NETZWERK RAUCHEN FORDERT: ESST MEHR BLÄHUNGSVERURSACHENDE LEBENSMITTEL!!!!

Wie eine Studie der höchst renommierten Universität von Exeter ergab, die von den Wissenschaftlern des Netzwerks Rauchen neu bewertet wurde, schützt nicht nur die Inhalation von edlem Tabakrauch vor Krebs, Schlaganfall, Herzinfarkt und Demenz sondern auch die Inhalation von „Fatulenzen“ .

Ein Auszug aus dem Artikel:
„The smell of flatulence has secret health benefits – and could help stave
off cancer, strokes, heart attacks and dementia, scientists have revealed.“

In memoriam einer Weisheit unserer Ahnen:

Erbsen, Linsen, Böhnchen, alles gibt ein Tönchen, haben wir von POUR Netzwerk Rauchen es uns selbstverständlich nicht nehmen lassen, euch mit einer kleinen Liste blähungsfördernder Lebensmitttel hilfreich unter die Arme zu greifen.

Als da wären: u.a. Hülsenfrüchte, Zwiebeln,Knoblauch Staudensellerie,
alle Kohlsorten, Knäckebrot, Hühnereier, Sauerkraut und Wassermelonen.
Bei Laktoseintoleranz sämtliche Milchprodukte, sowie ein hoher Anteil an
Ballaststoffen in der Nahrung.

Wie kommende Studien ergeben werden, wird das Leben eines
durchschnittlichen Rauchers dadurch um 10-20 Jahre verlängert,
mindestens! Es wird zwar noch einsamer um ihn herum als bisher, aber dauert halt länger.
Und bringt das Zeugs flux zu Onkel Helmut, dann hält er mindestens noch bis 120 durch. Versprochen.

Eure Ernährungsberater von POUR Netzwerk Rauchen

Wer wissen will, welch Nikotin-Hirnschiss hinter der absichtlichen Fehlinterpretation von Studien durch militante Nikotinjunkies steckt, der ist beim Möchtegernblogger und reschtradikalen Volksverhetzer „Carolus Magnus“ und seinen volksverdummenden „Sackstark-Artikeln“ an der richtigen Adresse.

„Mittlerweile wurde eine neue Auftragsstudie produziert, die das Einatmen
von Colondampf, vulgo «Passivfürze», als gesundheitsfördernd gegen Krebs proklamiert, vermutlich um Stänkerer über den rauchfreien Gestank in
Discos und Kneipen etwas entgegenhalten zu können, statt einfach das Rauchverbot gesetzlich so zu revidieren, daß alle damit leben können.“
Hier der Link dazu: http://www.sackstark.info/?p=32621

Der gute Mann pfeift sich 60 extra lange Lungentorpedos täglich rein, und da muss man neidlos anerkennen: Der Nikotinhirnschiss wirkt. Todsicher.

 

 

furz1

 

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Romano Grieshaber – Wissenschaftspseudologie auf die Spitze getrieben

Romano Grieshaber, oder sollte man besser sagen seine Ghostwriter, haben wieder zugeschlagen. In seinem zensierten Blögchen zelebriert der Däniken der militanten Tabakszene ein weiteres Kapitel seines unsäglichen Büchleins. Wie üblich, hagelt es dort den pseudowissenschaftlichen Wahnsinn , der sich in Behauptungen wie dieser entlädt:

Romano Grishaber schreibt:
Warum lag die Rate der Lungenkrebs-Todesfälle in den USA eigentlich über vierzig Jahre hinweg höher als in Deutschland, obwohl doch hier der Raucheranteil seit fünfzig Jahren höher und zeitweise sogar sehr viel höher lag als im Heimatland der Tabakkontrolle?

Zunächt einmal, lieber Herr Grieshaber, sollten Sie sich klar machen, was der Begriff Raucheranteil einer Statistik bedeutet. Passen Sie auf, denn hier können Sie noch was lernen.

Der Begriff „Raucheranteil“ besagt doch nur, welcher Anteil der Bevölkerung regelmäßig Abgase aus abgebranntem Tabak inhaliert. Über die Menge des inhalierten Tabakabbrandes sagt der Raucheranteil gar nichts aus.

Da er angeblich Arzt ist, dürfte Grieshaber bekannt sein, daß die Menge der inhalierten Abgase eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Lungenkrebs spielt. Und das ist der Punkt. Kann man denn annehmen, daß jeder Raucher im Nachkriegsdeutschland in den 50er Jahren genauso viel konsumiert hat wie der Raucher in den USA, ein Land, das zu jener Zeit zweifelsfrei um ein vielfaches vermögender war?

Echte Wissenschaft zeichnet sich unter Anderem dadurch aus, daß man sich zunächst über die Grenzen seiner Aussagefähigkeit Gedanken macht. Daß sich Grieshaber über die limitierenden Faktoren seiner Annahmen und damit der seiner Aussagen überhaupt keine Gedanken macht, beweist er mit jeder seiner Machwerke aufs Neue.

Wenn man den Raucherstatus von Menschen mit der Lungenkrebswahrscheinlichkeit korrelieren möchte, wäre es zwingend erforderlich, zu wissen, wie viel denn in den einzelnen Gruppen, die man vergleicht, geraucht wurde. Oder kann man tatsächlich so dumm sein, anzunehmen, in jedem Land dieser Erde würden alle Raucher exakt die gleiche Menge (im Durchschnitt) pro Kopf rauchen, und das über Jahrzehnte hinweg? Unabhängig vom der Wirtschaftsleistung des Landes?

In diesem Sinne lassen wir den Rest an pseudowissenschaftlichm Geblubber von Herrn Grieshaber und seinen Ghostwritern einfach mal so stehen, denn besser können sich diese skrupellosen Tabaklobbyisten nicht der vorsätzlichen Lüge überführen.

Interesannt ist es übrigens, daß Griesahber und seine Ghostwriter diese Volksverdummungswellen immer dann losbrechen lassen, wenn in der Presse gerade mal wieder Rauchen das Thema ist. Aktuell sind es die Schlagzeilen um Raucher Adolfs, der seine verqualmte Wohnung stets in das Treppenhaus entlüftete, und seine Nachbarn damit schädigte und deswegen aus seiner Wohnung flog. Die Welle davor kam mit der Diskussion zur Novelle zum Nichtraucherschutzgesetz in NRW, und davor mischte sich Grieshaber in die Diskussion ein, als 2008 beim Bundesverfassungsgericht über den Nichtraucherschutz geurteilt wurde. Ganz klar geht es bei den Verlautbarungen des Tabaklobbyisten Griehaber nicht im Wissenschaft. Es geht darum, seinen Freunden der Tabakindustrie, mit denen er gemeinsam bei der BGN im Vorstand saß, einen Dienst zu erweisen.

Wie lange wird es wohl dauern, bis Grieshaber bemerkt, daß er seinen Freunden einen Bärendienst leistet?
Man möchte Griehaber und all denen, die zwar über Epidemiologie reden aber keine Ahnung davon haben dieses Buch ans Herz legen:

Epidemiologie für Dummies

Das würde sie vor den gröbsten Dummheiten bewahren, vorausgesetzt, sie würden es lesen.Ein kleiner Ausschnitt daraus:

2014-06-27 13_07_52-Epidemiologie für Dummies - Oliver Razum, Jürgen Breckenkamp, Patrick Brzoska -

Und jetzt nicht druchrehen, liebe Nikotinfanatiker, weil da oben steht, eine Dosis-Wirkungs-Beziehung sei kein Beweis für Kausalität. Daß Tabakqualm bei Rauchern und Passivrauchern Lungenkrebs verursacht, ist bewiesen. In tausenden von Studien. Natürlich ist Rauchen und Passivrauchen nicht die einzige Ursache von Lungenkrebs, aber mit Sicherheit für den allergrößten Teil verantwortlich.

Christoph Lövenich vom “Netzwerk Rauchen” – Quasseln für den Krebs

Christoph Lövenich ist mal wieder auf Sendung. In seinem Stammblog “NovoArgumente” (wobei man richtige Argumente dort regelmäßig vergebens sucht) pamphletisiert der aus dem Rheinland stammende Ex-Vorsitzende der Nikotinistengruppe “Netzwerk Rauchen” mal wieder gegen den Nichtraucherschutz (Link zum Text).

Der Anlass seines Lamentos ist diesmal das 10-jährige Jubiläum des Rauchverbotes in Irland. Wir erinnern uns: Die Iren waren die ersten in Europa, die ein gesetzliches und ausnahmsloses Rauchverbot an allen Arbeitsplätzen auf den Weg brachten. Also auch in Gaststätten. Und beim Lesen seines neuen Artikel wird klar: Lövenich hat immer noch nicht gelernt, wissenschaftlich korrekt zu argumentieren. Ein paar Beipsiele sollen dies belegen:

Christoph Lövenich, der, wie bereits gesagt, früher mal beim “Netzwerk Rauchen” ganz vorne auf den Barrikaden stand,  beschwert sich darüber, dass die Erkenntnisse, welche man aus dem irischen Rauchverbot gewann, in anderen Ländern ebenfalls zur Rechtfertigung eines strikten Nichtraucherschutzes herangezogen wurden.

