Romano Grieshaber – Wissenschaftspseudologie auf die Spitze getrieben

Romano Grieshaber, oder sollte man besser sagen seine Ghostwriter, haben wieder zugeschlagen. In seinem zensierten Blögchen zelebriert der Däniken der militanten Tabakszene ein weiteres Kapitel seines unsäglichen Büchleins. Wie üblich, hagelt es dort den pseudowissenschaftlichen Wahnsinn , der sich in Behauptungen wie dieser entlädt:

Romano Grishaber schreibt:
Warum lag die Rate der Lungenkrebs-Todesfälle in den USA eigentlich über vierzig Jahre hinweg höher als in Deutschland, obwohl doch hier der Raucheranteil seit fünfzig Jahren höher und zeitweise sogar sehr viel höher lag als im Heimatland der Tabakkontrolle?

Zunächt einmal, lieber Herr Grieshaber, sollten Sie sich klar machen, was der Begriff Raucheranteil einer Statistik bedeutet. Passen Sie auf, denn hier können Sie noch was lernen.

Der Begriff „Raucheranteil“ besagt doch nur, welcher Anteil der Bevölkerung regelmäßig Abgase aus abgebranntem Tabak inhaliert. Über die Menge des inhalierten Tabakabbrandes sagt der Raucheranteil gar nichts aus.

Da er angeblich Arzt ist, dürfte Grieshaber bekannt sein, daß die Menge der inhalierten Abgase eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Lungenkrebs spielt. Und das ist der Punkt. Kann man denn annehmen, daß jeder Raucher im Nachkriegsdeutschland in den 50er Jahren genauso viel konsumiert hat wie der Raucher in den USA, ein Land, das zu jener Zeit zweifelsfrei um ein vielfaches vermögender war?

Echte Wissenschaft zeichnet sich unter Anderem dadurch aus, daß man sich zunächst über die Grenzen seiner Aussagefähigkeit Gedanken macht. Daß sich Grieshaber über die limitierenden Faktoren seiner Annahmen und damit der seiner Aussagen überhaupt keine Gedanken macht, beweist er mit jeder seiner Machwerke aufs Neue.

Wenn man den Raucherstatus von Menschen mit der Lungenkrebswahrscheinlichkeit korrelieren möchte, wäre es zwingend erforderlich, zu wissen, wie viel denn in den einzelnen Gruppen, die man vergleicht, geraucht wurde. Oder kann man tatsächlich so dumm sein, anzunehmen, in jedem Land dieser Erde würden alle Raucher exakt die gleiche Menge (im Durchschnitt) pro Kopf rauchen, und das über Jahrzehnte hinweg? Unabhängig vom der Wirtschaftsleistung des Landes?

In diesem Sinne lassen wir den Rest an pseudowissenschaftlichm Geblubber von Herrn Grieshaber und seinen Ghostwritern einfach mal so stehen, denn besser können sich diese skrupellosen Tabaklobbyisten nicht der vorsätzlichen Lüge überführen.

Interesannt ist es übrigens, daß Griesahber und seine Ghostwriter diese Volksverdummungswellen immer dann losbrechen lassen, wenn in der Presse gerade mal wieder Rauchen das Thema ist. Aktuell sind es die Schlagzeilen um Raucher Adolfs, der seine verqualmte Wohnung stets in das Treppenhaus entlüftete, und seine Nachbarn damit schädigte und deswegen aus seiner Wohnung flog. Die Welle davor kam mit der Diskussion zur Novelle zum Nichtraucherschutzgesetz in NRW, und davor mischte sich Grieshaber in die Diskussion ein, als 2008 beim Bundesverfassungsgericht über den Nichtraucherschutz geurteilt wurde. Ganz klar geht es bei den Verlautbarungen des Tabaklobbyisten Griehaber nicht im Wissenschaft. Es geht darum, seinen Freunden der Tabakindustrie, mit denen er gemeinsam bei der BGN im Vorstand saß, einen Dienst zu erweisen.

