Romano Grieshaber – Wissenschaftspseudologie auf die Spitze getrieben

Romano Grieshaber, oder sollte man besser sagen seine Ghostwriter, haben wieder zugeschlagen. In seinem zensierten Blögchen zelebriert der Däniken der militanten Tabakszene ein weiteres Kapitel seines unsäglichen Büchleins. Wie üblich, hagelt es dort den pseudowissenschaftlichen Wahnsinn , der sich in Behauptungen wie dieser entlädt:

Romano Grishaber schreibt:
Warum lag die Rate der Lungenkrebs-Todesfälle in den USA eigentlich über vierzig Jahre hinweg höher als in Deutschland, obwohl doch hier der Raucheranteil seit fünfzig Jahren höher und zeitweise sogar sehr viel höher lag als im Heimatland der Tabakkontrolle?

Zunächt einmal, lieber Herr Grieshaber, sollten Sie sich klar machen, was der Begriff Raucheranteil einer Statistik bedeutet. Passen Sie auf, denn hier können Sie noch was lernen.

Der Begriff „Raucheranteil“ besagt doch nur, welcher Anteil der Bevölkerung regelmäßig Abgase aus abgebranntem Tabak inhaliert. Über die Menge des inhalierten Tabakabbrandes sagt der Raucheranteil gar nichts aus.

Da er angeblich Arzt ist, dürfte Grieshaber bekannt sein, daß die Menge der inhalierten Abgase eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Lungenkrebs spielt. Und das ist der Punkt. Kann man denn annehmen, daß jeder Raucher im Nachkriegsdeutschland in den 50er Jahren genauso viel konsumiert hat wie der Raucher in den USA, ein Land, das zu jener Zeit zweifelsfrei um ein vielfaches vermögender war?

Echte Wissenschaft zeichnet sich unter Anderem dadurch aus, daß man sich zunächst über die Grenzen seiner Aussagefähigkeit Gedanken macht. Daß sich Grieshaber über die limitierenden Faktoren seiner Annahmen und damit der seiner Aussagen überhaupt keine Gedanken macht, beweist er mit jeder seiner Machwerke aufs Neue.

Wenn man den Raucherstatus von Menschen mit der Lungenkrebswahrscheinlichkeit korrelieren möchte, wäre es zwingend erforderlich, zu wissen, wie viel denn in den einzelnen Gruppen, die man vergleicht, geraucht wurde. Oder kann man tatsächlich so dumm sein, anzunehmen, in jedem Land dieser Erde würden alle Raucher exakt die gleiche Menge (im Durchschnitt) pro Kopf rauchen, und das über Jahrzehnte hinweg? Unabhängig vom der Wirtschaftsleistung des Landes?

In diesem Sinne lassen wir den Rest an pseudowissenschaftlichm Geblubber von Herrn Grieshaber und seinen Ghostwritern einfach mal so stehen, denn besser können sich diese skrupellosen Tabaklobbyisten nicht der vorsätzlichen Lüge überführen.

Interesannt ist es übrigens, daß Griesahber und seine Ghostwriter diese Volksverdummungswellen immer dann losbrechen lassen, wenn in der Presse gerade mal wieder Rauchen das Thema ist. Aktuell sind es die Schlagzeilen um Raucher Adolfs, der seine verqualmte Wohnung stets in das Treppenhaus entlüftete, und seine Nachbarn damit schädigte und deswegen aus seiner Wohnung flog. Die Welle davor kam mit der Diskussion zur Novelle zum Nichtraucherschutzgesetz in NRW, und davor mischte sich Grieshaber in die Diskussion ein, als 2008 beim Bundesverfassungsgericht über den Nichtraucherschutz geurteilt wurde. Ganz klar geht es bei den Verlautbarungen des Tabaklobbyisten Griehaber nicht im Wissenschaft. Es geht darum, seinen Freunden der Tabakindustrie, mit denen er gemeinsam bei der BGN im Vorstand saß, einen Dienst zu erweisen.

