VEBWK – Ein Fall für den Staatsanwalt?

Einst waren sie angetreten, dass erste strenge bayerische Rauchverbot mit ihrer eigenen hausgemachten „Vereinslösung“ zu umgehen und den nach „rauchiger Gemütlichkeit“ gelüstenden Tabaksüchtigen in Zusammenarbeit mit skrupellosen Gastronomen ein Weiterinhalieren der Krebs erregenden Dämpfe ihres sog. „Rauchgenusses“ in „geselliger“ Atmosphäre zu ermöglichen. In der kompletten nikotininduzierten Verwirrtheit der Vereinsgründer nannte man dieses abartige und vollkommen überflüssige Konstrukt ebenso dumm wie großkotzig „Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur“, blieb dabei aber immer die Antwort schuldig, was Lungenkrebs und Raucherbein eigentlich mit „Kultur“ zu tun haben sollten.

Wie kam es zur Gründung des „VEBWK“? Nun, aus der Not dieses bereits erwähnten ersten bayerischen und überdies strengsten Rauchverbotes in der Bundesrepublik, musste eine schnelle und umkomplizierte „Lösung“ gefunden werden, weil sich die nikotinsüchtigen Kunden der Gastronomen nicht gerne ins Freie stellen wollten, um ihren tödlichen Giftcocktail in ihre schwarzen Lungen zu ziehen. Also musste etwas erdacht werden, was schnell, einfach und vor allem lukrativ für die Vereinsbetreiber war. So brauchte man auch, um auf das Konzept dieses Vereins zu kommen, allerdings nicht einmal einen Schulabschluss, denn diese Idee war wie das gesamte öffentliche Auftreten dieses „Vereins zur Emission besonders wirksamer Kanzerogene“ intellektuell äußerst einfach gestrickt. Und das „Geschäftsmodell“ VEBWK“ ging dann so:

Da das erste bayerische Nichtraucherschutzgesetz sog. „Raucherclubs“, also Vereine, deren einziger Zweck das gemeinsame Inhalieren von Krebserzeugern war, zuließ, wurden einfach die einzelnen Gastwirtschaften in Bayern, in denen die nikotinsüchtige Kundschaft regelmäßig abstieg, zu Zweigstellen des „VEBWK“ als sog. „Raucherclubs“ deklariert, wobei fortan dort nach Herzenslust weiter gequalmt und damit gestunken und der Tod inhaliert werden durfte.

Und das Ganze spielte zudem natürlich auch eine ordentliche Summe Geldes ein, denn sowohl die Gastwirtschaften, die ihre Kaschemmen als Zweigstellen des „VEBWK“ deklarieren wollten, als auch die nikotinsüchtige Klientel dieser Herrschaften Gastronomen wurden natürlich erst einmal zur Kasse gebeten. Den Wirt kostet der Spaß (auch genannt „Vollmitgliedschaft“) immer hin 96,- Euro pro Jahr, der gemeine Tabakjunkie kam dagegen mit 12,- Euro weg. In seinen besten Zeiten soll dieser dubiose Krebsclub so gut 80.000 Mitglieder besessen haben. Da kommt einiges an Geld zusammen.

Und nun muss der Dorfwirt Franz Bergmüller, der Vorsitzender dieses zweifelhaften Vereines ist, einiges erklären. Denn jetzt haben wir mittlerweile das zweite bayerische Nichtraucherschutzgesetz, das nach einem überragenden Abstimmungserfolg beim Volksentscheid am 4.7.2010 (immerhin haben sich 2/3 der Abstimmenden für einen kompromisslosen Nichtraucherschutz und damit ein vollständiges Rauchverbot in der bayerischen Gastronomie ausgesprochen) erlassen wurde und das keinerlei „Raucherclubs“ mehr zulässt. Und dies ist ein erhebliches Problem für den „VEBWK“ und seinen Vorsitzenden Bergmüller. Denn der Verein hat damit seine Existenzberechtigung schlicht und einfach vollumfänglich verloren und ist nun überflüssig geworden. Und nun beginnt dort das große Hauen und Stechen, denn Bergmüller muss u. a. erklären wohin das Geld der Mitglieder gewandert ist.

Und damit hat er ein Problem. Denn wie die „tz“ in Ihrer Onlineausgabe berichtet, gibt es zwischen dem Vize des Vereins, dem Münchner Wirt Lochbihler, und dem ehemaligen Geschäftsführer Kohlhuber Streitigkeiten, wo das Vereinsvermögen des „VEBWK“ abgeblieben ist:

http://www.tz-online.de/aktuelles/bayer … 24063.html

Herr Bergmüller mag allerdings zum Verbleib des Vereinsvermögens keine Aussage machen…

Wir lernen daraus: Wer sein Geld solch windigen Vereinen in den Hals wirft, die nur dazu gegründet wurden, demokratisch entstandene Gesetze zu umgehen, muss sich nicht wundern, wenn mit seinem Geld auch Dinge geschehen, die nicht unbedingt zweifelsfrei sind. Aber ehrlich gesagt, hätte ich von einem Raucherverein auch nichts anderes erwartet.

Quelle: http://www.forum.raucherwahnsinn.de/viewtopic.php?f=10&t=236

Anmerkung der Redaktion:

Uns erreichten zum Thema VEBWK und Heinrich Kohlhuber’s BVGG bereits mehrere unabhängige E-Mails, in denen auf die dubiosen Geschäftspraktiken beider Vereine hingewiesen wurde. Aus rechtlichen Gründen können wir diese E-Mails leider nicht veröffentlichen, sie zeigen jedoch, dass die Enthüllungen im verlinkten Artikel der tz-online nur die Spitze des Eisbergs zu sein scheinen.

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