Wie lange wird es wohl dauern, bis Grieshaber bemerkt, daß er seinen Freunden einen Bärendienst leistet?
Man möchte Griehaber und all denen, die zwar über Epidemiologie reden aber keine Ahnung davon haben dieses Buch ans Herz legen:

Epidemiologie für Dummies

Das würde sie vor den gröbsten Dummheiten bewahren, vorausgesetzt, sie würden es lesen.Ein kleiner Ausschnitt daraus:

2014-06-27 13_07_52-Epidemiologie für Dummies - Oliver Razum, Jürgen Breckenkamp, Patrick Brzoska -

Und jetzt nicht druchrehen, liebe Nikotinfanatiker, weil da oben steht, eine Dosis-Wirkungs-Beziehung sei kein Beweis für Kausalität. Daß Tabakqualm bei Rauchern und Passivrauchern Lungenkrebs verursacht, ist bewiesen. In tausenden von Studien. Natürlich ist Rauchen und Passivrauchen nicht die einzige Ursache von Lungenkrebs, aber mit Sicherheit für den allergrößten Teil verantwortlich.

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intertabac.org

Weihnachten bei Hardcorerauchers

Advent, Advent, eine extra Energie verschwendende Armada aus steinzeitlichen Glühbirnen erleuchtet das Haus bei den Hardcorerauchers.

Es weihnachtet im Land und Schnee bedeckt die Welt. Papa Nicolai und seine Kinder JuJu, Maddin, Tamay und Silverstar freuen sich aufs Fest.

Der Weihnachtsbaum, eine dicke fette Tanne aus umweltzerstörendem Raubbau, garantiert mit extra viel Pestizieden und Herbiziden gezüchtet, ist festlich mit weichmacherhaltigen Plastiksternen und gesundheitsfördernden Tabakwaren geschmückt. Schliesslich schützt Tabakrauch ja vor Lungenkrebs. Auf dem Fensterbrett ein Schwippbogen mit quecksilhaltigen Hochdruck-Power-Turbolampen und auf dem Wohnzimmertisch steht eine Weihnachtspyramide, angetrieben durch eine Minitur-Jeturbine, die 23 Liter Kerosin die Stunde verbraucht, während eine ganze Armada von Räuchermännchen aus dem Erzgebirge – mit extra dicken Pfeifen, auf dem Tisch rund um die Uhr den Rauchertango tanzen.

Um 16 Uhr begibt man sich in die Christvesper. Familie Hardcoreraucher wählt traditionell einen Platz in der ersten Reihe. Man genießt die festliche Messe und die traditionellen Diskussionen mit dem Priester über die Schädlichkeit des Passiv-Weihrauchs, weil der ja schließlich eine Milliarde mal schädlicher ist als Tabakrauch, und praktisch die ganze Bevölkerung damit umgebracht wird. Auch der Verweis auf das gute Google-Ranking des Dossiers über den Priester darf dabei nicht fehlen.

Nach der Messe wartet schon der Festbraten. In Ermangelung eines weiblichen Verpflegungspartes greift Familie Hardcoreraucher dabei auf den Megahaxn-Catering-Service zurück. Fettriefende Riesenhaxen, XXL-Schnitzel von Masttieren aus Käfighaltung, Rinderkraftbrühe vom BSE-Rind, und dazu eine kräftige Sahnesoße mit reichlich Schweineschmalz und ausgelassenem Schweinespeck. Überbacken wird dabei stets mit Vierfachfett-Rahmkäse. Zum Nachtisch gibt es wie immer Kalten Hund in Buttercreme, denn alles unter 90% Fettgehalt ist nur etwas für hirnfreie Ökofaschisten und Gesundheitserzieher. Zum Dinner reicht man gut gekühlten Schnaps im Maßkrug, und natürlich hat auch jeder, während der Festschmaus zelebriert wird, eine dicke Havanna im Mundwinkel, weil sonst die Gefahr der Unternikotinisierung besteht.

Bäuerchen.

Anschließend kommt es zur Bescherung. Bei Hardcorerauchers kommt da nicht das Christkind, sondern der religiös neutrale Tabakwarenhandelsgutmensch. Gespielt wird der Beschenkungsgutmensch von Onkel Bodo. Und Papa Nikolai lässt sich diese Tradition einen gewaltigen Anteil vom geschrumpften Privatier-Vermögen kosten.

So bekommt sein Liebling Silverstar wie jedes Jahr einen neuen Titel verliehen. Ist zwar nur ein Tabakdiplom, aber auch damit kann man sich als pseudointellektueller Akademiker fühlen, auch wenn man kein einziges Fremdwort versteht. Wie immer ist Silverstar auch dieses Jahr wieder hoch erfreut und raucht gleich mal seinen Namen.

