Netzwerk-Rauchen: Die perverse Hetze gegen die Tabakprävention wird immer widerlicher

Lövenich, der Frauenrechtler

In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen veröffentlich das sog. „Netzwerk Rauchen“, ein aggressiver Zusammenschluss von einigen wenigen schwerstabhängigen Suchtrauchern, im Internet Pamphlete, die dokumentieren sollen, wie weit die Unterdrückung der sich selbst als solche bezeichnenden „Tabakgenießer“ in unserer bösen Welt doch schon fortgeschritten sei.

Die Tatsache, dass die Autoren dieser kaum als objektiv oder gar wissenschaftlich zu bezeichnenden Elaborate aufgrund ihrer extremen Nikotinsucht bei dem hilflosen Unterfangen der Suchtverteidigung sehr häufig nicht nur unfreiwillig komisch wirken, sondern bisweilen sogar richtig bizarr anmuten, macht diese Pamphlete umso lesenswerter. Diese regelmäßig auf der Netzbühne erscheinenden Schriftstücke des unfreiwilligen Humors kommen in aller Regel als „Pressemitteilung“ daher. Allerdings stellt sich jedem die Frage, welche ernstzunehmenden Presseorgane davon überhaupt Kenntnis nehmen sollten.

Aber das soll uns an dieser Stelle nicht bekümmern, denn auch die jüngste Veröffentlichung zum Weltnichtrauchertag 2010 am 31. Mai d. J. stellt ein weiteres heiter-groteskes Schrifttum dar, mit dem man deutlich belegen kann, dass intensiver Nikotinkonsum tatsächlich die Gehirnfunktion von Menschen drastisch zu vermindern in der Lage ist.

http://www.netzwerk-rauchen.de/pressemitteilungen/42-pressemitteilungen/557-stoppt-den-sexismus-der-anti-raucher.html

Das Schriftwerk unseres bekannten Obernikotinikers Christoph Lövenich besteht zwar nur aus 238 Wörtern (und ca. 1/4 davon alleine die Ankündung für einen Film im Internet), aber diese wenigen Worte haben es in sich. Mit seiner bekannten geschliffenen Rhetorik und seiner evidenten intellektuellen Brillianz legt uns dieser Topautor aus dem Lager der freiheitsliebenden Genussliebhaber (er selbst nennt sich sogar einen „Libertären“) dar, warum das diesjährige Kampagnenmotto der WHO ein Frontalangriff auf die Emanzipation der Frau sein soll. Denn die WHO, das soll zum besseren Verständnis nicht unerwähnt bleiben, hat sich im Jahre 2010 besonders der Tatsache gewidmet, dass Frauen seit langem im Fokus der Werbeinteressen der Tabakindustrie stehen und diese spezielle Kampagnen und Produkte für die weiblichen Konsumenten entworfen hatte.
Lövenich eröffnet seinen Frontalangriff auf die perfide Unterdrückung der Frau mit einer jedem Menschen sofort einsichtigen These: Die WHO verhalte sich frauenfeindlich, da sie besonders den Frauen den Tabakkonsum zu verleiden suche. Ja, jemand, der sich traut, so einen abgrundtiefen Schwachsinn öffentlich zu verbreiten, der muss schon sehr mutig sein. Oder sehr verzweifelt. Wahrscheinlich aber beides.

Lassen wir den Autor selbst zu Wort kommen:

„Anti-Raucher wollen auch heute noch Frauen weniger zugestehen als Männern. Sie haben rauchende Frauen immer schon mehr unterdrücken wollen als männliche Raucher“

Ja, so einen nicht einmal präpubertären Stuss schreibt tatsächlich jemand, der von sich selbst behauptet, „Sozialwissenschaftler“ zu sein. Besonders frauenfeindlich wird man in der Sicht dieses Autors also, wenn man Frauen im Bereich des Nikotindrogenabusus „weniger zugesteht“ als Männern. Wir lassen uns diesen Satz gerade einmal auf der nicht durch Nikotin verseuchten (Nichtraucher)Zunge zergehen: Frauen werden diskriminiert, weil man versucht, sie besonders vor Krankheit, Leid und Tod zu bewahren. Absurder, dümmer und nikotinhöriger geht es kaum.

„Warum“, so fragt man sich unwillkürlich und reflexartig, „werden Frauen eigentlich unterdrückt, dadurch dass man versucht, sie vor unnötiger Krankheit, Leid und Frühtod zu schützen?“. Eine Antwort auf diese Frage muss man nicht geben. Es sei aber nur einmal am Rande erwähnt: Tabakkonsum ist vollumfänglich idiotisch, unnütz und schädlich, und dies für beide Geschlechter. Dies weiß jeder, der den Verstand eines Dreijährigen auch nur um wenige IQ-Punkte zu übertrumpfen vermag. Wenn aber die Tabakindustrie spezielle Produkte für weibliche Konsumenten anbietet (wie früher z. B. Zigaretten der Marke „Eve“ oder besonders lange und dünne, also „chic“ aussehende, Zigaretten usw.), stellt dies nicht bereits selbst einen Akt der Frauendiskriminierung dar, da Frauen ja dann nicht die Männerzigaretten rauchen dürfen?

Aber lassen wir diese absurden Gedanken und wenden uns den Tatsachen zu: Frauen und Männer sterben durch Tabakkonsum in aller Regel einen frühen und elenden Tod. Frauen wurden darüber hinaus seitens der Industrie seit den 70ern des letzten Jahrhunderts zusätzlich regelrecht besonders „angefixt““, da die Tabakkonzerne den Markt der männlichen Raucher bereits weitgehend gesättigt hatten und dort keine Zuwachsraten mehr zu erwarten waren. Es spricht also aus ethischen Gründen nichts dagegen, diese perfide Strategie der verbrecherischen Tabakdrogendealer aufzudecken und dagegen anzugehen. Und sei es nur, um ein Bewusstsein über diese üblen Machenschaften zu wecken, um es insbesondere Frauen zu ermöglichen, sich selbstbestimmt dagegen zu stellen. Im Idealfalle also mit dem Rauchen gar nicht erst anzufangen oder zumindest damit wieder aufzuhören.

Auf den Rest dieses vollkommen hirnrissigen Schwachsinnstextes von Herrn Lövenich soll nicht weiter eingegangen werden. Die darin geäußerten Gedanken sind die üblichen vollkommen abwegigen Vergleiche mit der Nazizeit (die dürfen schließlich in keinem der textlichen Blödelwerke des „Netzwerk Rauchen“ fehlen), Angriffe auf das Deutsche Krebsforschungszentrum und anderer an Dummheit kaum mehr zu steigernder Unsinn mehr.

Vielleicht war der Antrieb diesen Blödsinn zu verfassen und dann auch noch die Frechheit zu haben, diesen Sermon zu publizieren aber auch einfach nur die Tatsache, dass die wenigen verbliebenen Nikotinfanatiker irgend etwas zum Weltnichtrauchertag veröffentlichen mussten und gerade kein anderes Thema greifbar war. Und da keine vernunftbasierten Positionen existieren, die das Rauchen rechtfertigen könnten, musste man eben „auf Teufel komm’ raus“ etwas in die Tasten hämmern. Und das kam dann dabei heraus. Nun ja, jeder blamiert sich eben so gut er kann.

Quelle:Deepdiver, http://rauchen-ist-scheisse.de

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