auf ein bestehendes Rauchverbot aufmerksam gemacht hatte und er ein Unterlassen ihrer rechtswidrigen Handlungen forderte.

Die Argumentation des Autors, dass das Rauchverbot in öffentlichen Räumen demnach ursächlich für diesen Gewaltexzess sei, ist an Absurdität kaum zu übertreffen. Würde man seiner Denkweise folgen, wären also die Münchner Verkehrsbetriebe letztlich Schuld an der verwerflichen Tat der beiden Jugendlichen und nicht diese selbst. Denn wenn man sie in Ruhe hätte rauchen lassen, wäre ja nichts passiert. Aus dieser Sicht des Herrn Haisenko könnte man nun lernen, dass Wegschauen beim Rechtsbruch und die konsekutive Akzeptanz dessselben sozialadäquates Verhalten wären. Ein wahrlich erschreckender Gedanke.

Im Fortgang seines Textes wirft er weiter mit den altbekannten Scheinargumenten der Hardcoreinkotiniker nach Belieben um sich. Die üblichen Begriffe wie „Prohibition“, „Freiheit“ usw. usf. fallen regelmäßig immer wieder, so auch hier, wobei der Autor einmal wieder neuerlich erfolglos versucht, schlüssige Parallelen zwischen dem Alkoholverbot in den USA in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts und dem heutigen Rauchverbot an öffentlichen Orten zu konstruieren.

Dass derartige Vergleiche genau so regelmäßig kläglich scheitern wie das Konstrukt „Rauchverbot führt zu Gewalt“ sei nur am Rande erwähnt. Schließlich dürfen Raucher ihre Suchtdroge nach wie vor erwerben und sie dürfen sie sogar weiter konsumieren, dies allerdings mit einigen vollkommen gerechtfertigten Einschränkungen. In diesem Zusammenhang von einer „Prohibition“, also einem Totalverbot, zu sprechen, ist vollkommen deplaziert.

Auch der Versuch des Autors, anzuführen, die meisten Amerikaner seien vor dem Rauchverbot Raucher gewesen und man habe durch das Untersagen des Rauchens an öffentlichen Orten den Willen der Mehrheit in den USA auf das Gröbste missachtet, klingt kaum glaubwürdig. Die Raucherquote betrug in USA in den 1970er Jahren 40%, 32% in den 80ern und 24% um das Jahr 2000 herum (Quelle: http://www.gallup.com/poll/109048/us-smo…oming-down.aspx )

Davon, dass die Mehrheit der Amerikaner jemals Raucher gewesen sei, kann man also kaum sprechen. Hier werden wieder Dinge behauptet, die so schlicht und einfach nicht der Wahrheit entsprechen und letztlich nur der Desinformation dienen.

Das nächste sprichwörtliche „Fass“, das Haisenko in seinem Rundumschlag gegen Rauchverbote aufmacht, ist, man ahnt es schon, der mittlerweile vollkommen abgedroschene Verweis auf das Dritte Reich, diesmal kunstvoll erweitert um die „sozialistischen Staaten“.

Das Rauchverbot gebe Menschen die Möglichkeit, so der Autor, andere maßregeln und nach Belieben schikanieren zu können, vorzugsweise um die eigenen „schlechte Laune“ abzuarbeiten und den Frust abzubauen. Und das sei ja schließlich in den Diktaturen auch so gewesen.

Mit diesem Griff in die argumentative Mottenkiste wird wieder einmal neuerlich das Klischee vom misanthropischen Nichtraucher gezimmert, der frustriert und vollkommen einsam in seinen spießig eingerichteten vier Wänden hockt und seinem rauchenden (und daher überaus fröhlichen und geselligen) Nachbarn das Schwarze unter dem Nagel nicht gönnt. Ein abgedroschenes und überaus dummes Zerrbild der Wirklichkeit, das sich aber in Verkennung der Realität hartnäckig in den Köpfen mancher Raucher eingebrannt zu haben scheint.

Und dass Raucher dann aufgrund der Zurechtweisungen der Nichtraucher manchmal mit Gewalt antworten (bis hin zum Mord, wie der Autor schreibt) sei eine logische Folge der ewigen Drangsalierungen und Maßregelungen. So wird mal eben nebenbei ganz schnell auch die Schuldfrage der Täterschaft umgekehrt. Nicht mehr der Raucher, der einen anderen erschlägt, weil der ihn auf ein Rauchverbot hinweist, ist Schuld an der Tat, sondern der Nichtraucher. Der hätte ja auch schweigen können und könnte demzufolge noch leben.

