Der Schwachsinn vom Rauchen als „antifaschistischer Akt“

So mancher Raucher kennt offenbar nichts anderes als billige Polemik, wenn es darum geht seine Sucht zu verteidigen und dabei zu behaupten, andere kämen nicht zu Schaden. Die bezahlten Helfer der Tabak-Nikotindrogenindustrie versuchen auf allen Ebenen und mit allen Mitteln – teilweise mit dümmlichsten Argumenten – dazu beizutragen, dass diese Drogenindustrie nicht untergeht

Sie werden es nicht schaffen, eine aufgeklärte Bevölkerung – wie in der Vergangenheit gesche.hen – weiter zu verdummen. Auch die dreiste Verharmlosung des Zwangsmitrauchens („Passivrauchens“) mit unhaltbaren Argumenten von Herrn Bretschneider hilft dabei nicht.

Wir gehen erfreulicherweise unaufhaltsam – auch gegen den Widerstand der Helfer in der Politik – einer rauchfreien Gesellschaft entgegen.

Aber schreiten wir zur Analyse dieses dummdreisten Propagandalehrstücks, das denkenden Menschen veranschaulichen sollte, was Nikotinkonsum aus manchen Menschen macht: Roboter, die jeden Mist, der ihnen irgendwie zur Rechtfertigung ihrer Sucht in den Kram passt, unbedarft nachplappern.

Der Autor beginnt sein Glanzstück mit einer Anekdote der besonderen Art:

Der Soziologe Peter L. Berger hat mir bei einem seiner Wienaufenthalte eine interessante Geschichte erzählt. Vor Jahren sei – ausgerechnet auf einer Konferenz in Kuba – das Thema „Raucherbekämpfung“ diskutiert worden. Das bislang gebrauchte Argument, Raucher kosteten den Staat wegen ihrer Gesundheitsschäden mehr Geld (als Nichtraucher) war schleißig geworden; schließlich sterben Raucher, statistisch gesehen, früher und „kosten“ infolge kürzeren Pensionsgenusses unter Umständen sogar weniger. Da verfiel man auf eine andere Schädlingsargumentation: Sie schadeten mit ihrem Rauch „unschuldigen Opfern“. Damit wäre ihr unmoralisches Verhalten erwiesen. Das Thema „Schäden durch Passivrauchen“ trat seinen medialen Schwadenumzug um Teile der Welt an.

Herr Bretschneider, was tut ein Wissenschaftler, wenn er sich in einer Sache kundig machen will? Richtig. Er recherchiert. Die Anekdote ihres Freundes Berger mag sich ja ganz nett anhören, aber leider ist es von vorne bis hinten nichts Anderes als eine zusammenhanglose Aneinanderreihung von haltlosen Mutmaßungen und Hypothesen, die bei genauerem Hinsehen jeglicher Grundlage entbehren.

Der Begriff des „Passivrauchens“ musste nicht erst erfunden werden. Er war schon von den Nationalsozialisten benutzt worden.

Herr Bretschneider, Ihnen ist schon bekannt, dass die Nationalsozialisten auch die Marke „Volkswagen“ erfunden haben.

Unter dem militanten Nichtraucher Hitler gab es ja bekanntlich eine massive Antiraucherkampagne (Plakate erklärten, dass „Juden, Afrikaner, Inder, lockere Frauen und dekadente Intellektuelle“ diese schlechte Gewohnheit hätten). Hitler selbst rauchte als junger Mann und „Künstler“ zwei Packungen pro Tag, musste aber wegen Geldmangels aufgeben.

Herr Bretschneider, Geschichte scheint nicht ihre Stärke zu sein. Hitler war ein diktatorischer Schwerverbrecher und kein „militanter Nichtraucher“. Ein Blick in jedes Geschichtsbuch wird Ihnen beim Verständnis der Zusammenhänge hilfreich sein.

Danach versuchte er die Menschen vom Rauchen abzubringen (bei Hermann Göring und Eva Braun scheiterte er).

Hitler versuchte also die Menschen vom Rauchen abzubringen. Aha. Als ergänzende Lektüre zu Snowdons Propagandawerk sollten Sie sich das Buch „Die Reemtsmas – Geschichte einer deutschen Unternehmerfamilie“ des Historikers Erik Linder, das den wirtschaftlichen Aufstieg der Familie und ihre Verstrickung mit dem nationalsozialistischen Regime erzählt – zu Gemüte führen. Reemtsmas Vater Philipp Fürchtegott war Wehrwirtschaftsführer und hatte sein Zigarettenimperium durch große Geldspenden an Hermann Göring abgesichert. Die Nazis machten mit den Zigarettenbaronen beste Geschäfte.

