Nichtraucherschutz nach Art der Ruhrbarone und NRW-Piraten, ein Lehrstück des perversen Tabaklobbyismus

Es ist wirklich bedauerlich, wie niedrig das Niveau bei den Ruhrbaronen ist.
Und das zeigt sich nicht nur daran, wie Sie das Wort Unfrieden schreiben.

Vielleicht sollten die Tabakfanatiker, die das große Kneipenstreben ausrufen einmal bedenken, dass die Tabakepidemie immensen Schaden an der Gesellschaft anrichtet, an der Umwelt, Natur, am Fiskus. Und mehr Menschen tötet, als Autounfälle, Alkohol, andere Drogen, Aids, Morde und Selbstmorde zusammen.
Vielleicht sollten Sie auch einmal wissen, welche Beziehungen zwischen der Tabakmafia (die Tabakindustrie) und der Politik und teilweise auch der Wissenschaft herrschten und herrschen?

Das sollte sich dieser Politclown der Piraten, Kai Schamalenbach, hinter die Ohren schreiben.

Und dass es denen nur um Profitgier und Macht geht! Und den Rauchern oft nur um rücksichtslose Befriedigung ihrer Sucht! Nein, da gibt es nicht nur die sogenannte Freiheit (in Wirklichkeit eine Sucht!) der Raucher. Sondern es gibt in unserem GG auch so was wie eine soziale Freiheit der Nichtraucher. Und es gibt Jugendprävention und natürlich Art.2 (Gesundheitsschutz). Siehe Urteil BVerfG vom Juli 2008. Was ist dabei, wenn der VERURSACHER nach draußen geht?

Wenn nunmal in 80-90% aller Diskos und Bars geraucht wird, ist es angesichts der Schädlichkeit nicht akzeptabel für Menschen die dort arbeiten oder ihre Freizeit rauchfrei verbringen wollen. Der Staat hat hier eben eine Verantwortung, weil nur er das Konstrukt aus sozial verwurzelter Sucht und Profitinteressen durchbrechen kann. Und das möglichst gerecht und konsequent. Schnell und nachhaltig. Wir leben eben nicht in einer Anarcho-Welt, die sich scheinbar der naive Möchtegernpolitiker Schmalenbach wünscht, sondern zumindest noch in einem System mit Gesetzen und Regeln. So wie auch die STVO oder das StGB.

Wie viele Menschen das begrüßen, sieht man an den positiven Erfolgen von Rauchverboten überall in der Welt und auch z.B. an dem Willen des bayerischen Volkes. Es wird sehr gut akzeptiert – nur vorher traute sich eben kaum einer, weil es fast unmöglich war gegen die Intoleranz der Raucher und die Rücksichtslosigkeit der Raucher anzukommen.

Nachweislich haben freiwillige Vereinbarungen (geschlossen durch DEHOGA oder die Tabakmafia) niemals funktioniert. In ßsterreich führen sie auch zu einem “Kompromiss”-Gesetz, das niemandem nützt und auch die Wirte hoffen hier auf die EU.

Gängelung, Diskriminierung, Gefahr für die Freiheit oder Bevormundung sind derartige Gesetze in keinster Weise! Rauchen im Umfeld Dritter in Innenräumen ist asozial. Niemand will Rauchern das Rauchen verbieten. Aber im Unterschied z.B. zur Ernährung oder dem Alkohol gibt es hier noch einen Dritten im Spiel! Den Passivraucher! Auf der Basis gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse (eigentlich würden die brennenden Augen schon genügen, zum Nachdenken anzuregen und nicht erst die Kenntnis von hunderten giftigen und mehreren Dutzend krebserregenden Stoffen) ist der Staat hier in der Pflicht, sonst brauchen wir auch keine Chemikalienrichtlinien oder Hygienevorschriften. Anarchie willkommen!

Das Geschreibsel der „Ruhrbarone“ ist teilweise so niedriges, billiges Niveau, das man sich ernsthaft fragt, für wie dumm die Typen ihre Leserschaft halten. Diese Lakaien der Tabakdrogenbosse merken gar nicht, dass sie nur die Interessen der Tabakindustrie vertreten und dabei noch glauben, die Fahne der “Freiheit” (sic!) hochzuhalten. Das ist geradezu pervers.

Da wird noch über Ausnahmen diskutiert wie “mein Opa ist aber auch 80 geworden und hat geraucht”. Dann meint man, man müsse Rauchen gleich ganz verbieten… wenn es so einfach möglich wäre, könnte man von mir aus Nikotin verbieten und dafür THC erlauben. Das wäre zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Aber es wird nicht funktionieren, weil Nikotin eine zu heimtückische Droge ist. Es kann nur langsam gehen, indem die Epidemie Schritt für Schritt vermindert wird. Und Einsicht bei der Bevölkerung wächst. Die Einsicht kann man nicht erzwingen, aber funktionierende, konsequente und gerechte Gesetze können sich hier positiv auswirken.