Vielleicht ist der Autor ja mit den Grundbegriffen der Soziologie einfach nicht so vertraut. Daher sei ihm in aller Kürze erläutert, dass Normen wissenschaftlich betrachtet ein Grundbestandteil von Zivilgesellschaften sind. Die Tatsache, dass Normen u. U. gewisse Einschränkungen von Freiheiten darstellen, bedeutet nun in der Folge eben nicht, dass dadurch gleich diktatorische Strukturen geschaffen werden. Und dass eine freiheitsbeschränkende Norm nicht regelmäßig als „faschistisch“ zu bezeichnen ist sollte Herrn Haisenko auch irgendwann mal klar werden.

Völlig ungetrübt von irgendwelcher Sachkenntnis wird es dann, wenn Herr Haisenko anfängt, darüber zu lamentieren, dass Rauchverbote am wirtschaftlichen Niedergang ganzer Gastronomiebereiche ursächlich die Verantwortung trügen. Er stellt hier die These auf, dass die Luft in vielen Nichtraucherlokalen deutlich „schlechter“ sei als in vielen Gaststätten, wo geraucht werden dürfe und dass dies beispielweise das Ende der „Schrannenhalle“ in München gewesen sei. Ganz abgesehen davon, dass der Autor keinerlei wissenschaftliche Definition des Begriffes „schlechte Luft“ darlegen kann oder will oder Kausalitäten vorweisen möchte, warum dieser Betrieb wirklich schließen musste, es spricht alleine schon die Plausibilität gegen diese Annahme.

Unter nachfolgendem URL finden sich Analysen von Schadstoffkonzentrationen in bayerischen Gastronomiebetrieben vor dem Rauchverbot: http://www.lgl.bayern.de/gesundheit/umweltmedizin/tabakrauchbelastung.htm. Dort wo strukturell mehr geraucht wird (Kneipe, Pub, Disco) sind die Schadstoffkonzentrationen signifikant höher als in Restaurants, wo tendenziell viel weniger geraucht wird.

Auch der Verweis, dass sich nun statt Rauchgestank andere Gerüche sich in den Kleidern festsetzen ist absurd. Der Geruch von „altem Frittenfett“, der wie es Haisenko erklärt, nun die Mäntel der Gäste zum Stinken bringe, dürfte weniger Atemwege reizend oder Krebs erregend sein, als die unzählingen Toxine und mehreren Dutzend Kanzerogene im Tabakrauch.

Völlige Unwissenheit offenbart Herr Haisenko dann am Ende dieses Absatzes, wenn er behauptet, durch die Abwesenheit von Tabakrauch bestehe ein höheres Infektionsrisiko mit Influenza, insb. der sog. „Schweinegrippe“. Hier sei dem Autor lediglich empfohlen, sich einmal ganz oberflächlich mit der mittleren Reichweite einer Tröpfcheninfektion zu befassen. Außerdem sei der Hinweis erlaubt, dass Tabakrauch zwar Menschen tötet, dies aber erst nach Jahren, aber bei Viren kaum zur schnellen Desinfektion geeignet ist. Demnach ist davon auszugehen, dass auch tabakrauchbelastete Luft infektiös wäre, wenn denn dieser Ausbreitungsweg überhaupt gegeben ist.

Am Ende seines Textes greift Haisenko nochmals die alte Forderung der Nikotinsüchtigen auf, die nach der freien Wahl des Wirtes:

„Jedem Wirt muss das Recht zustehen, selbst zu bestimmen, ob er sein Einkommen lieber von Rauchern oder Nichtrauchern bezieht. Es ist dasselbe Recht, das jeden selbst entscheiden lässt, ob in seiner Wohnung geraucht wird oder nicht.“

Und auch hier irrt er wieder. Wer eine öffentliche Gaststätte betreibt, hat eben nicht die uneingeschränkte Wahlfreiheit wie ein Privatmann, denn schließlich bietet der Gastwirt öffentlich eine Dienstleistung an und dieses Angebot ist eben nun einmal gesetzlich zu regeln. Und eine dieser Regelungen kann ein staatlich angeordnetes Rauchverbot auf der Basis bestehender rechtmäßig zu Stande gekommener Gesetze sein. Denn kein Gastronom erzielte je sein Einkommen nur mit Rauchern, dazu ist der Anteil der Raucher in der Bevölkerung schlicht zu gering. Es waren immer auch Nichtraucher in den verrauchten Kaschemmen anwesend, die dann nolens volens mitrauchen mussten.