Christoph Lövenich: So wurden auch angebliche Erkenntnisse aus Irland herangezogen, als 2007 in den deutschen Bundesländern die Diskussion über staatliche Rauchverbote in verschiedenen Einrichtungen begann. So griff man auf eine Studie zurück, die gesundheitliche Verbesserungen bei Kellnern seit dem Rauchverbot belegen sollte. Tatsächlich konnte diese von Rauchverbotsbefürwortern finanzierte und durchgeführte „Studie“ – in Zusammenarbeit mit einer das Rauchverbot unterstützenden Organisation und fast ausschließlich so denkenden Kellnern als Untersuchungspersonen – dafür keinerlei wissenschaftliche Substanz liefern.

Wie üblich sucht man für diese These wissenschaftlich haltbare Begründungen vergeblich. Der einzige Literaturhinweis, der in diesem Zusammenhang seitens des Autors ergeht, ist, man fürchtet es, ein Link auf eine Publikation der Organisation namens “Netzwerk Rauchen “. Also genau jenem Nikotinistengrüppchen, dem Lövenich vor einigen Jahren vorstand

Christoph Lövenich:  Netzwerk Rauchen/Forces Germany e.V. (Hg.): Kellner in Dublin wirklich gesünder durch Rauchverbote?, April 2007

So beweist man mit selbst erschaffener “Literatur”, was man schon immer beweisen wollte. Der Mann hat keine Vorstellung von exaktem wissenschaftlichen Arbeiten. Wenn kein anderer beweisen will, was ich meine, dann schreibe ich den “Beweis” eben selber.

Weiterhin lässt sich der übrige Vortrag von Herrn Lövenich sehr leicht entkräften. Hier eine seiner Thesen:

Christoph Lövenich:  In den Jahren nach Inkrafttreten des Verbots mussten 1500 Pubs schließen, Tausende Arbeitsplätze gingen verloren, und dieser Trend hält weiter an, auch wenn Massenmedien gerne das gesetzliche Verbot als hauptausschlaggebenden Grund verschweigen. 

Sehr eigenartig. In Irland gehen also in großer Zahl Jobs in der Gastronomie verloren? Eine kurze Recherche ergibt, dass dieses Argument von Lövenich kompletter Unsinn ist. Oder anders gesagt: Der Mann verbreitet bewusst die Unwahrheit:

Warum in der irischen Tourismusbranche und Gastronomie Stellen zu finden sind:

Die steigende Anzahl der Touristen, die nach Irland reisen, übertrifft weiterhin Europas Durchschnitt. Dies führt zu einem ebenfalls steigenden Bedarf an Personal in Hotels, der Gastronomie und im Fremdenverkehr. Der Ausbau des Tourismus ist ein Schwerpunkt in Irlands Wirtschaftstrategie. Investitionen in Fremdenverkehrsmarketing und die Infrastruktur hat in 2004 mehr als 6 Millionen Touristen nach Irland gelockt.

Hinzu kommt, dass durch Irlands wirtschaftlichen Wohlstand und die damit steigenden Einkommen dazu führen, dass die Zahl der Restaurants und Freizeitparks ständig größer wird. Dementsprechend sind die Möglichkeiten in Irlands Gastronomie zu arbeiten für ausländische Jobsuchende sehr viel versprechend.

(Quelle irelandjobs.de)

Und wenn Lövenich gar nichts mehr einfällt, dann geht es los, mit dem üblichen “Früher, als man noch rauchen durfte, war alles viel lustiger”-Geblubber:

Christoph Lövenich:  Die Folgen totaler Rauchverbote alleine in der Gastronomie kann man nicht nur in Irland, sondern auch in denjenigen deutschen Bundesländern beobachten, in denen vergleichbare Gesetze gelten.

Aha. Und wie sieht es wirklich aus? Ein gutes Beispiel ist Bayern, wo bereits im August 2010 ein absolutes Rauchverbot in der Gatronomie eingeführt wurde. Hier die Sachlage 2 Jahre nach dieserm Zeitpunkt:

Umsatz des bayerischen Gastgewerbes zu Jahresbeginn gestiegen
Gastronomie schnitt deutlich besser ab als Beherbergung

Der Umsatz im bayerischen Gastgewerbe (Beherbergung und Gastronomie) stieg nach ersten Ergebnissen des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung im Januar 2012 gegenüber dem Vorjahresmonat nominal um 2,1 Prozent und real um 0,2 Prozent; die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich um 4,1 Prozent. Dabei konnte die Gastronomie sowohl in aktuellen Preisen (+3,1 Prozent) als auch in bereinigten Preisen (+1,1 Prozent) eine Umsatzsteigerung verbuchen, während in der Beherbergung zwar der Umsatz nominal zunahm (+0,7 Prozent), real aber zurückging (-1,2 Prozent). Die Beschäftigung stieg sowohl in der Gastronomie (+5,2 Prozent) als auch in der Beherbergung (+2,3 Prozent).

(Quelle Bayerisches Landesamt für Statistik)

Aber egal. Herr Lövenich muss ja nicht im Internet nach verlässlichen Quellen suchen. Fakten sind ihm sowieso verdächtig. Und er hat sie doch schon. Sie finden sich bei “Netzwerk Rauchen”, “VEBWK” und anderen Pro-Lungenkrebs-Vereinen.

Christoph Lövenich:  In Nordrhein-Westfalen müssen sich außerdem Karnevals- und Schützenvereine mit entsprechenden Problemen herumschlagen. Neben den materiellen Aspekten wird der Verlust an Gemütlichkeit beklagt, an Lebensräumen, in denen man sich frei und ungezwungen bewegen konnte, an sozialen Kontakten und Wärme, nicht nur im buchstäblichen Sinne, wenn Raucher und ihre Gesprächspartner bei Wind und Wetter wie Hunde vor die Tür gejagt werden.

Offen gestanden, ich liebe die Ausarbeitungen von Christoph Lövenich aus Bonn. Seine Texte werden spätestens ab der Mitte, wenn dem Mann die Argumente ausgehen (so er jemals welche hatte), so selten dämlich, dass ich regelmäßig heftigst lachen muss. Durch das Rauchverbot in der Gastronomie werden also “Lebensräume” vernichtet, in denen man sich “frei und ungezwungen bewegen kann”? LOL! Ich habe selten so einen ultimativen Blödsinn gelesen.

Denn zuerst mutet es fast groteskt an, von “Lebensraum” zu sprechen, dort wo giftige, krebserregende Gase freigesetzt werden, die dem normalen Menschen den Atem stocken lassen und die zu Hustenreiz, Augenbrennen und Kopfschmerz führen. Warum man darüber hinaus für “soziale Kontakte” in einer Bude sitzen muss, in der man eigentlich nur mit schwerem Atemschutz einigermaßen gefahrlos überleben kann, verstehe ich nicht. Eine Atemschutzmaske ist bei der Kommunikation doch eher hinderlich.

Und dann noch die ewig wiederholte Einlassung, man jage die Raucher wie Hunde vor die Tür wenn man ihnen das Rauchen in der Kneipe verbiete. Die ist immer wieder einen Extralacher wert. Wer nicht mal 30 Minuten in einer Gaststätte sitzen kann, ohne sich den nächsten Nikotinschuss in die Lungen jagen zu müssen, der sollte mal dringend mit einem Arzt reden. Normal ist sowas nicht. ICH muss nicht alle paar Minuten vor die Tür, wenn ich in einer Gaststätte sitze. Aber ich mache mir auch nichts aus dem aerosolen Giftcocktail, den sich diese Nikotinjunkies in kurzen Intervallen in ihre Körper ziehen müssen. Aber aus einem Grund ist der Vergleich von Rauchern mit Hunden schon nicht ganz unproblematisch: Kein Hund wird so dumm sein, freiwillig an einer Zigarette zu ziehen.

Zum Schluss habe ich jetzt noch ein besonderes Schmankerl vom “Genussfreund” aus Bonn für Sie, dann ist aber auch gut mit dem Gequassel für den Krebs:

Christoph Lövenich:  Zwar lässt sich der Tabakkonsum niemals ausrotten, aber die Schäden, die dabei an der individuellen Selbstbestimmung und am gesellschaftlichen Miteinander entstehen, können noch deutlich heftigere Formen annehmen.

OK, wenn “indivudelle Selbstbestimmung” auch den Suizid impliziert, wollen wir das mal akzeptieren. Jeder hat schließlich das Recht sich selbst zu Grunde zu richten. Primäres Problem des Herrn Lövenich ist aber sein verkürztes Denken. Wenn er den Selbstmord (also auch jenen auf Raten wie das Rauchen) als Option für sich selbst sieht, ist das vollkommen in Ordnung. Aber dass er dadurch anderen Menschen die Inhalation seines Giftmixes zwingend auferlegt, ist dann sicher nicht mehr akzeptabel.