Wie lange wird es wohl dauern, bis Grieshaber bemerkt, daß er seinen Freunden einen Bärendienst leistet?
Man möchte Griehaber und all denen, die zwar über Epidemiologie reden aber keine Ahnung davon haben dieses Buch ans Herz legen:

Epidemiologie für Dummies

Das würde sie vor den gröbsten Dummheiten bewahren, vorausgesetzt, sie würden es lesen.Ein kleiner Ausschnitt daraus:

2014-06-27 13_07_52-Epidemiologie für Dummies - Oliver Razum, Jürgen Breckenkamp, Patrick Brzoska -

Und jetzt nicht druchrehen, liebe Nikotinfanatiker, weil da oben steht, eine Dosis-Wirkungs-Beziehung sei kein Beweis für Kausalität. Daß Tabakqualm bei Rauchern und Passivrauchern Lungenkrebs verursacht, ist bewiesen. In tausenden von Studien. Natürlich ist Rauchen und Passivrauchen nicht die einzige Ursache von Lungenkrebs, aber mit Sicherheit für den allergrößten Teil verantwortlich.

HABT IHR EUER ZIEL LANGSAM ERREICHT NETZWERK RAUCHEN?

Wir haben lange überlegt und heftig diskutiert diese Links überhaupt zum Thema zu machen und zu kommentieren.

Raucher verprügelt Mann in Straßenbahnlinie 5

Aggressive Raucher verprügeln Mann in U-Bahnwaggon

39-Jähriger missachtet Rauchverbot und rastet völlig aus

Radikaler Raucher verprügelt Polizisten

Raucher schlägt Kellner

Raucher schlägt Frau in Tiroler Linienbus nieder

Rauchverbot: Begleiter eines Rauchers schlägt zu. In Münchner U-Bahn

Raucher sticht Passanten mit Messer nieder

Raucher attakieren Nichtraucher mit Messer

Belgien: Raucher zettelt Schlägerei im Zug an

Militante Raucher fordern zur Brandstiftung auf

Gewaltausbruch: Politiker von Rauchern mit Flaschen beworfen

Schon wieder ein randalierender, gewalttätiger Raucher

Raucher randaliert wegen Rauchverbot

Rabiater Raucher verprügelt Krankenschwester

Urteil gegen rauchende U-Bahn-Schläger
Äußerst “brutal und erbarmungslos” hätten Serkan A. und Spyridon L. ihr Opfer niedergeschlagen, begründet das Gericht die hohen Haftstrafen der beiden Münchner U-Bahn-Schläger. Es handle sich deshalb um versuchten Mord.

Militante, rabiate Raucher: Auf Wirtsleute eingeschlagen

 

Aber haben wir euch nicht vor Wochen schon davor gewarnt, dass der ständig wiederholte Gebrauch von Synonymen wie „Volkserzieher, Ökofaschisten, Hirnfrei, Volldeppen, Antiraucherfaschisten, Antiraucherdeppen, Faschistenpack, Gutmenschen, Passivrauchlüge. Raucherhasser etc., “ irgendwann zur Eskalation führt? Eben weil sich einige von den von euch sprachlich Verführten zu solchen Gewalttaten  hinreissen lassen?

Weil sie ja zur “ Toleranten Gesellschaft“ gehören und den „Verblödeten Antirauchern“ mal eben zeigen wollen wer Herr im Hause ist?

Wir verurteilen Gewalt, egal von welcher Seite auch immer angewandt, aufs Schärfste. Aber dazu gehört auch, für unsere Begriffe jedenfalls, eine Mäßigung in der Ausdrucksweise und eine Mäßigung hinsichtlich der gestatteten Postings.

Wir hoffen und bitten euch diese Art von Auseinandersetzung einzustellen, damit nicht noch mehr passiert. Man kann scharf in einer Diskussion argumentieren, aber trotzdem muss ein gegenseitiger Respekt erhalten bleiben.

In diesem Sinne,
eure lieber Diskutierenden von sackstarkinfo

Die Piratenpartei und der Schwachsinn ihrer Tabaklobbyisten

 
Aus einem „Piratenpad“ zur Abschaffung des Nichtraucherschutzes in NRW
 
 
 
Vorschlag Llarian:
 
Die PIRATEN  lehnen die Bevormundung erwachsener Bürger strikt ab.
 