Für JuJu gibt es das beliebte Brettspiel “Monopoly”. Das haben die Hardcorerauchers zwar auch schon 10mal zu Hause, aber die Muse des Lustgreises kann eine weitere “Du kommst aus dem Gefängnis frei”-Karte gut gebrauchen.

Für Tamy gibt es dieses Jahr ein Dirndl und eine blonde Perücke. Damit schaut er dann richtig fesch aus. Nur der Vollbart stört ein bißchen, aber der Rasierer hat beim rheinischen Urgetüm schon längst kapituliert und für eine Heckenschere hat Papa Nicolais Vermögen nicht gereicht.

Für den kleinen Maddin hat der Tabakgutmensch ein Fernglas in seinem extra schweren, garantiert extra umweltzerstörend gegerbtem Ledersack. Damit kann er dann im Park die Bunnys betrachten, wie er immer sagt. Papa Nicolai ist ganz stolz, dass wenigstens einer seiner Söhne nicht ganz so missraten ist und sich für die Tierwelt interessiert.

HABT IHR EUER ZIEL LANGSAM ERREICHT NETZWERK RAUCHEN?

Wir haben lange überlegt und heftig diskutiert diese Links überhaupt zum Thema zu machen und zu kommentieren.

Raucher verprügelt Mann in Straßenbahnlinie 5

Aggressive Raucher verprügeln Mann in U-Bahnwaggon

39-Jähriger missachtet Rauchverbot und rastet völlig aus

Radikaler Raucher verprügelt Polizisten

Raucher schlägt Kellner

Raucher schlägt Frau in Tiroler Linienbus nieder

Rauchverbot: Begleiter eines Rauchers schlägt zu. In Münchner U-Bahn

Raucher sticht Passanten mit Messer nieder

Raucher attakieren Nichtraucher mit Messer

Belgien: Raucher zettelt Schlägerei im Zug an

Militante Raucher fordern zur Brandstiftung auf

Gewaltausbruch: Politiker von Rauchern mit Flaschen beworfen

Schon wieder ein randalierender, gewalttätiger Raucher

Raucher randaliert wegen Rauchverbot

Rabiater Raucher verprügelt Krankenschwester

Urteil gegen rauchende U-Bahn-Schläger
Äußerst “brutal und erbarmungslos” hätten Serkan A. und Spyridon L. ihr Opfer niedergeschlagen, begründet das Gericht die hohen Haftstrafen der beiden Münchner U-Bahn-Schläger. Es handle sich deshalb um versuchten Mord.

Militante, rabiate Raucher: Auf Wirtsleute eingeschlagen

 

Aber haben wir euch nicht vor Wochen schon davor gewarnt, dass der ständig wiederholte Gebrauch von Synonymen wie „Volkserzieher, Ökofaschisten, Hirnfrei, Volldeppen, Antiraucherfaschisten, Antiraucherdeppen, Faschistenpack, Gutmenschen, Passivrauchlüge. Raucherhasser etc., “ irgendwann zur Eskalation führt? Eben weil sich einige von den von euch sprachlich Verführten zu solchen Gewalttaten  hinreissen lassen?

Weil sie ja zur “ Toleranten Gesellschaft“ gehören und den „Verblödeten Antirauchern“ mal eben zeigen wollen wer Herr im Hause ist?

Wir verurteilen Gewalt, egal von welcher Seite auch immer angewandt, aufs Schärfste. Aber dazu gehört auch, für unsere Begriffe jedenfalls, eine Mäßigung in der Ausdrucksweise und eine Mäßigung hinsichtlich der gestatteten Postings.

Wir hoffen und bitten euch diese Art von Auseinandersetzung einzustellen, damit nicht noch mehr passiert. Man kann scharf in einer Diskussion argumentieren, aber trotzdem muss ein gegenseitiger Respekt erhalten bleiben.

In diesem Sinne,
eure lieber Diskutierenden von sackstarkinfo

Netzwerk Rauchen mit neuer Strategie?

Am Wochenende versammelten sich über 300 sogenannte yogische Flieger in einer nordrhein-westfälischen Kleinstadt und wollten durch Meditation dem gefährlichen Pharmaindustrie Anitraucher-Propaganda-Feldzug Einhalt gebieten.

Nikki Fürst Kosirog zu Qualmdeppenhausen zuckt mit dem Kopf, mit den Schultern, und dann hebt er ab – mit seligem Lächeln und geschlossenen Augen hüpft er im Schneidersitz wie ein Gummiball über dicke Matratzen – gemeinsam mit Hunderten von Gleichgesinnten. Die Kippe dabei stets lässig und leicht im Mundwinkel schunkelnd.