Und in einem mag Herr Lövenich sicher Recht haben: Tabakdrogenkonsum wird es immer geben, eben weil es immer Menschen gibt, die Drogen nehmen müssen. Und die Unterschicht braucht eben auch eine Unterschichtendroge. Nicht jeder kann sich Kokain leisten. Aber es spricht nichts dagegen, Drogenkonsum massiv zu bekämpfen. Und damit eben auch die Tabakdrogen und ihren Konsum zurückzudrängen. Denn Drogen töten. Das gilt besonders für die legale Droge Tabak. Möglicherweise wird Herr Lövenich dieses Faktum auch mal am eigenen Leib verspüren. Dann ist es aber in aller Regel zu spät.

 

Quelle: http://peterrachow.wordpress.com/2014/04/05/christoph-lovenich-vom-netzwerk-rauchen-quasseln-fur-den-krebs/

Der Krieg gegen die Raucher

Es gibt viele Bücher zum Thema “Rauchen”, aber nur wenige davon beschwören eine angebliche „Hexenjagd gegen rauchende Menschen“ herauf. Diejenigen, die so etwas in der heutigen Zeit tun, sind eine Hand voll  fanatischer Raucher , die sich in einem sektenartigen Verein, dem sogenannten „Netzwerk-Rauchen“ zusammengeschlossen haben, um mit übelster Propaganda und dreistesten Lügen den Nichtraucherschutz zu torpedieren. Einer derjenigen, der von der parareligiösen Qualmsturmtruppe gerne gebauchpinselt wird, ist der 1945 geborene österreichische Universitätsprofessor Walter Wippersberg. Wipperberg hat jetzt ein Buch mit dem absurden Titel “Der Krieg gegen die Raucher” geschrieben. Der Untertitel des Buches lautet: “Zur Kulturgeschichte der Rauchverbote”.

Das abenteuerliche Machwerk des schwerst nikotinsüchtigen Autors ist fast ausnahmslos die reine Polemik gegen den Gesundheitsschutz. Wippersberg ruft gebetsmühlenartig eine moderne Form der Hexenjagd aus, die sich als Ziel keine rothaarigen Frauen, sondern rauchende Menschen ausgesucht hätte. Alle seine Aussagen sind aber weder belegbar noch nachvollziehbar, sondern abstruse Phantasiegebilde, die auf eine ausgeprägte Paranoia des Nikotinfanatikers Wippersberg schließen lassen.

Wippersberg schwelgt im Selbstmitleid, wenn er seine Thesen über die angebliche Raucherhetze durchknetet. Er konstruiert perverse Thesen wie die, dass es einen Frieden bei diesem Thema nicht geben kann, und schwingt beständig, wie die meisten der sketierenden Qualmfanatiker, die Nazikeule, mit abwegigen Sprüchen. Der Extrakt seines Schreibdurchfalls sammelt sich dabei zu Latrinenparolen wie „die WHO kämpft für den “Endsieg raucherfreie Welt” und ähnlichem Nikotinjunke-Lieblingsgedöns.  Dass die Tabakindustrie den Endsieg über Herrn Wipperberg bereits in der Tasche hat, kommt ihm erst gar nicht in den Sinn.

Das Buch beschwört aber nicht nur eine Hetze gegen rauchende Menschen herauf, die in der Realität gar nicht existiert, sondern missbraucht auch die jüngere und frühe Vergangenheit, um ein Gedankenkonstrukt des Autors zu stützen, das zu suggerieren versucht, es hätte immer wieder Versuche gegeben, den sogenannten „Genuss“ des Rauchens, eine dreiste Erfindung der Tabakindustrie, zu „verteufeln“. Der Autor ergießt sich dabei in der Erschaffung eines Feinbildes, das militante Qualmverfechter in Diskussionen regelmäßig gebetsmühlenartig verbreiten: Nichtraucher wären allsamt „genussfeindlicher Puritaner“, deren einziger Traum darin bestünde, dass Rauchen zu verbieten. Auch in dieser absurden Argumentationskette darf die Nazikeule nicht fehlen. Denn angeblich wäre es ein Traum von Adolf Hitler gewesen, eine tabakfreie Welt zu errichten. Der Wahrheitsgehalt dieser Aussage Wipperbergs entlarvt sich schon alleine in der Tatsache, dass die Nazis mit dem Tabakdrogenkartell, beispielsweise der Firma Reemtsma, glänzende Geschäfte machten. Die SA hatte sogar ihre eigene Zigarettenmarke, die „Sturmzigarette“. Mit derart unappettlichen und dümmlichen Argumenten könnte man noch eher die Millionen an Vokswagenbesitzern diffamieren, denn schliesslich legte Adolf Hitler höchst persönlich den Grundstein des Volkswagenwerks in Wolfsburg. Tun wir aber nicht, denn erstens können wir denken und zweitens heissen wir nicht Wippersberg.

Völlig absurd wir es, wenn Wipperberg eine Geschichte aus dem 17. Jahrhundert zum Besten gibt, wo der türkische Sultan Murad IV fast 25.000 Raucher hinrichten ließ. Wenn Wipperberg dann mit der Bemerkung, „Soweit sind wir heute zwar nicht mehr (oder noch nicht?)“ nachlegt, wir klar, wess Geistes Kind der Kettenraucher ist. Mit seinen abenteuerlichen Behauptungen über angebliche Rechentricksereien der WHO und der angeblichen „Antiraucherlobby“, wer auch immer das sein soll,  macht sich Wipperberg letzendlich vollkommen lächerlich. Passivrauchtote sind nun mal Fakt, und wer hier, wie Wippersberg das tut, von Zahlenspielereien der WHO und fachlich völlig unseriösen Schätzungen blafaselt, befindet sich im Tal der Ahnungslosen, ähnlich den Bürgern der einstigen DDR, die kein Westfernsehen empfangen konnten. Mit dem Unterschied, dass Wipperberg die Möglichkeit hat, sich umfassend zu informieren. Folglich lügt er absichtlich oder ist ganz einfach nur dumm.  Glücklicherweise sind die Zeiten der Tabakdiktatur, in der die Menschen von den Nikotindrogenbaronen belogen und betrogen wurden, und zu deren Büttel sich ein Großteil der Politik machte, weitestgehend vorbei.   Wipperbergs unqualifizierte Aussagen über den toxischen Tabakqualm runden den Gesamteindruck dieses Buch angemessen ab und zeigen, dass es dem Autor nicht um eine seriöse Diskussion geht, sondern einzig und allein um tendenziöse Meinungsmache, von der man den Anschein hat, sie wäre vom Tabakdrogenkartell selbst in Auftrag gegeben und bezahlt worden.

Im vorliegenden Buch gibt sich der schwerst nikotinsüchtige Raucher Walter Wippersberg eine Blöße nach der anderen. Beispielsweise geht er der Frage nach, wie es zu diesem Meinungsumschwung in der öffentlichen Debatte gekommen ist. Dabei ignoriert er vollständig, dass die Tabakdrogenindustrie bis in die späten 90er Jahre die Öffentlichkeit über die Schädlichkeit des Aktiv-und Passivrauchens systematisch auf breiter Front mit gekauften Wissenschaftlern und manipulierten Medien nach Strich und Faden belogen und betrogen hat. Darüber hinaus beschäftigt er sich pseudokulturhistorisch mit vermeintlichen Hintergründen dieses für ihn erstaunlichen Paradigmenwechsels, der überhaupt nicht erstaunlich ist, wenn man die Fakten zur Kenntnis nimmt. Die Art und Wiese, wie er seine kruden Thesen in einen gesellschaftspolitischen Kontext bringt, ist an Absurdität kaum zu toppen.

Wenn Wipperberg fabuliert, das „Kulturphänomen“ Rauchen (Rauchen hat mit Kultur so viel zu tun wie Kuhdung mit Apfeltorte, Anm. d.Red.) nur vom Standpunkt der Gesundheit aus zu betrachten, sei eine barbarische Sichtweise, zeigt er eindrucksvoll, wie die Pferde mit diesem Mann durchgegangen sein müssen. Aber auch da legt er noch eins drauf. Mit der nicht haltbaren These, der vermeintlich „stimulierenden“ Wirkung des Tabaks, die eine  Erfindung des Nikotindrogenkartells ist,  würden wir zum Beispiel einen gar nicht so kleinen Teil unserer Kultur verdanken. Da fragt man sich, woher ein Wippersberg wissen will, was rauchende Künstler wohl geleistet hätten, wären sie nicht der Nikotinsucht anheim gefallen. Wipperberg selbst hätte es wohl die meisten seiner blamablen Machwerke der letzten Monate erspart. Stimulierend wirkt Tabakrauch allenfalls auf das Wachstum von Krebszellen und die Ablagerung und Schädigung der Blutgefäße.  Tabakrauch stimuliert darüber hinaus  die Laune derjenigen, die diesen Dreck an die Süchtigen verkaufen und deren Kassen sich durch die Suchtmittel, die sie unters Volk bringen, bestens füllen.