Die Mündel der Tabakindustrie lehnen die Bevormundung strikt ab? Wie geil ist das denn?
 
 Wir unterstützen deshalb jegliche Form direkter Demokratie gegen das totale Rauchverbot in Eckkneipen, auf Brauchtums- und Karnevalsveranstaltungen.
 
Leute, was ihr unterstützt ist die Wiedereinführung der legalen Vergiftung von Nichtrauchern und Gaststättenpersonal. Wie pervers ist das denn? 
 
Bereits vor der Verschärfung des Nichtraucherschutzes waren 80% der Gastronomiefläche in NRW rauchfrei.
 
Und wieder eine schäbige Propagandalüge der Tabaklobbyisten: 
 
Bei den Schankwirtschaften lag der Anteil der rauchfreien Kneipen und Bars nur bei 15 Prozent.
 
Dadurch herrschte bereits ausreichende Wahlfreiheit für Nichtraucher, die sich Tabakrauch in der Gastronomie nicht aussetzen wollen.
 
Das Nichtraucherschutzgesetz in seiner jetzigen Form nimmt keinerlei Rücksicht auf die lebendige Kultur in den Veedeln. Die Kneipen melden Umsatzeinbrüche von bis zu 40% und sind damit akut in ihrer Existenz bedroht.
 
Kneipensterben? Lächerlich!                
      
Anteil Nichtraucher 76,5%
Anteil Raucher: 23,5%
Das kann locker kompensiert werden und es ist doch viel eher  zuzumuten, dass sich die Minderheit für 5 Minuten nach draußen begibt,  um einer kranken Sucht nachzugehen, als dass alle unter der Sucht der  wenigen leiden.
Es wird keine stinkenden, verrauchten, gesundheitsgefährdenden und an  den Tresen versackenden Säufer mit Kippe im Mund mehr geben, aber daran  kann ich nichts schlechtes finden.
Diese Selbstverständlichkeit, mit der Raucher anderen Schaden zufügen, kann ich beim besten Willen nicht akzeptieren.
Auszug Wikipedia: „Neue Forschungen haben gezeigt, dass Raucher eher  als Nichtraucher dazu neigen, die Konsequenzen alternativer Handlungen  in ihren Entscheidungen unberücksichtigt zu lassen.“
Von daher: Danke an die Regierung, dass Sie der Schädigung meiner Person durch andere endlich etwas entgegensetzt. Danke!
 
Mit den Kneipen aber sterben die sozialen  und kommunikativen Netzwerke der Bürger, insbesondere der Älteren. Die Shisha-Bars erleben gar ein Komplettverbot ihres Geschäftsmodells, aber gerade diese Form der Gastronomie trägt zum Abbau von Vorurteilen gegenüber Migranten unter den jungen Erwachsenen  bei. Hier geht ein wichtiger Baustein zur Verständigung der Kulturen verloren.
Die Anwohner werden Lärmbelästigung ausgesetzt, da die Raucher nun vor die Tür müssen; für viele Anwohner ist dies ein unhaltbarer Zustand. Es entstehen laufend Konflikte zwischen den Wirten und ihren Nachbarn.
 
Die Freiheit des Einzelnen hört da auf, wo ein anderer zu Schaden kommen kann.
Ansonsten können wir das Alkoholverbot beim Autofahren, das Verbot von Straßenrennen usw. ja auch weglassen.
Und ich fühle meine Freiheit an der roten Ampel ebenfalls eingeschränkt und würde lieber durchfahren weil mich das ja nur aufhält… 
 
Anmerkung: ich würde hier bei Shishas sogar so weit gehen, dass es eine fremdenfeindliche Komponente enthält, insofern, als dass jene Imigranten ihre Kultur hier in Deutschland nicht leben/pflegen können.
* In Köln kommt hinzu, dass selbst das Mitnehmen von Getränken nach draußen schon als Außengastronomie gewertet wird, dass das Aufstellen von Standaschenbechern mit gleichher Begründung untersagt wird. Nicht nur in Köln. 🙂
 
Schon pervers, was die Tante da für einen Müll labert. Und dann geht sie als Piratenpartei mit den Ausländerfeinden von PRO-NRW gemeinsam für die Abschaffung des Nichtraucherschutzes demonstrieren. Ich lach mich scheckig.
 