Dann redet man über die lächerliche Tabaksteuererhöhung… laut FCTC-Abkommen der WHO dürfen diese in der Tat nicht den alleinigen Zweck haben, das Steuersäckl zu füllen. Sie sollen spürbar sein und ausgewogen, so dass sie präventiv wirken. Das tun sie nicht. Es gibt eine niedrige und ungleiche Besteuerung. Das heißt: Der Staat (das heißt: einige Wenige!) verdient Geld auf Euren Kosten und ihr helft ihm dabei! Die Gesellschaft insgesamt zahlt durch die Folgen des Rauchen aber einen viel viel höheren Preis! Das ist FDP-Politik, meine Lieben. Die Freiheit des Kapitals ist das. Und immense Doppelmoral (siehe THC und so).
Nur mit einer nachhaltigen Strategie kann man das beenden, nicht mit solchem Unsinn, den ihr von euch gebt.

Eure Schlüsse sind mangels Wissens fehlerhaft. Ihr vermischt viele Dinge, die teilweise richtig sind. Das ist insgesamt gefährlich. So schlimm viele Entwicklungen im Staats- und Parteiensystem auch sind (siehe globale Elite, Finanzwelt, etc..), so froh bin ich noch über unseren Diktator BVerfG und über die EU-Kommission, um Eurer Dummen-Anarchie Einhalt zu gebieten.

Wenn ihr noch Fragen habt, Ruhrbarone und Piraten-Politclowns, lest das Urteil des BVerfG vom Juli 2008, den neuen Tabakatlas des DKFZ, die FCTC der WHO, das Grundgesetz der BRD, oder das Buch “rechtliche Vorgaben für ein Bundesgesetz zur Tabakprävention” von Marko Tartsch durch.

Jahrzehntelang waren die Nichtraucher auf die Gnade der Raucher angewiesen. “Wenn es dich stört, kannst Du ja raus gehen” hieß es. Jetzt geht überall und einheitlich der raus, der Gift verbreitet. Das normalste überhaupt.

Wisst ihr, wie viele Mütter in der Schwangerschaft rauchen und damit ihrem Kind immensen Schaden zufügen. Wie viele Eltern daheim ihre Kinder zurauchen? Rauchen ist privat und die Entscheidung jedes Einzelnen. Ja. Aber ihr vergesst immer die “Schwächeren”. Das führt am Ende eure gesamte Argumentation ad absurdum. Man darf einem Kind nicht mal eine Ohrfeige geben. Aber voll rauchen darf man es daheim Wegen dem Vorrecht der Eltern (Art 6 GG) und der Heiligkeit der Wohnung.

Was ist, wenn ein Nichtraucher im gleichen Haus krank durch den Qualm wird, der überall durchzieht? Der muss dann gehen, oder? Wie die Arbeiter in der Gastronomie, die es nicht ertragen können? Das Opfer muss gehen. Nur weil man es nicht schafft, zum Rauchen vor die Tür zu gehen?

Rauchen hat man nur da zu dürfen, wo man niemand anderen dadurch schädigt, ganz einfach. Und das ist eine Frage der Konzentration der Schadstoffe. Deswegen in Innenräumen: Nein! Im Privaten Bereich hat man da nur die Möglichkeit, auf Einsicht zu hoffen. Aber in der Öffentlichkeit der sozialen Gesellschaft eben nicht. Denn das ist nicht in dem Sinne privat.

Es funktionieren keine Raucherräume (weil nicht immer möglich, unzureichend abgetrennt, teuer, ungerecht, ausgrenzend…) und auch keine Wahlmöglichkeit (weil dann wegen der Dominanz von Egoismus, Rücksichtslosigkeit, Profitgier und Feigheit/Ignoranz vieler Nichtraucher fast nur Raucherlokale entstehen).

Das was ich hier geschrieben habe, ist an zahlreichen Beispielen und mit vielen Quellen und detaillierten Erläuterungen belegbarer, faktischer Stand der Rechts- und Gesundheitswissenschaft und auch aus sozio-kulturell-psychologischer Sicht logisch und nachvollziehbar.
Darum sehen es Politik und Menschen ja – langsam aber sicher – auch im Tabakland Deutschland (wo es noch Automaten und Werbung an jeder Ecke gibt) ein.

Kümmert Euch lieber um Dinge der globalen Verantwortung (Elite, etc.) wo ihr mehr versteht, als vom Rauchen. Bitte. Und mit ein wenig mehr Grips wäre auch nicht schlecht. Sonst ist es nur Hetz-Propaganda.

Wer Leute, die den Mut haben, sich zu wehren, für ihre Rechte einzusetzen, auch wenns nicht leicht ist und die Dinge beim Namen zu nennen – die komplexen Zusammenhänge im Blick,als Nazis oder Gesundheitsfaschos bezeichnet, der hat sie nicht mehr alle. Sehr euch mal das Programm der ÖDP z.B. an. Die hat mehr mit manchem von Euch gemeinsam, als ihr vielleicht denkt. Sie ist vernünftig und nachhaltig. Auch wenn ihr vielleicht den ein oder andern Punkt (Klimawandel?) anders sehen würdet?

Ja, und es gibt auch andere Dinge, um die man sich zusätzlich kümmern sollte. Z.B. um die Grenzwerte für Dioxine in Lebensmitteln. Aber da schreit ihr dann nach dem Staat? Nachdem ihr selbst und diese industriell-kapitalistische Gesellschaft doch so gern das Billighuhn oder Billigei beim Discounter kauft!? Leute, so ist EURE rücksichtslose Welt. Das ist die Frucht, die da raus kommt.

Gebt den Leuten ihre Drogen, und sie halten die Klappe. Das ist DIE EIGENTLICHE Gefahr. Vernebelter Geist wehrt sich nicht. Denkt mal darüber nach.

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