Dürftige Methodik

Dürftig ist in der Tat die Methodik, mittels derer der liebe Herr Bretschneider unreflektiert den pseudowissenschaftlichen Stuss des einschlägig bekannten, mit Tabaklobbyisten kooperierenden Journalisten Snowdon wiederkäut.
Zur Erläuterung:
Am 27./28. Januar 2009 veranstaltete diese “TICAP” in Brüssel einen Volksverdummungskongreß mit dem irreführenden Thema «Prohibition und Passivrauchlüge», bei dem auch die Creme de la Creme der von der Tabakindustrie geschmierten Wissenschaftler vertreten war.

TICAP ist eine Ansammlung von schleimigen Tabaklobbyisten, deren Ziel es ist, Rauchen und Passivrauchen zu verharmlosen und so dem Nikotinkonsum Vorschub zu leisten. Auf den Punkt gebracht geht es darum, dass bei der Tabakmafia der Rubel rollt.

Unter der handvoll an verwirrten, eingeladnenen Wissenschaftlern befand sich auch Christopher Snowdon, der eine äußerst absurde und mit gezielten Desinformationen gespickte Rede über die Entwicklung und den derzeitigen Stand der Anti-Rauch-Bewegung hielt, die unter dem Patronat des allseits bekannten Tabaklobbyisten und neoliberalen rechtsnationalen britischen EU-Abgeordneten Godfrey Bloom MEP in einem Hotelkeller abgehalten wurde, nachdem das EU-Parlament es diesen militanten Handlangern der Tabakmafia untersagt hatte, ihre menschenfeindlichen und antidemokratischen Parolen im EU-Parlament zu verbreiten.

Pikant ist, daß ausgerechnet die Raucher-Sekten, welche diesen Kongreß der absurdesten Wissenschaftler mit dem Argument abhielten, sie wären von der Tabakindustrie unabhängig, aber dabei mit einem “Kronzeugen” aufwarteten, der es in sich hat: Gio Batta Gori, Toxikologe und langjähriger Berater der Tabakindustrie, kassierte Millionenbeträge von dieser Tabakverbrecherbande. Aber auch die anderen “Wissenschaftler” dieser Voklsverdummungskonferenz waren bezahlte Schergen der Tabakmafia. Zwei Beispiele folgen:

Dr. Jan Snel arbeitete unter anderem auch für ARISE, siehe:
http://legacy.library.ucsf.edu/tid/opo43…7118BDFDA092400

Associates for Research in the Science of Enjoyment (ARISE) war eine von der Tabakmafia gegründete und finanzierte pseudowissenschaftliche Bude, mit dem Ziel, den Nikotinkonsum als “stressmindernd” darzustellen.

Dr. Jan Snel arbeitet mit John Luik zusammen. John Luik ist durch und durch Tabakmafia”wissenschaftler” und hat auf der Brüssler “Konferenz” die Desinformationen, die er im Auftrag der Tabakmafia erarbeitet hat, heruntergebetet, was die militante Qualmfraktion offensichtlich in orgasmusähnliche Zustände versetzte. Für denkfähige Menschen jedoch wirkt dieses widerliche pro-Qualm Geschwafel einfach nur abstoßend . Interessantes zu Luik findet man hier:
http://www.sourcewatch.org/index.php?title=John_Luik

Dies sind kleine Details aus einem sehr sachlich geschriebenen Buch von Christopher Snowdon „Velvet Glove, Iron Fist. A History of Anti-Smoking“, UK 2009. Es zeigt alle Spielarten der Raucherbekämpfung: Sie variieren in Motiven (religiös, moralisch, medizinisch) und Methoden (Galeere, heißes Blei in den Rachen, moralische Verurteilung). Weder „Verfolger“ noch die Tabaklobby kommen gut dabei weg.
Es ist eine bewegte Geschichte – voll von Einzelaposteln und ihren Kreuzzügen, besorgten Aufklärern, Konvertierten und Gesundheitsbehörden – staatlichen und selbst ernannten. Den Schluss bildet eine penible Auflistung der bis dato vorliegenden Einzelstudien zum Thema „Schäden durch Passivrauchen“. Deren Methodik ist dürftig. Und so verwundert es nicht, dass die Ergebnisse größtenteils statistisch insignifikant sind. Von 64 Studien fanden neun einen leicht signifikanten Zusammenhang zwischen Passivrauchen und Erkrankungen „naher Nichtraucher“; drei fanden einen negativen Zusammenhang („Passivraucher erkrankten weniger“) und 52 zeigten keinen Zusammenhang zwischen Passivrauchen und beobachteten Erkrankungen.