Vorschlag PeterM:
Piraten fordern die Befreiung von Kneipen und Eckkneipen vom Rauchverbot.
 
Gerade für alte Menschen in ihrem Veedel, aber auch in ländlichen Gegenden ist die Kneipe, Eckkneipe in der direkten Nachbarschaft der einzigste ein wichtiger sozialer Treffpunkt.
Es kann nicht sein, dass Menschen ihren sozialen Treffpunkt für Jung und Alt verlieren.
In Bayern hat sich gezeigt, dass durch das Rauchverbot in der Zwischenzeit jeder 3. Ort keine Kneipe mehr besitzt.
 
Petereit, warum erzählst du hier so einen Tabaklobbyistenschwachsinn? Mit dem Rauchverbot hat das ÜBERHAUPT NICHTS ZU TUN!
 
Deswegen fordern wir die Rücknahme des Rauchverbots für kleine Kneipen und Kneipen mit Rauchernebenraum, wie auch für Brauchtumsveranstaltungen wie Schützenfeste und Karnevalsveranstaltungen.
Tabaklobbyist Petereit ist wirklich eine regelrechte Phrasendreschmaschine. 
 
 
 
Vorschlag Don:
Die Kölner Piraten setzen sich gegen ein totales Rauchverbot in der getränkeorientierten Gastronomie ein.
Das ausnahmslose Rauchverbot, welches das NiSchG in NRW festschreibt, führt zu Umsatzeinbußen in der Gastronomie, zu Personalentlassungen und zu Existenzbedrohung der Wirtsleute. Zur Zeit liegen die Umsatzeinbußen bei 15 bis 40 Prozent.
 
Schwachsinn. Woher stammen wohl diese Zahlen? Propagandalügen der Tabaklobbyisten!   
In  Nordrhein-Westfalen sind seit 2001 besonders viele Wirtshäuser  verschwunden. Ein Drittel aller Kneipen musste im vergangenen Jahrzehnt  dicht gemacht worden. Damit liegt NRW über dem Bundesschnitt. Im  ländlichen Raum ist die Entwicklung dramatisch.
 
Jede dritte Kneipe in NRW musste aufgeben | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
 
Wer jetzt sinkende Umsätze in Kneipen dem Rauchverbot zuschreibt ist ein skrupelloser Tabaklobbyist.
 
 Dazu kommt ein Anstieg der Zechpreller. Hier fallen zunehmend auch Nichtraucher auf, die „auf eine Zigarette“ vor die Tür und von dort aus nach Hause gehen ohne zu bezahlen.
 
So ein Quatsch. Wo sind denn Beweise für diesen hanebüchenen Schwachsinn? Gibt es bei den NRW-Piraten  noch durchgeknallte Nikotinsüchtige, die irgendeinen Schwachsinn labern, um Raucher gegen Nichtraucher aufzuhetzen?
 
In Bayern gilt ja jetzt schon ein paar Jahre ein sehr scharfes  Rauchverbot. In Bayern verbreiteten die Tabaklobbyisten den gleichen Schwachsinn wie die Piratenpartei hier. Und nun? Kein Mensch regt sich noch auf.  Alles läuft vollkommen entspannt ab und  alle genießen die rauchfreie  Atmosphäre. Mir sind in meinem Umfeld (Raucher und Nichtraucher)  keinerlei Klagen bekannt.
 
Der Bürger soll nicht von der Politik bevormundet werden. Wir Piraten wollen die letzte Chance wahrnehmen das NiSchG noch zu ändern. Gemeinsam mit den Kölner Wirten streben wir ein Volksbegehren gegen das derzeitige NiSchG in NRW an.Dafür werden in NRW etwa 1 Millionen Unterschriften benötigt.
Na auf die Klatsche, die IHR bei einer Volksabstimmung bekommt, freue ich mich heute schon. Siehe Bayern.
 