Schweben und Rauchen wie ein wahrhaft Erleuchteter kann der Fürst noch nicht, doch er freut sich: „Heute hatte ich erstmals das Gefühl, richtig geflogen zu sein.“

Fürst Kosirog ist einer von 300 „yogischen Fliegern“, die vier Wochen lang im fensterlosen, klimatisierten Ballsaal eines Hotels – ab und an auch im Freien- „die endlose Weite ihres inneren Raumes“ erforschten, zum Wohle der Raucher. Sie wollen da unbedingt wieder Rauchen. Feiheitsliebend, tolerant, und von all der Gängelung befreit.

Sieben Stunden täglich haben die spirituellen Gastarbeiter aus allen Teilen der Welt versucht, Harmonie und positives Denken zu erzeugen, indem sie sich in sich selbst versenkten und meinten, ihre Gehirnwellen mit denen ihrer Gesinnungsgenossen in Einklang zu bringen. Die Mediteure glauben, wenn sie sich nur lange und intensiv genug konzentrieren, werden sie irgendwann vom Boden abheben. Dann wird das Rauchen wieder überall erlaubt.

„Von Qualmdeppenhausen aus werden in Zukunft wesentliche Entscheidungen für ganz Europa und die Welt ausgehen, deshalb versuchen wir hier die Qualität des kollektiven Bewußtseins durch die direkte Nikotininjektion ins Hirn zu erhöhen“, begründet die Cheforganisatorin des Spektakels, Frau Doktor Alles-Klar, 85, die Aktion. Die Ärztin ist seit 25 Jahren Jüngererin des indischen Gurus Maharishi Mahesh Lövenicki Netzwerki Qualmi Deppi Löbi. Der hat die Transzendentale Meditation (TM) erfunden, eine Form der angeblich totalen Entspannung, für die sich bislang weltweit zwischen drei und vier Millionen Menschen begeistern. Die Zigarette danach gehört zu dieser Zeremonie, wie sollte es auch anders sein, dazu.

Oberstes Ziel der TM ist, so verkündet es Maharishi Mahesh Lövenicki Netzwerki Qualmi Deppi Löbi, die Wiedereinführung dem immer und überall Rauchen in den Ballungszentren. Die yogischen Flieger, wie sie sich selbst nennen, sehen sich als „weltweite Waschmaschine, die das Weltbewußtsein mit Rauch reinigt und überall tolerante Lebenstrends fördert“. Einer der TM-Piloten ist sich ganz sicher: „Je mehr Yogis aufsteigen, desto mehr werden von der Wirkung des heiligen, edlen, Tabbakrauchs begeistert sein.“

Der Glaube an die Kraft ihres alles heilenden himmlischen Tabakrauchs ist schier unerschöpflich. Als nach einer Hitzeperiode gerade sintflutartige Regenfälle niedergehen, erklärt ein Yogi mit messianischem Ernst: „Unsere kosmische Waschstraße hat für die Abkühlung gesorgt.“

Die Glücksvisionen des Maharishi Mahesh Lövenicki Netzwerki Qualmi Deppi Löbi, 125, der schon in den sechziger Jahren mit den Blumenkindern abhob, und seit 124 Jahren raucht, kommen auch bei sonst Bodenständigen an. Jürgen V. meditiert zusammen mit seiner Frau in Qualmdeppenhausen, weil er glaubt, daß nur in der Kraft des Rauches die Lösung der geistigen Probleme liegt und weil er „einen Beitrag zum Wachstum der Toleranz in Deutschland leisten will“.

Wie die Transzendentale Meditation Raucher und Dampfer zur Einsicht und Umkehr bringt, erklären die TM-Anhänger mit voller Inbrunst: Alles hänge mit allem zusammen. Oder wie Organisatorin Alles-Klar. sagt: „Aus der Stille des eigenen Bewußtseins und mit der Förderung durch edlen Tabakrauch können wir die Welt verändern.“

 

(C) im Original: Der Spiegel  http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9207817.html.

