Gewaltausbruch: Raucher prügeln mit Schlagstock auf Fahrgast ein

Bochum – Mit einem Schlagstock prügelten fünf jugendliche Raucher einen 52-jährigen Fahrgast krankenhausreif. Auslöser war die Bitte, das Rauchen in der Straßenbahn einzustellen.

Ein 52-jähriger Fahrgast einer Bochumer Straßenbahn hatte eine Gruppe von Jugendlichen gebeten, das Rauchen innerhalb der Straßenbahn einzustellen. Nachdem die Gruppe der Bitte nicht nachgekommen war, wurde sie vom Schaffner über die Lautsprecheranlage ermahnt. Daraufhin attackierte die Gruppe den Fahrgast. Mit einem Schlagstock prügelte einer der Täter auf das Opfer ein und drohte damit, den Mann umzubringen.

Die Täter flüchteten, als sie bemerkten, dass die Polizei gerufen wurde. Dennoch gelang es, den mutmaßlichen Täter, einen 18-jährigen jungen Mann, zu ermitteln. Dieser war angetrunken und wurde von der Polizei zur Ausnüchterung in Gewahrsam genommen. Das Opfer musste im Krankenhaus behandelt werden.

Dieser erneute und schockierende Gewaltexzess von Nikotinsüchtigen, die sich nicht an Rauchverbote halten und ihre Mitmenschen terrorisieren, macht deutlich, welches Aggressionspotenzial die Sucht nach der Droge „Nikotin“ fördert. Nach der Häufung derartiger Vorfälle in den vergangenen Monaten, die sich durch brutalste Gewalt und Menschenverachtung auszeichnen, muss die Frage gestellt werden, wie weit es noch kommen muss, bis der Gesetzgeber diesem Treiben mit hartem Durchgreifen und ernstzunehmenden Strafen ein Ende setzt.

Quelle: Pro Rauchfrei e.V.

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