Ganz zum Schluss folgt nochmals die unselige Umkehrung der Schuldfrage, die sich durch den Text zieht wie ein roter Faden:

„Das Rauchverbot fördert Intoleranz. Es hindert Menschen daran zu erkennen, dass ihre Handlungen von der Freude bestimmt sind, andere wegen vermeintlicher Fehltritte mit gutem Recht zurechtweisen zu dürfen. So etwas kann dann schon einmal in einem Leserbrief in der TZ (München) gipfeln, in dem eine Frau fordert, doch unbedingt dafür zu sorgen, dass das Rauchen auf einem offenen Bahnsteig auf dem Land verfolgt und geahndet wird. Hier geht es mit Sicherheit um Niemands Gesundheit. Es geht ausschließlich darum, sein Recht wahrzunehmen, einem anderen etwas verbieten zu dürfen. Das Rauchverbot ermöglicht dieses Verhalten. Es verführt Menschen mit solchen Neigungen, diese auszuleben. Das bringt sie in Konfliktsituationen, deren Ausgang sie nicht absehen oder kontrollieren können. Oftmals vergessen sie, eine angemessene Form zu wählen, denn sie wissen das Recht auf ihrer Seite.
Wenn jemand unter freiem Himmel, mit genügend Raum zum Ausweichen, einen anderen mit Hinweis auf das Recht, zum Nichtrauchen auffordert, ist es schwierig für einen aufbrausenden Charakter, gelassen zu reagieren. Vor allem deswegen, weil der Gescholtene hilflos anerkennen muss, dass der Mahner ein zwar völlig unsinniges, aber dennoch subjektiv zur Geltung erhobenes Recht auf seiner Seite hat. Der Konflikt, oder bestenfalls eine Stille Verwünschung sind programmiert.“

Also ist wieder einmal nicht der „aufbrausende Charakter“ des Gescholtenen Schuld an der Eskalation, weil der sich eben nicht im Griff hat und sozial unangemessen reagiert, sondern derjenige der die Einhaltung der Regeln angemahnt hat. Diese Sichtweise wäre in der Tat ein Grund, alle Regeln einfach abzuschaffen, dann gäbe es auch keine Konflikte mehr.

Und die Tatsache, dass Haisenko aus plakativen Gründen hier auf ein Randthema verweist (Rauchverbot unter freiem Himmel) das sicher nicht unumstritten ist, zeigt wieder die Irrationalität und der Kardinalfehler seiner Argumentation: Schuld ist immer der nach Lesart des Autors lustfeindliche „militante Nichtraucher“ oder wahlweise der, der die freiheitsbeschränkende Norm erlassen hat. Der Raucher dagegen ist regelmäßig schuldlos zu stellen. Er ist kein Täter, er ist Opfer. Opfer einer pervertierten, drangsalierenden und im Kern zutiefst unfreien Gesellschaft. Man ist immer wieder fassungslos, wie Menschen solch hanebüchenen Unsinn schreiben können wie Herr Haisenko im vorliegenden Text.

Quelle:  http://www.peter-rachow.de/rauchernoergler.htm

Die widerliche Hetzkampagne gegen den Nichtraucherschutz treibt neue Blüten: „Übertriebene Rauchverbote fördern Gewaltbereitschaft“, behauptet ein Raucher, der Mörder in Schutz nimmt

Es ist erschreckend, mit welchen Argumenten militante Raucher gegen den Nichtraucherschutz wettern. Da werden Täter und Opfer mal kurz vertauscht, als ob es das Normalste der Welt wäre. Da wird jemand umgebracht und ist mehr oder weniger selber schuld, weil er einen friedlichen Mitbürger auf ein Gesetz aufmerksam macht und damit provoziert. Ich frage mich, ob Flugkapitän a.D. Peter Haisenko generell Verbote (Mord, Diebstahl, etc.) ablehnt, weil sie potentielle Verbrecher ja ohnehin nur provozieren. Wie süchtig nacn Nikotin muss man sein, um derart absonderlich zu fabulieren?

Das, was Haisenko an Gedankengut in ihre Artikel ergossen hat, könnte auch aus den Thinktanks der Tabakindustriemafia-Werbestrategen stammen. Eine widerlich Hetzschrift. Beginnend mit der Verherrlichung des der Nikotinsucht als Freiheit, über die Behauptung, die die Tabakindustrie erfunden hat, Rauchverbote würden die Bevölkerung spalten bis hin zu geistigenm Tiefseetauchen mit der Behauptung, Raucher hätten schon immer Rücksicht gegenüber ihren nichtrauchenden Mitmenschen geübt. Da irrt der Herr Haisenko, und zwar gewaltig, mit jedem Satz, den er vor sich hin phantasiert. Es scheint der Wunsch Vater seiner Gedankengänge zu sein, andere Ursachen scheiden aus, ausser vielleicht, dass Nikotin der geistigen Leistungsfähigkeit absolut nicht zuträglich ist.  