Wippersbergs Ergüsse ignorieren oder verdreht bewusst einen Großteil der wissenschaftlichen und historischen Fakten, konstruieren und subsumieren absurde psychologische und religiöse Zusammenhänge in Bezug auf den Nichtraucherschutz. Wipperbergs Machwerk ist mit billigster Polemik überladenens Rauchergedöns. Der parareligiöse Fanatismus des Autors wird dabei schon alleine durch den Titel “Krieg gegen die Raucher” entlarvt. Dieses Buch wäre selbst in der Ausführung zweilagaig, perforiert, nur von geringem Nutzen. Das Buch ist in Deutschland noch nicht erschienen. Die 13,90 Euro, die dieser geballte Schwachsinn kosten soll, sind 13.90 Euro zu viel. Aber selbst geschenkt wäre dieser Unsinn noch zu teuer, schade um die Zeit, die man damit verschwendet.

Der Verfasser dieser Rezension sollte sie Herrn Wipperberg in Rechnung stellen.

Wehret den Anfängen!

Heute wollen sie Rauchen in Kneipen erlauben.

Morgen wieder am Arbeitsplatz

Und übermorgen wird jeder wieder zum passiven Mitrauchen gezwungen.

Und danach werden Schritt für Schritt alle Gesetze gestrichen, die zum Schutz der Gesundheit dienen.

Fabriken brauchen keine Filteranlagen mehr für ihre Emissionen.

Autos dürfen so viel CO2, Stickoxide und Feinstaub ausstoßen, wie sie wollen.

Atomkraftwerke dürfen ihre Brennstäbe unter freiem Himmel endlagern.

Denn schließlich soll jeder nach seiner Fasson glücklich werden – auch Unternehmer der Industrie!

Und wem das nicht gefällt, der kann ja auswandern, notfalls auf den Mond.

THINK OF IT!

Dieser bemerkenswerte Kommentar ist aus der Pinnwand Facebook-Gruppe Volksbegehren für den echten Nichtraucherschutz. Er soll zeigen, wie lächerlich die Gegner des Nichtraucherschutzes argumentieren, wenn sie Menschen, die sich für den Nichtraucherschutz engagieren, beispielsweise als Faschisten diffamieren und den Nichtraucherschutz als Vorboten eines totalitären Staates darstellen.

Der Schwachsinn vom Rauchen als „antifaschistischer Akt“

So mancher Raucher kennt offenbar nichts anderes als billige Polemik, wenn es darum geht seine Sucht zu verteidigen und dabei zu behaupten, andere kämen nicht zu Schaden. Die bezahlten Helfer der Tabak-Nikotindrogenindustrie versuchen auf allen Ebenen und mit allen Mitteln – teilweise mit dümmlichsten Argumenten – dazu beizutragen, dass diese Drogenindustrie nicht untergeht

Sie werden es nicht schaffen, eine aufgeklärte Bevölkerung – wie in der Vergangenheit gesche.hen – weiter zu verdummen. Auch die dreiste Verharmlosung des Zwangsmitrauchens („Passivrauchens“) mit unhaltbaren Argumenten von Herrn Bretschneider hilft dabei nicht.

Wir gehen erfreulicherweise unaufhaltsam – auch gegen den Widerstand der Helfer in der Politik – einer rauchfreien Gesellschaft entgegen.

Aber schreiten wir zur Analyse dieses dummdreisten Propagandalehrstücks, das denkenden Menschen veranschaulichen sollte, was Nikotinkonsum aus manchen Menschen macht: Roboter, die jeden Mist, der ihnen irgendwie zur Rechtfertigung ihrer Sucht in den Kram passt, unbedarft nachplappern.

Der Autor beginnt sein Glanzstück mit einer Anekdote der besonderen Art:

Der Soziologe Peter L. Berger hat mir bei einem seiner Wienaufenthalte eine interessante Geschichte erzählt. Vor Jahren sei – ausgerechnet auf einer Konferenz in Kuba – das Thema „Raucherbekämpfung“ diskutiert worden. Das bislang gebrauchte Argument, Raucher kosteten den Staat wegen ihrer Gesundheitsschäden mehr Geld (als Nichtraucher) war schleißig geworden; schließlich sterben Raucher, statistisch gesehen, früher und „kosten“ infolge kürzeren Pensionsgenusses unter Umständen sogar weniger. Da verfiel man auf eine andere Schädlingsargumentation: Sie schadeten mit ihrem Rauch „unschuldigen Opfern“. Damit wäre ihr unmoralisches Verhalten erwiesen. Das Thema „Schäden durch Passivrauchen“ trat seinen medialen Schwadenumzug um Teile der Welt an.

Herr Bretschneider, was tut ein Wissenschaftler, wenn er sich in einer Sache kundig machen will? Richtig. Er recherchiert. Die Anekdote ihres Freundes Berger mag sich ja ganz nett anhören, aber leider ist es von vorne bis hinten nichts Anderes als eine zusammenhanglose Aneinanderreihung von haltlosen Mutmaßungen und Hypothesen, die bei genauerem Hinsehen jeglicher Grundlage entbehren.

Der Begriff des „Passivrauchens“ musste nicht erst erfunden werden. Er war schon von den Nationalsozialisten benutzt worden.

Herr Bretschneider, Ihnen ist schon bekannt, dass die Nationalsozialisten auch die Marke „Volkswagen“ erfunden haben.

Unter dem militanten Nichtraucher Hitler gab es ja bekanntlich eine massive Antiraucherkampagne (Plakate erklärten, dass „Juden, Afrikaner, Inder, lockere Frauen und dekadente Intellektuelle“ diese schlechte Gewohnheit hätten). Hitler selbst rauchte als junger Mann und „Künstler“ zwei Packungen pro Tag, musste aber wegen Geldmangels aufgeben.

Herr Bretschneider, Geschichte scheint nicht ihre Stärke zu sein. Hitler war ein diktatorischer Schwerverbrecher und kein „militanter Nichtraucher“. Ein Blick in jedes Geschichtsbuch wird Ihnen beim Verständnis der Zusammenhänge hilfreich sein.

Danach versuchte er die Menschen vom Rauchen abzubringen (bei Hermann Göring und Eva Braun scheiterte er).

Hitler versuchte also die Menschen vom Rauchen abzubringen. Aha. Als ergänzende Lektüre zu Snowdons Propagandawerk sollten Sie sich das Buch „Die Reemtsmas – Geschichte einer deutschen Unternehmerfamilie“ des Historikers Erik Linder, das den wirtschaftlichen Aufstieg der Familie und ihre Verstrickung mit dem nationalsozialistischen Regime erzählt – zu Gemüte führen. Reemtsmas Vater Philipp Fürchtegott war Wehrwirtschaftsführer und hatte sein Zigarettenimperium durch große Geldspenden an Hermann Göring abgesichert. Die Nazis machten mit den Zigarettenbaronen beste Geschäfte.

Dürftige Methodik

Dürftig ist in der Tat die Methodik, mittels derer der liebe Herr Bretschneider unreflektiert den pseudowissenschaftlichen Stuss des einschlägig bekannten, mit Tabaklobbyisten kooperierenden Journalisten Snowdon wiederkäut.
Zur Erläuterung:
Am 27./28. Januar 2009 veranstaltete diese “TICAP” in Brüssel einen Volksverdummungskongreß mit dem irreführenden Thema «Prohibition und Passivrauchlüge», bei dem auch die Creme de la Creme der von der Tabakindustrie geschmierten Wissenschaftler vertreten war.

TICAP ist eine Ansammlung von schleimigen Tabaklobbyisten, deren Ziel es ist, Rauchen und Passivrauchen zu verharmlosen und so dem Nikotinkonsum Vorschub zu leisten. Auf den Punkt gebracht geht es darum, dass bei der Tabakmafia der Rubel rollt.

Unter der handvoll an verwirrten, eingeladnenen Wissenschaftlern befand sich auch Christopher Snowdon, der eine äußerst absurde und mit gezielten Desinformationen gespickte Rede über die Entwicklung und den derzeitigen Stand der Anti-Rauch-Bewegung hielt, die unter dem Patronat des allseits bekannten Tabaklobbyisten und neoliberalen rechtsnationalen britischen EU-Abgeordneten Godfrey Bloom MEP in einem Hotelkeller abgehalten wurde, nachdem das EU-Parlament es diesen militanten Handlangern der Tabakmafia untersagt hatte, ihre menschenfeindlichen und antidemokratischen Parolen im EU-Parlament zu verbreiten.

Pikant ist, daß ausgerechnet die Raucher-Sekten, welche diesen Kongreß der absurdesten Wissenschaftler mit dem Argument abhielten, sie wären von der Tabakindustrie unabhängig, aber dabei mit einem “Kronzeugen” aufwarteten, der es in sich hat: Gio Batta Gori, Toxikologe und langjähriger Berater der Tabakindustrie, kassierte Millionenbeträge von dieser Tabakverbrecherbande. Aber auch die anderen “Wissenschaftler” dieser Voklsverdummungskonferenz waren bezahlte Schergen der Tabakmafia. Zwei Beispiele folgen:

Dr. Jan Snel arbeitete unter anderem auch für ARISE, siehe:
http://legacy.library.ucsf.edu/tid/opo43…7118BDFDA092400

Associates for Research in the Science of Enjoyment (ARISE) war eine von der Tabakmafia gegründete und finanzierte pseudowissenschaftliche Bude, mit dem Ziel, den Nikotinkonsum als “stressmindernd” darzustellen.