 Das bisherige NiSchG war eine gute Lösung, die ein Nebeneinander von Nichtrauchern und Raucher ermöglichte.
 Wo bitteschön wird denn ein Raucher gegenüber einem Nichtraucher durch das Gesetz schlechter behandelt? 
 
 Jeder hatte seinen Bereich. Man konnte sich als Nichtraucher aussuchen in welchen Raum man wollte.
 
 Ach ja. Entweder konnte man sich im Raucherraum vergiften lassen oder es zog der Qualm vom Raucherraum in den Nichtraucherraum und vergiftete trotzdem die Nichtraucher.  Heute können Raucher und Nichtraucher gemeinsam gemütlich beieinander sitzen, wer unbedingt rauchen muss, geht mal eben kuz vor dieTür. zum Pinkeln auf Klo, zum Rauchen vor die Tür, wo ist das Problem?

„BFT“, der „Genussverlag“ und der Herr Meinsen

„Bürger für Freiheit und Toleranz“, so nennt sich ein recht dubioser und seine wahren Absichten verschleiernder Verein mit Sitz in München. Besucht man die Webseite dieses Vereins, findet man das Impressum und dort kann man erkennen, dass die Gründungsprozedur dieses vermeintlichen Hortes der Menschenrechte, des Humanismus und der Liberalität zwar noch nicht ganz abgeschlossen ist, aber man schon einmal Ziele definiert hat.

Einerseits weist das Impressum nämlich aus, dass dieser Verein immer noch als „in Gründung“ befindlich firmiert, aber sein Inhaber, ein Bodo Meinsen aus Kirchheim bei München  zumindest schon mal mit einer Webseite präsent ist. Und das ist immerhin schon mal ein Anfang. Und die Ziele liegen auch schon fest. Man ist gegen „Bevormundung“ jedweder Art: „Bürger für Freiheit und Toleranz kämpft gegen die unnötige Bevormundung durch den Staat und dessen erzieherische Eingriffe in unser Leben“ so liest der Besucher dieser Webseite. Man mag sich jetzt fragen ob diese Haltung vielleicht schon etwas paranoid ist, denn der Staat sind ja wir alle, aber interessant wird es dann, um was es diesem dubiosen Verein wirklich geht. „Ein aktuelles Beispiel ist das 2010 per Volksentscheid erlassene strikte Rauchverbot“. Aha, das konnte man sich ja gleich denken. Nicht mehr und nicht weniger. Andere Zusammenhänge von verdammungswürdiger Bevormundung durch den Staat werden nämlich konsequent ausgespart.

Wer übrigens aufgrund der Namenswahl meint, der Verein des Herrn Meinsen habe etwas mit Demokratie, Menschenrechten und den abendländischen Werten der Duldsamkeit zu tun, der irrt. Und zwar gewaltig. Hinter den schönen und mehr als edel klingenden Begriffen „Freiheit“ und „Toleranz“ verbirgt sich nicht mehr als eine kleine Gruppe von Nikotinsüchtigen, deren Ziel es mal wieder ist, das bayerische Nichtraucherschutzgesetz einfach mal eben radikal wieder abschaffen zu wollen. Und dies nur, um ihren Mitmenschen weiter mit der zügellosen Emission von krebserregenden und stinkenden Tabaksqualmschwaden in Gasthaus und Festzelt nachhaltig auf die Nerven, auf die Lungen und damit auf den sprichwörtlichen „Senkel“ gehen zu dürfen.

Aber der Name ist gut gewählt, man hat ganz tief in die Kiste mit den Mogelpackungen gegriffen. „Bürger für Freiheit und Toleranz“ klingt nämlich viel besser als „Bayern sagt NEIN!“. So hieß diese Organisation von Tabakdrogenfanatikern nämlich vorher. Genauer gesagt, bevor man beim bayerischen Volksentscheid vollends baden ging und sich eine ganz derbe Schlappe einfuhr, als nämlich 2/3 der Stimmabgebenden im Juli 2010 für einen kompromisslosen Nichtraucherschutz votierten und fortan das Rauchen in bayerischen Gasthäusern untersagt wurde. Und zwar fast ohne jede Ausnahme.

