Verbotswahn.de – Ein neues Megaphon des Pro-Qualm-Propagandazwergs

Ein Pro-Qualm Propagandazwerg braucht ständig neue Megaphone, die alten nützen sich offensichtlich zu schnell ab.

Die Zahl der Internetrepräsentanzen, die der Betreiber von „Rauche-Bayern“ mittlerweile unterhält, erhöht sich ständig. Der Betreiber dieses militanten Pro-Qualm Werbe- und Propagandablogs, der sich irreführend selbst als „Newsdienst“ bezeichnet, eröffnete unlängst einen neuen Blog, den er „verbotswahn.de“ titulierte. Nebenbei ist Rauchen-Bayern auch noch Betreiber und 2. Vorsitzender des mit der Tabakindustrie verflochtenen BVGG – Bundesverbands für Genuss in der Gastronoimie, eine vom Verband der Deutschen Zigarrenindustrie mitinitiierte und vermutlich auch teilfinanzierte Raucherclub-Dachorganissation, die analog dem Bayerischen VEBWK
agiert. Denn auch beim VEBWK – „Verein zum Erhalt der Bayerischen Wirtshauskultur“ zieht bekanntlich einer der größten Bayerischen Tabakwarenhändler und Automatenaufsteller die Fäden im Hintergrund, sowohl organisatorisch und durch buchhalterische Tricks vermutlich auch fnanziell, denn die Klientel muss ja irgendwie am glimmen gehalten werden, damit der Laden brummt.

In „verbotswahn.de“ kocht Aranita, wie sich der Pro-Qualm-Münchausen selbst nennt, seine abgeschmackten Storys um die vermeintliche Passivrauchlüge in gewohnter Art und Weise neu auf, und garniert sie mit dem einen oder anderen Lügen-Geschichtchen, um dem dumfbackigen Gelaaber um den toxischen blauen Dunst einen neuen Anstrich zu geben. Verkauft wird alter Wein in neuen Schläuchen.

Es wäre geradezu vermessen, das Nullgeschwurbel von „verbotswah.de“ als Pseudowissenschaft zu bezeichnen, denn diese Bezeichnung wäre für das, das der parareligiöse Qualmdogmatiker „Aranita“ fabuliert, eine Ehrung der besonderen Art. Aranita bietet auf verbotswahn.de ohne Sinn und Verstand zusammengetragenen Informationsmüll, der oft weit in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts zurückreicht, einer Zeit, in der die Tabakindustrie selbst noch an der Verharmlosung des Passivrauchs bastelte, obwohl den Tabakkonzernen die Tödlichkeit des Passivrauchs seit den 70er Jahren vollends bewusst war.

Auch verbreitet „verbotswahn.de“ gebetsmühlenartig die schäbige Propaganda des Netzwerks-Rauchen, damit einhergehend eine pseudowissenschaftliche Debatte, die von einem gewissen Herrn Ropohl losgetreten wurde, um eine der angesehensten Deutschen Forschungseinrichtungen zu diffamieren. Wie lächerlich die die Veröffentlichungen dieses Herrn Ropohl sind, ist hinlänglich bekannt.
In dem nachfolgenden Artikel kann der geneigte Leser einem Artikel von Dr. Joseh Kuhn vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit über die Fakten dazu informieren.

Pseudowissenschaftliche Debatten werden auch bei einer gut entwickelten Infrastruktur der Risikobewertung und -kommunikation nicht verschwinden, sie gehören zur unvermeidlichen Geräuschkulisse von Risikodiskursen in einer pluralistischen und auf Meinungsfreiheit ausgerichteten Gesellschaft. Im besten Fall tragen sie zu einer Selbstvergewisserung wissenschaftlicher Methoden und einer stringenteren Grenzziehung seriöser Wissenschaft bei. Man könnte an dieser Stelle einwenden, dass die Identifikation von Aussagen als „pseudowissenschaftlich“ grundsätzlich problematisch ist, setzt sie doch einen fest verankerten Standpunkt der „Wissenschaftlichkeit“ voraus, ein unumstößliches Fundament der Objektivität, das keiner historischen Veränderung unterliegt. In der Tat fällt bei manchen Sachverhalten (z.B. alternativen Heilverfahren) die Abgrenzung zwischen Wissenschaft und Pseudowissenschaft schwer und nicht wenig, was früher einmal als wissenschaftlich akzeptabel galt, ist heute als unwissenschaftlich abgeschrieben. Schon der Begriff „Pseudowissenschaft“ ist zudem normativ so aufgeladen und war historisch oft in so schlechter Gesellschaft, dass er leicht seine eigenen Verwendungskontexte diskreditiert . Diese Grauzone und die damit verbundene potenzielle Legitimation der „anderen Sicht der Dinge“ kann die Ropohlsche Darstellung allerdings nicht für sich in Anspruch nehmen, ihre Unwissenschaftlichkeit ist trivialerer Art. Ropohl teilt mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum durchaus das gleiche Wissenschaftskonzept, er hält sich nur nicht daran, wenn er sich zum Thema Passivrauchen äußert.


Wenn es um das Thema Passivrauchen geht, sollte man sich an das halten, was Fachleute dazu sagen.

„Gerade bei der praktischen Umsetzung des Nichtraucherschutzes in den Unternehmen besteht oft Unsicherheit und Informationsbedarf auf allen Seiten“, erklärt Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). „Dies betrifft die Beschäftigten, die Betriebs- und Unternehmensleitungen aber auch die Personal- und Beschäftigtenvertretungen. Hier sind Informationen und praktische Umsetzungsvorschläge wichtig. Deshalb haben wir einen Leitfaden für Betriebsleitungen und Personalvertretungen und eine Informationsbroschüre für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entwickelt“, so die Direktorin der BZgA.

Passivrauchen ist keine zu verharmlosende Angelegenheit. Selbst nach Verdünnung in der Luft sind die Konzentrationen der krebsauslösenden Stoffe im Tabakrauch noch so hoch, dass Passivraucher im Verlauf eines Tages so viele krebserregende Stoffe aufnehmen, als ob sie selbst mehrere Zigaretten geraucht hätten. So ist es nicht verwunderlich, dass in Deutschland Schätzungen zufolge jährlich etwa 400 Menschen allein an Lungenkrebs durch das unfreiwillige Einatmen von Zigarettenrauch versterben. Wer über mehrere Jahre in stark verrauchten Räumen arbeitet, hat ein doppelt so hohes Risiko an Lungenkrebs zu erkranken wie jemand, der in nicht verqualmten Räumen arbeiten kann.

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