Wie süchtig nach Nikotin muss man sein, um abscheuliche Verbrechen einem Gesetz in die Schuhe zu schieben, das die Bevölkerung vor der Vergiftung ihrer Atemluft durch toxischen Tabakqualm schützen soll, Herr Haisenko?

Wissen Sie, was Sie nicht habenHerr Haisenko? Anstand. Anstand gegenüber den Angehörigen der Menschen, die von diesen rauchenden Gewaltverbrechern ermordet wurden. Sie sollten sich schämen, mit ihrem widerlichen Geschreibsel Gewaltverbrecher in Schutz zu nehmen und diese rücksichtslosen Kriminellen Täter zu Opfern hoch zu stilisieren. Sie ermutigen geradezu weitere Kriminelle, ihren krankhaften Hass auf Mitmenschen einem angeblich sinnlosen Gesetz in die Schuld zu schieben und dem Nächsten Unschuldigen den Schädel einzuschlagen, der Sie bittet, den Nichtraucherschutz zu beachten.

Das Geschreibsel des Herrn Haisenko sieht aus wie die Reaktion eines in die Enge getriebenen Tieres. Wildes um sich Beissen ohne die eigene Situation zu reflektieren. Intolerant, militaristisch und verlogen egoistisch. Intoleranz, Egoismus und Militarismus finden sich meiner Erfahrung nach eher auf der Raucherseite. Wo gibt es ein Grundrecht auf aktive Körperverletzung und wieso wird hierfür Toleranz erwartet? Kein Raucher wird des Rauchens wegen diskriminiert.

Das Stündchen der Qualmfanatiker

Einige wiklich eloquenten Beiträge, mit einer geradezu erschlagenden Logik, die ein offensichtlich schwerstnikotinabhängiger Qualmfanatiker, der sich „Aranita“ nennt, ins Selbsttherapieforum des Hetzwerks Rauchen absonderte, möchte ich der werten Leserschaft nicht voranthalten. „Aranita“ ist scheinbar einer, der seinen Mitmenschen gerne „Lektionen“ erteilt.

Lektion 1: Die Faschismuskeule

Was den Irren mit seinem anonymen Blog betrifft, so ist es das beste, diesen schwer kranken Fanatiker nicht zu viel Beachtung zu schenken. Sonst geht der in seinem Wahn noch einmal so weit und seine Krankheit bricht auch im wirklichen Leben aus. Momentan ist er ja nur ein dummer kleiner Tastaturcholeriker, dessen Gedankengut typisch „1000jähriges Reich“ ist. Der hätte ohne mit der Wimper zu zucken seine Mitmenschen an die Gestapo denunziert und sich wahrscheinlich einen dabei runtergeholt wenn die Menschen dann umgebracht worden wären. Der ist nichts weiter als ein kleines, widerliches und feiges Arschloch.

Lektion 2: Schon wieder die Faschismuskeule.

Wieso könntest du die Wände hochgehen, wenn versucht wird, geltendes Gesetz durchzusetzen? Wenn Gesetze, wie zum Beispiel dass man die öffentlichen Straßen nicht einfach mit Müll zuschütten darf, nicht kontrolliert werden, wozu brauchen wir sie dann?

Du hättest sicher einen exzellenten Blockwart abgegeben. Du hättest sicher auch „Republikflüchtlinge“ erschossen, denn das war ja Gesetz. Mit was für einem widerlichen Gesocks ich den Planeten teilen muss auf dem ich lebe, ist erschreckend.

Lektion3: Die Faschismuskeule. Hübsch ausgeschmückt mit mannigfaltigen griffen in die Fäkalkiste.
„Getroffen – Versenkt“ könnte man sagen. Beim anonymen Soldschreiber der Pharmafreunde von
http://tinyurl.com/y8zf8yp ist jedenfalls ein deutliches Aufheulen zu vernehmen!