Und so muss irgendein Marketingmensch Herrn Meinsen wohl erklärt haben, dass er für seine „Wir-wollen-überall-rauchen“-Clique fortan unbedingt positiv besetzte Begriffe verwenden müsse. Und heraus kam dann das Wortpaar „Freiheit und Toleranz“. Als ob Suchtdrogen etwas mit „Freiheit“ und deren rücksichtsloser Konsum etwas mit „Toleranz“ zu tun hätten. Na ja, manch einer glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.

Man mag es übrigens fast Bedauern, dass die von Herrn Meinsen beklagte allfällige Bevormundung des Bürgers durch den Staat noch nicht soweit geht, dass der Gesetzgeber die bewusst missbräuchliche Verwendung von abstrakten Begriffen nicht per Gesetz unterbindet. Das wäre mal wirklich ein Ansatz: Ein Klagerecht gegen die missbräuchliche Verwendung von Wertbegriffen aus den Grundfesten unseres demokratischen Staatsgebildes.

Herr Meinsen betreibt aber nicht nur diesen „Verein in Gründung“ sondern auch einen Verlag der gleichsam zum Sprachrohr seiner „Pro-Lungenkrebs“-Stellungnahmen wird und der sich ebenso falsch wie überzogen etikettiert „Genussverlag“ nennt. Für den normal denkenden Menschen ist das Inhalieren von pyrolisiertem Tabakabbrand nämlich kein „Genuss“ sondern in aller Regel mit körperlichen Schmerz-, Unwohlseins- und Ekelerfahrungen verbunden.

In diesem Verlag erscheinen dann periodisch auch so ungemein wichtige Postillen wie „genuss journal“ und „fine tobacco“ für den geneigten „Genießer“. In der letztgenannten Publikation finden sich schon beim ersten Querlesen ganz überaus bedeutsame Themen wie „Smoking Rooms -7 neue Genussoasen in Deutschland, Frankreich, England und Österreich“. Ja, so stellt sich der geneigte Leser das Genießen vor: Man betritt einen „Smoking Room“ und gibt sich in dieser „Genussoase“ fortan Lungenkrebs, Herzinfarkt und Raucherbein hin. Und das gleich in 4 Ländern Zentraleuropas.

Und auch im „genuss journal“, das man online herunterladen kann, findet sich jede Menge vollkommen überflüssiges Material über krebsauslösende Rauchartikel, die dann auch ausführlich besprochen werden. Und gleich auf der ersten Seite dieser Publikation sieht man das, was nach aktueller Gesetzeslage ganz verboten ist: Tabakwerbung im Internet:

Herrn Meinsen ficht das aber nicht an, er doziert lieber über die angeblichen „Denunzianten“, die ihm und den anderen so genannten „Genießern“ das Leben doch ach so schwer machen:

„Noch klarer kann man wohl den Aufruf zur Denunziation nicht formulieren. „Und alles passiert unter dem Deckmantel der „Gesunderhaltung des Volkes“ – ein zugegebenermaßen perfektes Argument, um eine Diktatur über den Körper einzuleiten“, sagt der Vorsitzende des Vereins BFT Bürger für Freiheit und Toleranz, Bodo Meinsen. Auch er hat bereits Erfahrungen mit Denunzianten am eigenen Leib gemacht. Kürzlich erreichte ihn eine Beschwerde des Landratsamtes München, die ihm den Vorwurf machte, dass sich auf seiner Unternehmens-Internetseite wohl Tabakwerbung befände. “
Quelle

Dass sich auf der Seite seiner Postille „genuss journal“ tatsächlich Tabakwerbung befindet und nicht nur redaktionell berichtet wird, wie Herr Meinsen wahrheitswidrig behauptet, kann man leicht selbst nachprüfen:

In der Onlineausgabe leuchtet einem gleich auf der ersten Seite des PDF-Dokumentes ein riesiger Stinkstummel entgegen mit dem Titel „Die Zigarrenlegende und die MACANUDO 1968“. Darunter ein Werbetext und ganz unten die Bezugsquelle, wo der Tabakdrogenuser das Produkt beziehen kann. Also wenn das keine Werbung ist, was ist es dann???