Dr. Jan Snel arbeitet mit John Luik zusammen. John Luik ist durch und durch Tabakmafia”wissenschaftler” und hat auf der Brüssler “Konferenz” die Desinformationen, die er im Auftrag der Tabakmafia erarbeitet hat, heruntergebetet, was die militante Qualmfraktion offensichtlich in orgasmusähnliche Zustände versetzte. Für denkfähige Menschen jedoch wirkt dieses widerliche pro-Qualm Geschwafel einfach nur abstoßend . Interessantes zu Luik findet man hier:
http://www.sourcewatch.org/index.php?title=John_Luik

Dies sind kleine Details aus einem sehr sachlich geschriebenen Buch von Christopher Snowdon „Velvet Glove, Iron Fist. A History of Anti-Smoking“, UK 2009. Es zeigt alle Spielarten der Raucherbekämpfung: Sie variieren in Motiven (religiös, moralisch, medizinisch) und Methoden (Galeere, heißes Blei in den Rachen, moralische Verurteilung). Weder „Verfolger“ noch die Tabaklobby kommen gut dabei weg.
Es ist eine bewegte Geschichte – voll von Einzelaposteln und ihren Kreuzzügen, besorgten Aufklärern, Konvertierten und Gesundheitsbehörden – staatlichen und selbst ernannten. Den Schluss bildet eine penible Auflistung der bis dato vorliegenden Einzelstudien zum Thema „Schäden durch Passivrauchen“. Deren Methodik ist dürftig. Und so verwundert es nicht, dass die Ergebnisse größtenteils statistisch insignifikant sind. Von 64 Studien fanden neun einen leicht signifikanten Zusammenhang zwischen Passivrauchen und Erkrankungen „naher Nichtraucher“; drei fanden einen negativen Zusammenhang („Passivraucher erkrankten weniger“) und 52 zeigten keinen Zusammenhang zwischen Passivrauchen und beobachteten Erkrankungen.

Es ist eine glatte Lüge, was der Herr Bretschneider da von sich gibt. Denn es gibt weit mehr als nur 64 Studien zut Thema Schäden durch Passivrauchen, Herrn Bretschneider sei empfohlen, sich die Quellen der Metastudie des Surgeon General vorzunehmen, und einfach durchzuzählen.

http://www.surgeongeneral.gov/library/secondhandsmoke/report/index.html

Dann wird er feststellen, dass er nur den Bockmist von Snowdon, der bislang übrigens nicht eine einzige von der Fachwelt anerkannte Publikation zum Thema Passivrauchen veröffentlichte, nachgeplappert hat.

Das ist die Basis, auf der ein guter Teil der Antirauchergesetzgebung ruht. Ja – und auf sogenannten Metastudien (aber wenn man die erwähnten Befunde gemeinsam betrachtet, lässt sich erst recht nichts ablesen, was die Stigmatisierung der Raucher als Täter, denen unschuldige Opfer ihre Krankheit verdanken, rechtfertigen würde).

Meine Güte, Herr Bretschneider, mit Verlaub: Jetzt kommt wirklich nur noch Schwachsinn. Selbstverständlich beruht die Gesetzgenuung zum Nichtraucherschutz auf einerm breiten wissenschaftlichen Konsens, tausenden Studien, fusst auf der Toxikologie des Tabakrauches, dem mittlerweile sogar die Tabakindustrie zustimmt.

Rauchen ist gesundheitsschädlich – das ist sicher. Aber auch Bekehrungsbewegungen haben ihre (gesellschaftlichen) Folgekosten. Man muss nur auf den Tag warten, da übermäßiger Fett-, Zucker-, oder Salzkonsum als volksgesundheitsschädlich entdeckt wird; oder übermäßige Automobilität oder „Energiefressen“. Nicht auszudenken, wo und wie überall gesündigt werden kann!

Herr Bretschneider, sind Sie für Autoabgase in Restaurants?
Bis dato habe ich noch kein Lokal gefunden, indem neben mir ein Auto seine Abgase in den geschlossenen Innenraum bläst, aber es gibt im Freien Fahrverbote bei Feinstaubbelastung, wobei die Grenzen für Feinstaub in Lokalen, in denen geraucht wird weit über den im Freien zulässigen liegen

Schade, dass das Recht zu rauchen in geeigneten Lokalitäten (mit getrennten Zonen) nicht zum „antifaschistischen Grundkonsens“ zu gehören scheint.

Nee. Schade, dass die intellektuelle Aufforderung zum intellektuellen Passivrauchmord nicht strafbar ist.

Schließlich kann man gerade in unserem Teil der Welt „rauchen“ unter anderem als antifaschistischen Akt betrachten.

Bretschneider, Sie sind nicht der erste, der ´Rauchen als antifaschistischen Akt´ bezeichnet. (Da gab es doch auch einen gewissen Wippersberg – wer immer das sein mag.) Und Bretschneider, sie sind auch nicht der erste,  – wahrscheinlich Kettenraucher – der beweist, daß Rauchen die gesamte ´Persönlichkeit´ zerstört – genauer gesagt: Rauchen ist die Folge einer gestörten Persönlichkeit – wie jede Sucht. Das Argument mit Hitler mußte ja kommen, die Süchtler haben immer schon alles, was die Bedriedigung ihrer Sucht in Frage stellt oder behindert als Faschismus denunziert. Dümmer geht es nicht. Einfache Frage: ist Atmen Zeichen einer faschistischen Gesinnung? Korrekte Antwort: selbstverständlich! Denn Hitler hat geatmet (soweit man jedenfalls weiß). Alles klar? (Und ich würde die Presse bitten, derlei konkurenzlosen Schwachsinn wie ihn die Herrn Wippersberg, Breitschneider, und andere Verwirrte absondern, (was erwartet man denn von Süchtigen?) nicht mehr zu veröffentlichen. Das ist ´intellektuelle Körperverletzung.´

Hitler soll ja Schuschnigg beim Gespräch am Obersalzberg das Rauchen untersagt haben…

Ich habe ja Verständnis dafür, dass ein Geisteswissenschafter nicht verstehen kann, dass die Schadstoffe des Tabakrauches vom Raucher nicht geschluckt werden sondern auch daneben stehende Personen schädigen.
Kein Verständnis habe ich für den dummen Versuch, Befürworter von Rauchverboten in die Nähe des Faschismus zu rücken und das Rauchen zu einem antifaschistischen Akt zu erklären.
Übrigens: Philip Morris räumt die Schädlichkeit von Passivrauch schon ein, vielleicht glaubt Herr Bretschneider ja den Herrschaften dort mehr als den Top-Medizinern und Forschern weltweit. Bei WHO und Co herrscht ja, anders als bei der Tabakindustrie, Weltverschwörung, zumindest in den Köpfen von ein paar verwirrten Qualmfanatikern…

Neues vom Schelm – Lügen, Halbwahrheiten, Stammtischgeschwätz, Esoterik und dummes Gerede rund um den tödlichen blauen Dunst

Wie Betreiber von Raucherwebseiten versuchen, ihre Leser systematisch zu verdummen

Der „Schelm“ ist eine im Internet abrufbare Publikation einer unbekannten Autorengruppe oder eines Einzelautors die den Zweck hat, wissentlich Unwahrheiten über den Tabakkonsum und seine Folgen im WWW zu verbreiten. Angesiedelt sind der oder die Autore(n) im Umfeld eines sog. „Netzwerk Rauchen e. V.“, einer militanten und extrem aggressiven Splittergruppe, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, den Nichtraucherschutz in Deutschland wieder abzuschaffen, damit insbesondere ihre Mitglieder und Sympathisanten wieder ungehindert immer und überall Tabakdrogen konsumieren können.

Ein wesentlicher Teil der Strategie dieser dubiosen Gruppe ist es, immer neue Webpräsenzen zu erfinden um ihre offenkundigen Unwahrheiten unter das Volk zu streuen. Eine dieser Präsenzen ist ein kleines „Blättchen“ namens „Neues vom Schelm“ (http://neues-vom-schelm.de/). Dort werden in unregelmäßigen Abständen Traktate veröffentlicht, die ausschließlich der gezielten Desinformation und der Lüge dienen. In diesen Texten wird mit sehr einfachen rhetorischen Mitteln versucht, gegen den Nichtraucherschutz Stimmung zu machen und die seriöse Wissenschaft, die sich mit demTabakrauchen und seinen teilweise schrecklichen Folgen auseinandersetzt, zu diskreditieren.