Es ist eine glatte Lüge, was der Herr Bretschneider da von sich gibt. Denn es gibt weit mehr als nur 64 Studien zut Thema Schäden durch Passivrauchen, Herrn Bretschneider sei empfohlen, sich die Quellen der Metastudie des Surgeon General vorzunehmen, und einfach durchzuzählen.

http://www.surgeongeneral.gov/library/secondhandsmoke/report/index.html

Dann wird er feststellen, dass er nur den Bockmist von Snowdon, der bislang übrigens nicht eine einzige von der Fachwelt anerkannte Publikation zum Thema Passivrauchen veröffentlichte, nachgeplappert hat.

Das ist die Basis, auf der ein guter Teil der Antirauchergesetzgebung ruht. Ja – und auf sogenannten Metastudien (aber wenn man die erwähnten Befunde gemeinsam betrachtet, lässt sich erst recht nichts ablesen, was die Stigmatisierung der Raucher als Täter, denen unschuldige Opfer ihre Krankheit verdanken, rechtfertigen würde).

Meine Güte, Herr Bretschneider, mit Verlaub: Jetzt kommt wirklich nur noch Schwachsinn. Selbstverständlich beruht die Gesetzgenuung zum Nichtraucherschutz auf einerm breiten wissenschaftlichen Konsens, tausenden Studien, fusst auf der Toxikologie des Tabakrauches, dem mittlerweile sogar die Tabakindustrie zustimmt.

Rauchen ist gesundheitsschädlich – das ist sicher. Aber auch Bekehrungsbewegungen haben ihre (gesellschaftlichen) Folgekosten. Man muss nur auf den Tag warten, da übermäßiger Fett-, Zucker-, oder Salzkonsum als volksgesundheitsschädlich entdeckt wird; oder übermäßige Automobilität oder „Energiefressen“. Nicht auszudenken, wo und wie überall gesündigt werden kann!

Herr Bretschneider, sind Sie für Autoabgase in Restaurants?
Bis dato habe ich noch kein Lokal gefunden, indem neben mir ein Auto seine Abgase in den geschlossenen Innenraum bläst, aber es gibt im Freien Fahrverbote bei Feinstaubbelastung, wobei die Grenzen für Feinstaub in Lokalen, in denen geraucht wird weit über den im Freien zulässigen liegen

Schade, dass das Recht zu rauchen in geeigneten Lokalitäten (mit getrennten Zonen) nicht zum „antifaschistischen Grundkonsens“ zu gehören scheint.

Nee. Schade, dass die intellektuelle Aufforderung zum intellektuellen Passivrauchmord nicht strafbar ist.

Schließlich kann man gerade in unserem Teil der Welt „rauchen“ unter anderem als antifaschistischen Akt betrachten.

Bretschneider, Sie sind nicht der erste, der ´Rauchen als antifaschistischen Akt´ bezeichnet. (Da gab es doch auch einen gewissen Wippersberg – wer immer das sein mag.) Und Bretschneider, sie sind auch nicht der erste,  – wahrscheinlich Kettenraucher – der beweist, daß Rauchen die gesamte ´Persönlichkeit´ zerstört – genauer gesagt: Rauchen ist die Folge einer gestörten Persönlichkeit – wie jede Sucht. Das Argument mit Hitler mußte ja kommen, die Süchtler haben immer schon alles, was die Bedriedigung ihrer Sucht in Frage stellt oder behindert als Faschismus denunziert. Dümmer geht es nicht. Einfache Frage: ist Atmen Zeichen einer faschistischen Gesinnung? Korrekte Antwort: selbstverständlich! Denn Hitler hat geatmet (soweit man jedenfalls weiß). Alles klar? (Und ich würde die Presse bitten, derlei konkurenzlosen Schwachsinn wie ihn die Herrn Wippersberg, Breitschneider, und andere Verwirrte absondern, (was erwartet man denn von Süchtigen?) nicht mehr zu veröffentlichen. Das ist ´intellektuelle Körperverletzung.´

Hitler soll ja Schuschnigg beim Gespräch am Obersalzberg das Rauchen untersagt haben…

Ich habe ja Verständnis dafür, dass ein Geisteswissenschafter nicht verstehen kann, dass die Schadstoffe des Tabakrauches vom Raucher nicht geschluckt werden sondern auch daneben stehende Personen schädigen.
Kein Verständnis habe ich für den dummen Versuch, Befürworter von Rauchverboten in die Nähe des Faschismus zu rücken und das Rauchen zu einem antifaschistischen Akt zu erklären.
Übrigens: Philip Morris räumt die Schädlichkeit von Passivrauch schon ein, vielleicht glaubt Herr Bretschneider ja den Herrschaften dort mehr als den Top-Medizinern und Forschern weltweit. Bei WHO und Co herrscht ja, anders als bei der Tabakindustrie, Weltverschwörung, zumindest in den Köpfen von ein paar verwirrten Qualmfanatikern…

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