Diskussionen mit Qualmextremisten lohnen sich nicht

Hand aufs Herz: Die Passivrauchschädenleugner haben doch von dem, was Sie da sagen, keinen blassen Dunst. Sie benutzen zwar viele Bereiche der Mathematik tagtäglich, obwohl sie in der Regel die Rechnungen und Algorithmen, die dahinter stecken, nicht kennen. Wenn sie eine Brücke, einen Zug, ein Automobil oder ein Flugzeug benutzen, kommen sie mit Dutzenden mathematischen Disziplinen (einschliesslich Statistik) in Berührung. Sie vertrauen tagtäglich Computern – der normale Benutzer wird sich aber mit Quantenstatistik nicht auskennen, die nötig ist, um die Verteilung der Besetzung von Energiezuständen von Ladungsträgern in Halbleitern auszurechnen. Viele Dinge im Alltag (Medikamente, Fernseher, Toastbrot) haben in ihrer Produktion statistische Optimierungsverfahren durchlaufen.

Mit der Logik der Passivrauchschädenleugner dürften diese vom Nutzwert dieser Dinge keinen Gebrauch machen, da “inakzeptabel” aufgrund nicht nachvollziehender Rechenwege. Diese in sich widersprüchliche Art zu “argumentieren” ist typisch fuer Leute mit unzureichender naturwissenschaftlicher und mathematischer Bildung.

Sie fassen das Wesen wissenschaftlicher Schlussfolgerungen nicht – aber das ist ein grundsätzliches Problem der Gesellschaft: Mangeldes Wissen um Daten und Methoden wird durch eine “gefühlte Wahrheit” ersetzt, die durch fundamentalistische oder profitorientierte Faktoren beliebig verzerrt werden kann. Wissenschaftsignoranz ist die Basis für kuriose Dinge wie Astrologie, Kreationismus, Esoterik, Leugnen des Weltklimawandels, des Holocaust und von Passivrauchtoten.

Fuer Tabakfundamentalisten sieht die Welt so aus: Wenn durch statistische Verfahren eine erhöhte Krebsrate durch Dieselabgase, in Tschnerobyl, oder in Flugzeugen festgestellt wird, machen Kenngrössen wie Mittelwert und Zentralwert durchaus Sinn – Radioaktivität (oder kosmische Strahlung) ist ja sowas von schädlich, hui.

Wenn mit genau diesen Verfahren eine erhöhte Morbiditaet aufgrund von Passivrauchen aufzeigen, passiert Merkwürdiges:

Zunächst einmal muss mal einer zeigen, dass es einen individuellen Kausalzusammenhang zwischen Passivrauch und Tod besteht – wo kommen wir denn sonst hin? (Das ist natürlich lachthaft, da man ebensowenig wie bei Tschernobyl- oder Asbestopfern die Kausalkette rekonstruieren kann – funktioniert eher bei Unfalltoten im Strassenverkehr).

Und dann sind ja die statistischen Standardverfahren sowas von dubios – Mittelwerte, Zentralwerte mutieren plötzlich zu willkuerlichen mysteriosen Verschleierungsinstrumenten.

Und: “Das Endergebnis ist in aller Regel das uninteressanteste an einer Statistik, und, hört hört, rein mathematisch und hat mit der Realität nichts zu tun. Und sowieso, wie kann man den Nebenstromrauch aus Dutzenden Krebs erregenden Stoffen, die in Kneipen die Luft sichtbar vernebeln, auch nur in Verdacht bringen, nichtrauchende Menschen zu schaden, obwohl dieselben Stoffe bei Rauchern Lungenkrebs und zig andere Krankheiten erzeugen. Ach was, Aktivrauchen ist doch gesund?

Dieser ständig zelebrierte Widerspruch mit der Art und Weise, wie man üblicherweise in vielen Situationen des Alltags Schlussfolgerungen zieht und Probleme löst – das ist es, was Kosirog, Blumberg, JuJu, Vollmer, Löb und Konsorten zu Clowns macht. Sie erinnern mich an Anhänger der Hohlwelttheorie .

Sie argumentieren prinzipiell ohne Argumente, schieben unermüdlich das breiten Spektrum wissenschaftlicher Evidenz zur Schädlichkeit des Passivrauchens beiseite und werden nicht müde, die Nichtraucher mit einer selektiven winzigen Auswahl überholter Publikationen oder gar plumpem Propagandamaterial und dreisten Lügen, Teilweise sogar mit purem Schwachsinn für dumm zu verkaufen.

Ganz ehrlich, geht euch nicht langsam ein Licht auf? Lohnt eine Diskussion mit Wissenschaftsignoranten?