Fairness für Raucher – Die Perversitäten der Tabaklobby: Jetzt soll auch noch die Bavaria von Tabaklobbyisten verhüllt werden. Eine Vergewaltigung der besonderen Art.

Die Interessengemeinschaft „Fairness für Raucher“ hat bei der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung einen Antrag auf Verhüllung der Bavaria gestellt. Die Bavaria in Trauer soll allen bayerischen Bürgern zeigen, dass jedes Verbot auch mit einem „Verlust an Freiheitsrechten verbunden ist“.

Hier stellt sich zunächt die Frage: Warum sollten Raucher die Freiheit zur Vergiftung ihrer Mitmenschen haben?

Die Tabaklobby in Deutschland hat schon immer versucht, die “Freiheit” für sich ins Feld zu führen. Letztlich will sich die Tabaklobby die “Freiheit” an die Brust heften, um damit Stimmung gegen (Rauch)Verbote zu machen. Diese Masche ist nicht neu, und die damit verbundene Perversion des Begriffs „Freiheit“ ist ein Faustschlag ins Gesicht derer, deren Gesundheit durch Tabakqualm massiv geschädigt wird.

Die von der Tabaklobby gerne lautstark propagierte Freiheit für Raucher soll keineswegs den Rauchern die Freiheit zurückgeben. Die Tabakdrogenproduzenten und -verkäufer stellen eine ungehinderte Suchtbefriedigung als Freiheit dar. Dabei zeigt sich die wirkliche Freiheit doch erst dann, wenn der süchtige Raucher einmal für gewisse Zeit ohne Glimmstängel auskommen will oder muss.

Wer die Freiheit stärken will, der sorgt dafür, dass die Macht der Tabaklobby eingedämmt wird und wirtschaftliche Interessen nicht länger vor das Wohl der Menschen gestellt werden.

Der Pressesprecher von „Fairness für Raucher“, Heinrich Kohlhuber, ein einschlägig bekannter und mir der Tabaklobby kooperierender Ex-Gastronom, dem nachgesagt wird, dass er schon lange, bevor der Nichtraucherschutz in der Gastronomie überhaupt zur Diskussion stand, von ihm geführte Betriebe in die Pleite manövrierte, sagte:

„Beim Volksentscheid am 04. Juli geht es nicht nur um ein totales Rauchverbot, sondern primär um den Verlust von Freiheitsrechten. Denn nach dem Rauchverbot kommt ein totales Alkoholverbot und danach geht es dem Schweinebraten an den Kragen. Jeder mündige, bayerische Bürger sollte selber entscheiden dürfen, welche Gewohnheiten ihm lieb sind und wie er sein Leben leben will“.

Hier versucht die Tabaklobby respektive deren Helfershelfer mittels  altbekannter platter Sprüche, Unwahrheit  und Übertreibung eine Hetze übelster Art gegen den Nichtraucherschutz. Die Botschaft, die diese skrupellosen Nikotinpropagandisten, die über Leichen gehen, verbreiten, ist auf einen  groß angelegten Bauernfang ausgerichtet und lautet „Magst Du Schweinsbraten, dann musst Du Nein ankreuzen“. Ob die Verfechter der Körperverletzung durch Passivrauch und des Passivrauchtotschlags mit diesem Unsinn  ein Paar Stimmen abräumen, sei dahin gestellt. Aber derlei populistische Täuschungsmanöver und Desinformationen sind typisch für die militanten Mitläufer der Tabaklobby, die noch nicht einmal mehr Skrupel haben, mit der Tabakindustrie gemeinsam weiter für die Vergiftung des Gastronomiepersonals einzutreten.

Beim Volksentscheid geht es nicht nur um den Tabakrauch, es steht unser aller Leib und Leben auf dem Spiel. Nach der Abschaffung des Rauchverbots streben die Krankheitslobbyisten die schleichende Abschaffung des Körperverletzungsverbots, des Trunkenfahrverbots und des Gammelfleischverbots an. Jeder mündige, bayerische Bürger sollte selber entscheiden dürfen, ob ihm seine Gesundheit lieb ist und ob er leben will oder nicht. Wer nicht mit Ja stimmt, bringt sich und andere in akute Lebensgefahr! So jedenfalls war es in einem Kommentar bei Facebook zu lesen. Diese nicht ganz ernst gemeinte Übertreibung wäre die richtige Antwort auf die Plattitüden des Herrn Kohlhuber, dessen eindeutige Verbindungen zut Tabaklobby bestens bekannt sind und über dessen zwielichtige Machenschaften die Öffentlichkeit noch viel zu wenig informiert ist.

Wir erinnern uns: Herr Kohlhuber war längere Zeit Geschäftsführer des VEBWK, “Verein zum Erhalt der Bayerischen Wirtshauskultur” Dieser Verein ist dem informierten, mündigen Bürger der Inbegriff des Tabaklobbyismus schlechthin. Der VEBWK ist Raucherclub-Scheinverein, bei dem ein Süddeutscher Tabakwarengroßhändler die Fäden im Hintergrund zieht. Derzeit amtiert Herr Kohlhuber als 1. Vorsitzender beim BVGG, “Bundesverein für Genuss in der Gastronomie”, der von der deutschen Tabakindustrie mitbegründet und vermutlich auch gesponsort wurde. Denn Rainer Göhner, Vorsitzender des Bundesverbands der Zigarrenindustrie, ist Mitbegründer dieses Vereiens. Darüber hinaus ist Rainer Göhner Geschäftsführer der Arnold André GmbH & Co. KG, die tödliche Tabakprodukte herstellt und vertreibt.

Die Bavaria steht seit mehr als 150 Jahren immer draußen vor den Bierzelten und hat sich noch nie beschwert. Wären seit jeher Raucher so rücksichtsvoll und würden zur Suchtbefriedigung an de frische Luft gehen, bräuchte man in der Tat kein Rauchverbot. Da es von jeher, insbesondere bei einer radikalen Minderheit der Raucher schon immer an der nötigen Einsicht fehlte, wurde eine gesetzliche Verankerung des Nichtraucherschutzes unabdingbar.

Es bleibt zu hoffen, dass die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung den Perversitäten der Tabaklobbyisten, die keine Skrupel haben, den Freiheitbegriff und jetzt auch noch Symbole der Freiheit für ihre miesen Zwecke zu vergewaltigen, eine Abfuhr erteilt. Und das kostenpflichtig!

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