Gehen wir zurück zur Meinsen-Publikation „Deutschland auf dem Weg in die ANTI-Demokratie“: Dieses Pamphlet ist die übliche braun-gelbe Nikotinsauce von der selbst ernannten Genießerfraktion. Es wird zum x-ten Male der immer gleiche Stuss der Hardcoreraucher wiedergekäut. So textet Meinsen u. a.:

Knapp 23 Prozent der bayerischen Wahlberechtigten stimmten für ein striktes Rauchverbot in der Gastronomie in Bayern und erhielten somit die Hoheit über die Mehrheit.

Ja, der Herr Meinsen, und das kann man ihm getrost bescheinigen, hat wirklich verstanden, wie Demokratie (und hier besonders die basisdemokratische Variante durch Manifestation des Volkswillens durch einen Volksentscheid) funktioniert. Nach seiner Lesart hat also derjenige, der selbstverantwortlich einer Abstimmung fern bleibt, selbstredend das unveräußerliche Recht, dass sein Votum (welches auch immer das sei) berücksichtig wird. Wie das gehen soll lassen wir dahingestellt.

Denn wenn Meinsen die Auffassung vertritt, dass rein mathematisch nur knapp 23% der Bayern für den effektiven Nichtraucherschutz (und damit GEGEN Tabakgestank und -mief in der Gastronomie) votiert hätten, will er wohl zum Ausdruck bringen, dass der Volksentscheid bzw. dessen Ergebnis nicht hinreichend legitimiert sei. Diese Sichtweise zeugt aber höchstens von einer doch recht hohen geistigen Verwirrung das Verständnis demokratischer Prinzipien betreffend oder einer vollumfänglichen Unfähigkeit, demokratische Entscheidungen zu akzeptieren, auch wenn sie einem nicht passen sollten.

Lieber Herr Meinsen: Wenn Sie und Ihre Mitstreiter aus Hardcorerauchern und Tabakdealern die mehrheitlich suchtkranken Tabakanhänger nicht zur Abstimmungsteilnahme mobilisieren konnten und dagegen 61% derer, die sich zur Abstimmung bequemt haben, eben nun einmal für den Nichtraucherschutz gestimmt haben, zeigt Ihre haltlose und dumme Aussage nur, dass Sie nicht nur keine Ahnung von den Funktionsprinzipien einer (Basis)Demokratie haben sondern überdies noch ein sehr schlechter Verlierer sind.

Denn die Abstimmung beim bayerischen Volksentscheid ist, das setze ich mal als bekannt voraus, nicht an ein Quorum gebunden und deshalb ist es unerheblich, wie viele Abstimmungsberechtigte der Abstimmung fern bleiben. Jene, die hingehen entscheiden nämlich die Wahl. Und sonst niemand.

Und ich behaupte mal ganz einfach, dass Ihre Suchtfraktion noch weitaus schlimmer unterlegen wäre, wenn die Wahlbeteiligung noch höher gelegen hätte. Denn die Anhänger eines gepflegten Lungenkrebses machen in Bayern gerade mal knapp 25% der Wahlberechtigten aus. Von dieser Ausgangslage her betrachtet ist es nach Lage der Dinge ziemlich illusorisch, an einen Wahlerfolg „pro Rauchen“ glauben zu wollen. Und weiter behaupte ich, dass jene, die fern geblieben sind, gar kein Problem mit dem Ausgang der Entscheidung hatten (wie auch immer der ausgefallen wäre), sonst wären sie nämlich zur Abstimmung gegangen. Diese Menschen haben sich nämlich frei und selbstbestimmt dafür entschieden, der Abstimmung fern zu bleiben. Oder wollen sie etwa behaupten, dass diese Nichtwähler von „Antiraucherlobbyisten“ und „Gesundheitsfanatikern“ am Verlassen der Wohnung oder der Stammkneipe gehindert wurden wo sie den Wahlsonntag verbracht hatten? Nein, Herr Meinsen, das wollen Sie doch sicher nicht, oder? So dumm können Sie nicht sein, oder?