Eines dieser Pamphlete möchte ich nachfolgend exemplarisch untersuchen, um herauszuarbeiten, mit welchen inhaltlichen, textlichen und stilistischen Mitteln die Autoren arbeiten, um ihre unseriösen Ziele gegen alle Vernunft zu realisieren.

Hier das Original des Textes: http://neues-vom-schelm.de/_gesund.html

Originalpassagen sind in rot gehalten.


Raucher sterben früher

Dies dürfte so ziemlich die einzige wahre Aussage in der ganzen textlichen Darbietung sein. Da sie am Anfang steht, kann man hier die Lektüre auch einstellen. Aber wir wollen ja den Text analysieren…

Rauchfrei, gesund und glücklich?

Schon alleine diese erste Frage ist suggestiv. Und derartige Fragen werden uns noch sehr oft begegnen. Die Antwort wird, wie bei Suggestivfragen üblich, dann gleich mitgeliefert, und sie lautet zwangsläufig „Nein“. Zumindest in der Sicht der Autoren. Denn wer seine eigene Gesundheit permanent ruiniert, dem ist wohl kaum zuzutrauen, dass er die obige Frage mit „Ja“ beantwortet. Und es ist ja auch allgemein bekannt: dass man durch Rauchverzicht nicht nolens volens und damit zwangsläufig glücklich wird. Aber dass man durch Nichtrauchen gesünder wird, ist jedem normalen Menschen einsichtig. Da man aber nicht glücklicher wird, so wird einem von den Autoren suggeriert, wird man eben auch nicht gesünder. Ein sehr leicht zu durchschauendes sprachliches Vorgehen indem man Begriffe vermengt, die positiv besetzt sind. Negiert man dann den einen, negiert sich der andere automatisch mit.

’Rauchen schadet Ihrer Gesundheit’: eine Binsenweisheit, die allgemein bekannt ist und von nahezu jedem akzeptiert wird.

Durch diese Formulierung soll die angebliche „Binsenweisheit“ (die bekanntermaßen gesicherte Erkenntnis ist) in Zweifel gezogen werden. Denn wenn „nahezu jeder“ sie akzeptiert (was in der Sicht der Autoren wohl falsch ist), so wird es auch einige wenige Wissende geben, die sie nicht akzeptieren. Und wer dies ist, ist natürlich ebenfalls schon klar. Mit anderen Worten: Die Masse lässt sich verdummen, die Damen und Herren Nikotinsüchtigen, die diesen Text verfasst haben, gehören zum kleinen Kreis der Wissenden und lassen uns nun daran teilhaben. Man darf also gespannt sein.

Stimmt es aber wirklich, dass wir Raucher, würden wir nur mit dem Rauchen aufhören, dann auch gesünder bleiben und länger leben würden?

Interessant an diesem Text ist, dass er einleitend fast nur mit Fragen aufwartet und im Gegenzug keinerlei konkrete Aussagen oder gar Antworten auf die Fragen  liefert. Die Fragen beziehen sich dabei immer auf gesichertes Allgemeinwissen, das den Autoren aber bei der Verfolgung ihrer Ziele aber ungelegen kommt, und daher stellen sie dieses als fragwürdig dar. Ein Sachverhalt, den man nicht akzeptieren mag, wird also durch Fragen in Frage gestellt.

Immerhin gab es schon genügend andere Fälle, in denen hat es die Menschen eben nicht gesünder gemacht, wenn sie gläubig taten, was gerade als ‚gesundheitsfördernd’ in aller Munde war. Denn die Wissenschaft hat dabei schon so manchen Irrweg eingeschlagen.

Auffällig ist hier auch wieder das vollkommene Fehlen von Belegen. Wo haben Menschen, die gesund leben, durch eben diesen Lebensstil gesundheitliche Nachteile erlitten? Kein Beleg, kein Beweis, nur Mutmaßungen und unbewiesene Behauptungen werden angeführt. Dass es „immerhin“ entsprechende Fälle gegeben haben soll, ist reines Stammtischgeschwätz, vollkommen unwissenschaftlich und vom kognitiven Niveau her äußerst dürftig. Und am Ende des Absatzes erscheint dann noch ein sehr ungenauer Verweis auf „die Wissenschaft“ im Allgemeinen. Welche Wissenschaft (Medizin, Biologie, Chemie, Physik oder eine Geisteswissenschaft) genau gemeint ist, welche Studien oder Erkenntnisse betroffen sein könnten, wird ebenfalls verschwiegen. Fazit: Nichts Konkretes, nichts Nachprüfbares, keine Wissenschaft. Nur sinnleeres und weitgehend dummes Gerede.

Das kann selbstverständlich auch das Rauchen betreffen.

Aha. Jetzt kommt man zum Kern der Sache. Es könne auch das Rauchen betreffen. Aber auch hier wieder keinerlei Konkretisierung, keine Verdeutlichung, was genau gemeint ist. Jeder Leser darf sich selbst aussuchen, wie er den Satz verstehen möchte. Nur inhaltsloses Bla-Bla, das man so oder ähnlich auf jedem Stammtischtreffen hören kann wenn nur genug geraucht wird. Und es wird in aller Regel von Menschen ausgesprochen, die vermutlich genau so viel von Wissenschaft verstehen, wie die Autoren dieses Textes. Nämlich rein gar nichts.

Sie finden diesen Satz ketzerisch? Wissenschaft sollte aber immer die unvoreingenommene Suche nach der Wahrheit sein. Sonst verhält sie sich wie der Mann aus dem Witz, der seinen Schlüssel unter der hellen Straßenlaterne leichter zu finden glaubt, obwohl er ihn dort gar nicht verloren hat.

Das Problem dieser Autoren ist eben, dass sie mit (Natur-)Wissenschaft nicht viel am Hut haben, erkennbar allesamt über keinerlei entsprechende wissenschaftliche Ausbildung verfügen, im Gegenzug aber meinen, mit der Wissenschaft ganz allgemein ins Gericht gehen zu müssen. Derartig hanebüchen vorgetragene Wissenschaftskritik von Nicht-Wissenschaftlern wirkt dabei einfach nur lächerlich. Ziel der Autoren ist es also vordringlich, allgemein Zweifel am Arbeiten von Wissenschaft zu säen. Einer Wissenschaft, die man nicht versteht, deren Ergebnisse man aber missbilligt, weil sie der eigenen Auffassung von den Ursachen und Folgen des eigenen Tabakdrogenkonsums widersprechen.

Und über den nachgeschalteten „Witz“ muss man gar nicht reden. Dieser besitzt so viel Themenbezug als ob man das Rezept einer „Pizza Margherita“ in dem Text eingeflochten hätte.

Der Mensch als Ganzes ist mehr als nur die Summe seiner als ‚Einzelteile’ betrachteten Organe und eine Antwort auf die Frage, was Sie gesund erhalten wird, gar nicht so einfach.

Und hier wird es dann endlich wirklich esoterisch, wir haben ja schon darauf gewartet. Der Mensch sei ein Ganzes, so wird gesagt. Das ist zwar schön und richtig, aber leider auf das Thema „Rauchen“ nicht anwendbar. Denn wer raucht, schädigt zwar alle Organe mit den zugeführten giftigen und krebserregenden Substanzen, aber es wird immer in aller Regel ein Organ zuerst versagen. So erleidet das Opfer dann einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt oder es bildet sich ein Tumor in einem Organ. Das traurige und fatale Ergebnis das jahrelangen „Rauchgenusses“.

Stoffe zu vermeiden, von denen Sie befürchten, krank zu werden, kann nicht falsch sein.

Man lese diesen Satz, reflektiere kurz, und gehe dann sofort zum nächsten:

Andererseits zeigt sich daran, dass Kinder, die in sehr hygienischen Verhältnissen aufwachsen, besonders häufig an Allergien und Asthma* leiden, dass zu wenig Kontakt mit schädlichen Stoffen auch schaden kann.

Diese Anordnung von Sätzen ist symptomatisch für das Vorgehen der Autoren. Sachverhalte, die keinen Bezug zueinander habe, die aber oberflächlich betrachtet verknüpft sind, werden in einem Atemzug genannt. Aus der Nacheinanderschaltung dieser beiden Sätze (deren Aussagen sich auf völlig unterschiedliche Sachverhalte von exogenen Einflussfaktoren beziehen), erreicht die gesamte Aussage beim Leser folgenden Eindruck: „Wenn ich Tabakrauch einatme, stabilisiert dies meine Gesundheit.“

Die Realität: Jeder weiß, dass man sich von bestimmten Stoffen tunlichst fernhalten sollten, besonders von toxischen (giftigen) und kanzerogenen (krebserregenden) Stoffen. Also sollte man unter allen Umständen nicht rauchen und auch keinen Tabakrauch einatmen. Diese chemischen Schadstoffe haben allerdings nichts mit der Allergievermeidung aus dem zweiten Satz zu tun. Denn bei der heute oft übertriebenen Hygiene, auf die dieser Satz abzielt, handelt es sich um das Vermeiden von Kontakt mit Bakterien und Viren, also mit Krankheitserregern, die z. B. viele Eltern durch ständige Desinfektion der Oberflächen von ihren Kindern fern zu halten versuchen. Hier werden also aus Gründen der Desinformation zwei völlig unterschiedliche Schadauslöser vermengt: Kanzerogene und Gifte des Tabakrauches auf der einen Seite und eher harmlose Bakterien und Viren auf der anderen.