Dieser Irre ärgert sich, dass er 80 Jahre zu spät geboren wurde, der hätte so gerne jeden Juden, jeden Schwulen, jeden Zigeuner denunziert und dabei sein debiles Grinsen aufgesetzt, wenn die Menschen dann abgeführt worden wären. Hat doch der Führer gesagt, dass der Jude den aufrichtigen Deutschen zum Tabakrauch verführt. Und wenn nicht der Jude, dann der Zigeuner. Und wenn nicht der Zigeuner, dann der Schwule. Aber er hätte dafür gesorgt, dass dieser rauchende Abschaum seine gerechte Strafe bekommt. Heute kann er nur anonym im Internet Müll ablassen und das ärgert ihn. Ihn ärgert, dass er nicht einmal mit seinem Namen zu seinen Ergüssen im Internet stehen kann. Denn insgeheim weiß er, dass die in seinen Augen korrupten weil rauchenden Richter ihn verurteilen würden. Also schreibt er anonym. Da sitzt er dann vor seinem Computer, der Sabber rinnt ihm aus dem Mundwinkel – hektisch tippt er, denn sein Soll ist heute noch nicht erfüllt, er hat erst 4 Wirte denunziert auf den Seiten der Antitabaklobby. 10 müssen es noch werden, sonst plagen ihn wieder seine Albträume.Er träumt davon, nach draußen zu gehen, Raucher zu provozieren und ihnen dann seine Fast ins Gesicht dreschen. Doch insgeheim weiß er, dass die Stimmen auch dann keine Ruhe geben werden. Sie treiben ihn immer mehr in den Wahnsinn. In den wenigen geistig hellen Minuten, die er noch hat, weiß er, dass er dringend Hilfe braucht, aber die lustigen bunten Tabletten helfen ihm wieder und dann geht er wieder daran an sein Tagewerk, dem Denunzieren von rauchenden Menschen. Dabei lächelt er sogar etwas. Und träumt wieder von einem 1000jährigen Reich, in dem jeder Bürger das Recht haben soll, Raucher sofort zu erschießen.

Lektion 4: Wer sich nicht gerne vollqualmen lässt, ist ein Vollidiot.

Ansonsten bin ich entsetzt darüber, wie eine populistisch-verbotswütige technikfeindliche Splitterpartei es mit ihren Lügen geschafft hat, über 1 Million Vollidioten dazu zu bringen, für Verbotswahn zu unterschreiben.

Es fällt dem geneigten Leser wahrlich  sehr schwer, unter all diesen Perlen phantasievoller Rabulistik die schönste zu benennen. In ihrer munter-hanebüchenen Irrationalität sind sie eigentlich alle atemberaubend, was dem Forum der neurotisierenden Qualmfanatiker  den Charme einer intellektuellen Mülleponie und den damit einhergehenden, satten Hautgout verleiht.

Zwar sind dies nur einige wenige Beispiele der überragenden Diskussionskultur, mit der „Aranita“  seine recht  einfach gestrickten Denkstrukturen ohne lange Umschweife klar und deutlich offenbart. Denn die Messages, die er gebetsmühlenartig in die Hirne seiner Mitsüchtigen einhämmert, sind so  erchreckend wie  primitiv.
Primitiv sind auch die wenigen, dem Jargon übelster Angriffe der Tabakindustrie auf den Nichtraucherschutz aus den 80er und 90er  Jahren entlehnten Vokabularien und Lügen,  mit denen er verbal auf den Nichtraucherschutz einschlägt. “ Reductio ad Hitlerum“ ist das Motto, mit dem „Aranita“ die Zwangsbegasung der Bevölkerung rechtfertigt, und das ist einfach nur widerlich. Denn damit werden die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die ein teuflisches Terrorregime unter der Führung eines abartigen Gewaltverbrechers  verübt hat, verharmlost. Eine Tatsache, die in naher Zukunft ein Fall für den Staatsanwalt werden dürfte. In der Summe lebt „Aranita“ nur gerade einmal vier Kernbotschaften, auf die sich  all seine Ergüsse   kurz und knapp reduzieren lassen.

1. Nichtraucherschützer sind krank.

2. Nichtraucherschützer sind Faschisten/Nazis.

3. Nichtraucherschützer sind gewalttätig.

4. Tabakqalm ist ungefählich, egal wer ihn einatmet.


Es gibt Augenblicke, da beginnt man doch tatsächlich zu vermuten, die Mitglieder  dieses aberwitzigen Vereins glaubten wahrhaftig an die von ihnen so mühevoll erschaffene Phantasiewelt.

Kurzum: Das Hetzwerk-Rauchen ist DER Tip für alle, die an der Psychopathologie des postmodernen, suchtgezeicheten Menschen interessiert sind, können sie bei der Lektüre doch praktisch die Verschmelzung von Wahn und Wirklichkeit live miterleben.