Also hören Sie endlich auf, die Legitimation des bayerischen Volksentscheides anzuzweifeln! Nicht die Minderheit zwingt der Mehrheit den Willen auf, sondern jene, die zur Abstimmung gingen, haben entschieden. Jeder hätte abstimmen können. Es war eine freie, gleiche und geheime Abstimmung. Und wer nicht mitentscheiden wollte, blieb eben zu Hause oder rauchte in seiner Stammkneipe seine letzte Kneipenzigarette. So einfach ist das. Zumindest, wenn man Demokrat und nicht süchtiger „Tabakgenießer“ ist.

Quelle: http://raucherwahnsinn.de/bft.htm

Wehret den Anfängen!

Heute wollen sie Rauchen in Kneipen erlauben.

Morgen wieder am Arbeitsplatz

Und übermorgen wird jeder wieder zum passiven Mitrauchen gezwungen.

Und danach werden Schritt für Schritt alle Gesetze gestrichen, die zum Schutz der Gesundheit dienen.

Fabriken brauchen keine Filteranlagen mehr für ihre Emissionen.

Autos dürfen so viel CO2, Stickoxide und Feinstaub ausstoßen, wie sie wollen.

Atomkraftwerke dürfen ihre Brennstäbe unter freiem Himmel endlagern.

Denn schließlich soll jeder nach seiner Fasson glücklich werden – auch Unternehmer der Industrie!

Und wem das nicht gefällt, der kann ja auswandern, notfalls auf den Mond.

THINK OF IT!

Dieser bemerkenswerte Kommentar ist aus der Pinnwand Facebook-Gruppe Volksbegehren für den echten Nichtraucherschutz. Er soll zeigen, wie lächerlich die Gegner des Nichtraucherschutzes argumentieren, wenn sie Menschen, die sich für den Nichtraucherschutz engagieren, beispielsweise als Faschisten diffamieren und den Nichtraucherschutz als Vorboten eines totalitären Staates darstellen.

Der BMB – Ein trojanisches Pferd der Tabaklobby?

Berlin, den 29.03.2007.

Das DKFZ hielt unlängst eine Pressekonferenz zum Nichtraucherschutz ab, mit neuesten Informationen zum Thema . Insbesondere wurden die augenscheinlichen Fehlinformationen von DEHOGA und Co. eindeutig wirderlegt. Rauchverbote führen eben nicht zu den vielbeschworenen Umsatzeinbrüchen in der Gastronomie.

Nun gibt es eine neugegründete Partei in Deutschland, den „BMB“, das Kürzel steht für den „Bund mündiger Bürger“. Der BMB poltert in einem offenen Brief an das DKFZ mit vielfältigem Verbamlüll. So werden dem DKFZ Propaganda und Lügen vorgeworfen, Behauptungen, die jeglicher Grundlage entbehren.

Aber um auf den Punkt zu kommen, who the hell is BMB?

Der Vorsitzende des BMB, Herr Brender, ist offensichtlich ein Mitglied des Netzwerks Rauchen, einem Raucherclub. Dieses Netzwerk Rauchen ist eine Organisation, die unter dem Deckmäntelchen der Meinungsfreiheit Propaganda gegen die Tabakprävention betreibt. Mitglieder dieses Netzwerks Rauchen sind unter anderem auch Tabakgroßhändler, und offensichtlich existiert eine enge Zusammenarbeit von smokersnews.de mit diesem Raucherclub, die sich gegenseitig verlinken und oft sehr ähnliche Pressetexte herausgeben.

Herr Brender ist unter anderem auch an der Sammelklage gegen das Rauchverbot beteiligt, nachvollziehbar anhand der Teilnehmerliste unter http://www.sammelklage-rauchverbot.de. An dieser Sammelklage wiederum sind viele Tabakgroßhändler und Automatenaufsteller beteiligt.

Man braucht gar nicht weiter nachforschen, denn die obigen Informationen reichen aus, um zu verstehen, worum es dem BMB geht. Da gibt es nur eine Antwort: Tabaklobbyismus.