USA: Weniger Rauch – mehr Kranke

Nun wird wieder eine unbewiesene und aus dem Zusammenhang gerissene These schlagwortartig in den Raum gestellt.

Die USA gelten beim Kampf gegen das Rauchen als sehr erfolgreich. Fragt man aber nach der Entwicklung der Lebenserwartung der Amerikaner oder nach den Kosten des Gesundheitswesens, erfährt man: Beides, also auch die Gesundheit der US-Bürger, hat sich in den letzten Jahren verschlechtert.

Anschließend wird wieder in vollkommen unwissenschaftlicher Weise versucht, eine beliebige Korrelation mit einer Ursache-Wirkungskette (einer Kausalität) gleichzusetzen.

Möglicherweise ist ja der durchschnittliche Gesundheitszustand der Amerikaner tatsächlich in den letzten Jahrzehnten abgesunken. Dies hat aber nichts damit zu tun, dass weniger geraucht wird, sondern dass die Armut und soziale Ungleichheit in Amerika seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stetig angestiegen ist. Dadurch wurde die Ernährungslage vieler Familien in den USA schlechter, ein großer Teil der US-Bürger hat keine Krankenversicherung und kann sich daher nicht oder nur sehr eingeschränkt medizinisch versorgen. Die Folge: Bis es zu einer medizinischen Behandlung kommt ist eine Krankheit in aller Regel schon weit fortgeschritten. Zusätzlich sinkt das Bildungsniveau (wie auch in anderen Ländern) ständig. Dies sind alles Faktoren, die der gesamten Volksgesundheit abträglich sind. Eine Kausalität eines verschlechterten Allgemeingesundheitszustandes mit einer steigenden Tabakabstinenz ist also nicht gegeben, sie ist rein fiktionaler Natur.

Je weniger die Amerikaner rauchten, desto mehr stieg in den USA außerdem der Konsum von Psychopharmaka*. Die Befreiung von der Zigarette hat sie offenbar nicht freier und glücklicher, sondern vielmehr kranker und unglücklicher gemacht.

Auch hier wieder der Versuch, durch eine beliebige Korrelation eine Kausalität nachweisen zu wollen. Der erhöhte Verbrauch von Psychopharmaka hat viele andere möglichen Ursachen: Eine leichtere Verfügbarkeit der Präparate am Markt, mehr Armut und sozialer Abstieg in der Bevölkerung wobei die vergleichsweise billigen Pharmaprodukte als zumindest zeitweiliger Ausweg aus der eigenen desolaten psychischen Befindlichkeit gesucht werden etc. etc.

All dies sind wesentlich wahrscheinlichere Ursachen als ein einfacher Umstieg von der Tabakdroge hin zu Psychopharmaka.

’Diese gleichzeitige Entwicklung ist nur Zufall!’, behauptet unser Gesundheitspolitiker nun vermutlich.

Und sie tun das zu Recht, weil es keinen wissenschaftlichen Beweis für eine Kausalität gibt.

Richtig ist, dass der Schelm natürlich nicht beweisen kann, dass es kein Zufall ist.

Eben. Aber er versucht es trotzdem. Und zwar über den Weg der unzähligen Konjunktive, der exzessiven Verwendung der Möglichkeitsform und der unbewiesenen Hypothesen in Frageform.

Aber wenn er in der Zeitung liest, dass unter den optimistischsten Menschen auffallend viele Raucher sind,

Wenn dem so wäre, dann dürften primär die Pessimisten unter den Rauchern einen Herzinfarkt, Lungenkrebs und Schlaganfall erleiden. Die Wirklichkeit sieht leider ganz anders aus. Auch gibt es keinen wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen psychischer Grundstimmung und der Wahrscheinlichkeit, als Mensch im Laufe seines Lebens z. B. eine Krebserkrankung zu entwickeln.

unzufriedene und unglückliche Menschen leichter krank werden und
Optimisten länger leben als Pessimisten, dann fällt ihm ein, dass Fachleute außerdem bestätigen, dass Angst, Stress und Schuldgefühle krank machen können.

Hier lassen sich die Autoren wieder vollends auf das Niveau der Esoterik herunter um gezielte Desinformation zu bewirken. Und wie ist eigentlich „krank“ definiert? Natürlich sind Menschen mit pessimistischer Grunddisposition anfälliger z. B. für seelische Erkrankungen wie etwa die Depression. Aber eine Depression oder eine psychosomatische Störung ist kein Lungenkrebs und führt nur selten zum Tode es sei denn durch vereinzelten Suizid.

Genau diese Mittel werden aber ganz gezielt eingesetzt, wenn es darum geht, Raucher zum Nichtrauchen zu bekehren.

Dass es wissenschaftlich erwiesen ist, dass inhalatives Tabakrauchen mit einem erheblichen Frühsterblichkeitsrisiko behaftet ist, haben bereits Doll und Peto vor 40 Jahren nachgewiesen: (http://www.oncoprof.net/Generale2000/g02…ex_gb-pr09.html). Es existieren keine wissenschaftlichen Zweifel, dass Raucher tendenziell wesentlich früher sterben als Nichtraucher.

Neben dem bekannten Placebo-Effekt, der bewirkt, dass auch unwirksame Medikamente oft helfen, wenn der Patient an eine heilende Wirkung glaubt, ist auch der umgekehrte Effekt, Nocebo-Effekt* genannt, in die Diskussion gelangt. Damit wurde das Phänomen benannt, dass ständige Warnungen vor einer Krankheit ebenfalls krank machen können. Es ergibt also durchaus einen Sinn, zu vermuten, dass der Kreuzzug gegen den Tabak der Gesundheit der Amerikaner mehr geschadet als genützt hat.

Auch dies ist eine gezielte Falschinformation. Es existiert keine wissenschaftliche Studie, nach der Personen, die sich gesundheitsbewusst verhalten, weil sie bestimmte Krankheiten vermeiden wollen, mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit diese Erkrankungen erleiden. Die These „Krebsangst erzeugt Krebs“ ist ebenso unwissenschaftlich wie der ganze Text dieser Autoren, die überdies ihren Namen bewusst nicht nennen wollen. Eine weitere glatte Lüge also.

Die Erkenntnisse von heute …
… sind bekanntlich oft die ‚großen Irrtümer’ von morgen.
 
 
 Ein schönes Wort „bekanntlich“. Hier wäre zu fragen, wo das geschrieben steht. Vielleicht im esoterischen Basiswissen der Redaktion des „Schelm“. Mit ist dieser Sachverhalt jedenfalls bis dato nicht bekannt und ich beschäftige mich täglich mit Wissenschaft.

In Wirklichkeit hat die Medizin noch sehr wenig von dem verstanden, was im menschlichen Körper abläuft, wenn jemand krank wird.

Auch dies ist eine Falschinformation. Speziell auf das Rauchen bezogen sind die Mechanismen, die z. B. zur vermehrten Entstehung von Gefäßkrankheiten unter Tabakeinwirkung frühren genau aufgeklärt. Ebensolches gilt für die Karzinogenese (Krebsentstehung) von Lungenzellen durch Mutation des p53-Tumorsuppressorgens durch die im Tabakrauch enthaltenen Kanzerogene wie das Benz(a)pyren.

[…]

140.000 Menschen pro Jahr sollen es zum Beispiel sein, deren Tod das Rauchen verschuldet – obwohl es noch in keinem einzigen Fall gelungen ist, zu beweisen, dass jemand tatsächlich am Rauchen gestorben ist.

Hier wird wieder die beliebte These wiedergekäut, nach der das Rauchen keine direkte Todesursache sei. Mit der gleichen Begründung könnte man sagen, dass eine Person nicht an einer Gewehrkugel gestorben ist, sondern an bestimmten inneren Verletzungen. Dass diese Verletzungen aber nicht eingetreten wären, wenn nicht jemand auf das Opfer mit einer Waffe gefeuert hätte, lassen die Autoren dezent aus der Betrachtung herausfallen. Natürlich stirbt niemand direkt an einer Zigarette. Er stirbt an einer unheilbaren Krankheit. Dass diese Erkrankung, wie z. B. der Lungenkrebs aber fast nur Raucher trifft (hier speziell das „kleinzellige Bronchialkarzinom“, das seine Opfer zu 99% unter Raucher findet) und damit durch das Rauchen verursacht wurde, steht auf einem anderen Blatt. Rauchen ist die Ursache tödlicher Krankheiten. Punkt.

[…]

Für manche Krankheiten gibt es in Deutschland wenigstens recht genaue Schätzzahlen, zum Beispiel für den Lungenkrebs. Vergleicht man diese Zahlen mit dem, was sich aus dem ‚relativen Risikos’ für Raucher ergibt, passt da vieles nicht so richtig zusammen.

Dies gilt nur, wenn man nicht in der Lage ist, wissenschaftliche Veröffentlichungen zum Thema „Rauchen und Lungenkrebs“ zu lesen oder zu verstehen. Interessant ist auch, dass die Autoren hier wieder nicht konkret wird. Es bleibt also wie in dem ganzen Pamphlet bei vagen Andeutungen, die niemals auch nur annäherungsweise genau benannt werden. Man findet am Ende der Originalwebseite zwar ein paar Quellenangaben, aber die relevanten Verweise (z. B. auf Doll/Peto) fehlen.

Ein schönes Thema ist das sicher nicht. Dennoch wird der Schelm Ihnen noch berichten, was er darüber herausgefunden hat. Dazu muss er Sie aber aus Platzgründen auf eine eigene Ausgabe vertrösten.

Leider haben wir vom „Schelm“ diesbezüglich nie wieder etwas gehört. Warum wohl? Weil es mehr Erfolg verspricht, ein paar Nebelbomben abzuwerfen anstatt seine Behauptungen seriös zu untermauern? Oder schlicht und einfach, weil es keinen Beweis für die Behauptungen gibt? Warten wir also weiter….

Es ist Mode geworden, das Rauchen für alle möglichen Krankheiten vom Fußpilz aufwärts verantwortlich zu machen,

Hier wird wieder maßlos übertrieben. Das passt aber ins Bild, denn wenn man nichts zu sagen hat, muss man eben übertreiben.

[…]

Ein Mann leistet im Schichtdienst schwere körperliche Arbeit. Weil besonders pflichtbewusst, schleppt er sich einmal sogar mit einer schweren Grippe noch zur Arbeit, und das bekommt ihm schlecht. Am Ende landet er im Krankenhaus. Das Herz, stellen die Ärzte dort fest. Kein Wunder, oder?

Eine wirklich rührende Geschichte, schauen wir mal, wie sie weiter geht:

Die Ärzte interessieren sich aber gar nicht für die Vorgeschichte.

Woher weiß der Autor das?

Erst als sie erfahren, dass der Mann außerdem auch noch raucht, merken sie auf: Ein Raucher mit Herzbeschwerden, aha! Untersuchungen und Behandlungen werden angeordnet – und zwar genau so, dass es für einen Raucher passt, der wegen des Rauchens krank geworden ist.

Die Untersuchungen und die Therapie für akute Herzbeschwerden unterscheiden sich aber nicht nach „Rauchern“ und „Nichtrauchern“ außer dass man dem Raucher den Rat geben wird, das Rauchen aufzugeben.

Andere, eigentlich viel näher liegende Untersuchungen werden verschoben oder gar nicht gemacht.

Wieder eine unbewiesene Behauptung aus der Gerüchteküche. Ärzte würden sich einer schweren Pflichtverletzung schuldig machen, wenn sie Untersuchungen unterlassen würden, die zu Standardverfahren im Rahmen einer Diagnosestellung gehören.

Zum Glück kann man im Fall einer durch Grippeviren verursachten Herzmuskelentzündung nicht viel falsch machen,

Oh doch, kann man. Aber das muss der vollkommen unwissende Autor ja nicht wissen. Aber die Myokarditis wird durch Rauchen des Patienten nicht gerade leichter zu therapieren.

und so wurde der Patient wieder gesund. Das ist aber nicht der Mühe zu verdanken, die man sich mit der vergeblichen Suche nach dem Beweis dafür gemacht hat, das Rauchen sei es gewesen, was ihn krank gemacht habe.

Ein rührende Geschichte. Bleibt nur noch anzumerken, dass Tabakrauchen das Risiko für Herzbeschwerden erheblich erhöht. Was auch wieder wissenschaftlich beweisen ist.

Blinder Eifer dieser Art hat in der Medizin nichts zu suchen, und genauso wenig in der Wissenschaft.

Eine haltlose Unterstellung. Für die hier aufgestellten Behauptungen des Autors gibt es wieder keinen Beleg.

Normalerweise muss man das niemandem extra sagen, aber beim Thema Rauchen wird es allmählich nötig. Wenn ein Wissenschaftler Fragen wie ‚Hat das Rauchen vielleicht auch positive Wirkungen, wenn so viele Raucher darauf nicht verzichten wollen?’ nicht mehr stellen kann, ohne damit seine Karriere zu riskieren, geht es um eines nicht mehr: Um unser Wohlergehen.

Es gibt KEINE positiven Effekte des Tabakrauchens. Sogar die angeblich protektiven Wirkungen bei Morbus Alzheimer ist widerlegt. Einzig beim Morbus Parkinson gibt es schwache Hinweise, dass Nikotinkonsum zu einer geringfügigen Senkung des Risikos beitragen könne. Aber was ist das für ein Vorteil für den ein großer Teil der Raucher mit einem sehr frühen Tod bezahlen muss? Der Nutzeffekt dürfte, wenn überhaupt, nur bei einem sehr kleinen Teil der Raucher wirksam werden, nämlich die, die das Glück haben, das Lebensalter in dem der Morbus Parkinson typischerweise auftritt, zu erleben. Außerdem beträgt das Lebenszeitrisiko für diese Erkrankung bei ca. 0,01 bis 0,02 (1 bis 2 von 100 Menschen), alleine jenes für das tödliche Bronchialkarzinom des Rauchers ist aber im Mittel 20 Mal so hoch.

Täglich halten Politiker uns vor, wir müssten eigenverantwortlicher werden. Wenn es um unsere Entscheidung für das Rauchen geht, soll das aber auf einmal nicht mehr gelten.

„Eigenverantwortung“ bedeutet schließlich auch vernünftiges und angemessenes Handeln und nicht den Suizid auf Raten. Immerhin ist ein Teil des Wortes „Eigenverantwortung“ die „Verantwortung“. Wer aber seine Gesundheit vorsätzlich beschädigt, kann wohl kaum als „eigenverantwortlich“ bezeichnet werden.

Der Schelm will Ihnen nichts vormachen: Es könnte wirklich sein, dass das Rauchen Sie eines Tages krank macht, also gehen Sie damit natürlich ein Risiko ein.

Im Gegenteil: Der Schelm will seinen Lesern eine Menge vormachen. Jetzt eine kleine Einschränkung zu bringen, unterstreicht die bisher verfolgte Verharmlosungsstrategie nur noch. Werden wir konkreter: Der Raucher geht ein 50%iges Risiko ein, vor Erreichen einer normalen Lebenserwartung zu sterben. An durch Rauchen verursachten Krankheiten wie Krebs, Lungenemphysem, Herzinfarkt, Schlaganfall usw.

Aber ob das geschieht oder nicht, ja: ob Sie vielleicht sogar krank werden, weil Sie mit dem Rauchen aufhören, kann niemand Ihnen sicher voraussagen.

Jetzt wird es wirklich haarsträubend. Der Autor hat tatsächlich eine Studie aufgetrieben in deren Rahmen 3 indische Ärzte festgestellt haben wollen, dass von ca. 300 Lungenkrebspatienten 58% das Rauchen bereits aufgegeben hatten als sie die Diagnose „Bronchialkarzinom“ erhielten. Alle Patienten waren übrigens mindestens 25 Jahre lang Raucher. Und mit diesem dürren Material soll doch tatsächlich bewiesen werden, dass Rauchverzicht Lungenkrebs erzeugen kann. Hanebüchener geht es fast kaum.

Zuerst ist ein untersuchtes Kollektiv von nur 300 Patienten viel zu klein um eine valide Aussage der behaupteten These zu machen. Zweitens handelt es sich um eine retrospektive Studie mit all den bekannten Schwächen. Drittens ist über die weiteren Lebensumstände der Patienten nichts bekannt. Und viertens haben alle Patienten nach 25 Jahren Tabakkonsum ein deutlich erhöhtes Risiko an einem Lungenkarzinom zu erkranken. Hätte man die Studie richtig ausgeführt, hätte man zudem eine Kontrollgruppe von Ex-Rauchern für eine längeren Zeitraum prospektiv beobachten müssen.

Weiterrauchen – oder doch lieber aufhören? Diese Entscheidung würden manche Leute Ihnen am liebsten aus der Hand nehmen. Angeblich zu Ihrem Besten, aber falls es sich als falsch erweist, sind Sie es, der den Schaden hat – ein guter Grund, um Ihre Entscheidungsfreiheit auch gegen gutgemeinte Angriffe zu verteidigen.

Nun, ob man das Rauchen aufgibt ist eine Entscheidung der Vernunft. Vernünftig ist dieser vorliegende Text jedenfalls nicht. Aber er zeigt sehr schön, wie Hardcoreraucher versuchen, mit direkten und versteckten Lügen, mit Halbwahrheiten und Stammtischgeschwätz, mit Esoterik und dummem Gerede davon abzulenken, was Rauchen wirklich ist. Eine tödliche Sucht.

Quelle: http://peter-rachow.de/raucherbloedsinn_schelm.htm